Sonderveröffentlichung

Berufswahlmesse in Lengerich
Erste Schritte zur eigenen Karriere

Schüler und Arbeitgeber treffen sich zwei Tage

Montag, 09.09.2019, 12:25 Uhr

Im vergangenen Jahr war das Interesse groß: Die Berufswahlmesse in der Gempt-Halle war an beiden Tagen gut besucht. Unternehmen aus der Region warteten mit vielen Informationen zum Thema Ausbildung und (duales) Studium auf und ließen die Schüler aktiv teilhaben. 
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Das Ende der Schullaufbahn rückt unaufhaltsam näher – und dann? Direkt einen Ausbildungsberuf ergreifen? Lieber ein (duales) Studium aufnehmen? Oder doch noch eine schulische Weiterbildung dranhängen? Schulabgängern stehen viele Möglichkeiten offen. Da den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Die Berufswahlmesse in der Lengericher Gempt-Halle dürfte wertvolle Hilfestellungen geben. Am Mittwoch und Donnerstag, 11. und 12. September, öffnet sie für Schüler und Eltern ihre Türen.

Veranstaltet wird die Messe von der Agentur für Arbeit Rheine in Kooperation mit der Stadt Lengerich und Unterstützung der Regionalagentur Münsterland. Gemeinsam mit 72 Ausstellern – und damit deutlich mehr als im Vorjahr – präsentieren der Arbeitgeber-Service und die Berufsberatung der Arbeitsagentur über 200 verschiedene Berufsbilder. Geöffnet ist die Veranstaltung am Mittwoch von 16 bis 19 Uhr und am Donnerstag von 8.30 bis 13.30 Uhr.


"Für fast alle Ausbildungsberufe muss man sich schon etwa ein Jahr vorher bewerben."

Reiner Zwilling, Agentur für Arbeit
 

So erklärte am Stand der Stadtwerke ein Mitarbeiter, wie eine einzelne Glasfaser verbunden wird (rechts). Fotos: Michael Baar
So erklärte am Stand der Stadtwerke ein Mitarbeiter, wie eine einzelne Glasfaser verbunden wird (rechts). Fotos: Michael Baar
Automobilkauffrau, Finanzwirtin, Lagerist, Altenpfleger, Mediengestalterin oder doch lieber zur Polizei? Während einige Jugendliche schon früh ganz genau wissen, welcher Beruf für sie der richtige ist, sind sich andere noch unsicher. Kein Wunder, bei über 300 Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen, die es in Deutschland gibt. Dabei ist es sinnvoll, schon vor dem Schulabschluss über die berufliche Zukunft nachzudenken, weiß Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine. „Für fast alle Ausbildungsberufe muss man sich schon etwa ein Jahr vorher bewerben“, gibt der Experte zu bedenken. „Wer frühzeitig Informationen einholt, hat gute Chancen, dass es mit dem Wunschberuf klappt.“

Auf der Berufswahlmesse gibt es die Möglichkeit, unverbindlich Kontakt zu verschiedenen Unternehmen aufzunehmen und Informationen zu sammeln. Ein konkreter Berufswunsch ist dafür aber noch nicht erforderlich, betont Zwilling. „Oftmals kommen Jugendliche erst auf der Messe mit Ausstellern ins Gespräch und finden dann heraus, welche Ausbildung zu ihnen passen könnte.“ Wer bereits einen Schritt weiter ist, kann auch konkret nach Praktikumsplätzen Ausschau halten oder zumindest erste Kontakte knüpfen und sich über bestimmte Karrierewege informieren.

Am ersten Messetag sind interessierte Jugendliche und Eltern eingeladen. „Die Entscheidung für einen Berufsweg ist nicht immer leicht zu treffen. Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen und beraten“, so Zwilling. Am zweiten Messetag besuchen die Schulen der Region die Berufswahlmesse.

Erfreulich ist, dass die Ausstellerzahl in diesem Jahr deutlich höher ist als vor einem Jahr, so dass den Besuchern noch mehr Gesprächspartner und Informationsmöglichkeiten angeboten werden können. Da das Raumangebot der Halle dafür nicht mehr ausreichte, steht auf dem Gempt-Platz erstmals ein Zelt, das mit 300 Quadratmetern Stellfläche zusätzlichen Platz bietet.

Der Besuch der Berufswahlmesse ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

Welcher Beruf passt zu mir?

Neues Selbsterkundungstool
Die Berufswahlmesse ist das eine, der neue Berufswahltest das andere. Die Agentur für Arbeit bietet jetzt allen, die auf der Suche nach dem passenden Berufseinstieg sind, eine weitere Möglichkeit. Mit dem „Selbsterkundungstool“, kurz „SET“, können sie ihre Interessen einschätzen, einen Stärkentest durchführen und so ihrem Traumberuf ein Stück näherkommen.

Das „SET“ besteht aus vier Modulen, die unabhängig voneinander absolviert werden können und zwischen zehn und rund 70 Minuten dauern. Abgefragt werden Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, persönliche Interessen und berufliche Vorlieben. „Je mehr Module die Testperson beendet, umso genauer wird die Aussagekraft des Tools“, erklärt Thomas Berning, Teamleiter in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Rheine. „Es gibt aber nach jedem abgeschlossenen Modul bereits ein erstes Ergebnis.“ Die Nutzung funktioniert mit Anmeldung und Passwort.

„Ein persönliches Gespräch bei den Berufsberatern ersetzt das aber nicht“, betont Berning. „Die Ergebnisse können eine gute Grundlage sein, damit im Beratungsgespräch gezielt Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen gestellt werden können. Der Test ist kostenlos und erreichbar unter: www.arbeitsagentur.de/bildung/was-passt-zu-mir.
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