Sonderveröffentlichung

Renault bringt den Arkana nach Deutschland

Erwachsener Auftritt

Fließende Form: Auch Renault hat mit dem Arkana nun ein SUV mit coupéhafter Silhouette im Programm.

3.04.2021

Schon 2018 wurde der Renault Arkana auf der Messe Moskau Motor vorgestellt. Der coupéartige Crossover ist ein schicker Wurf.

Der Renault Arkana wurde 2018 auf der Automesse in Moskau vorgestellt. Jetzt kommt der Crossover zu Preisen ab 27 850 Euro auch bei uns auf den Markt. Das höherliegende Coupé fällt bestechend elegant aus.

Auffallend sind die heruntergezogenen Tagfahrlichter sowie die sanft abfallende Dachlinie, die in einem Heck mündet, dessen Leuchtgrafik mit der typischen Markenlinie Familienzugehörigkeit bekundet. Eine prägnante Abrisskante bezeugt einen Tick Sportlichkeit. Gebaut wird das Modell im südkoreanischen Busan.

Innen wirkt die Ausstattung wertig. Obendrein sind die Sessel komfortabel, womit sie eine harmonische Verbindung zum Fahrwerk eingehen, das nicht brachial sportlich ausgelegt ist. Stattdessen streicht der Arkana mit seiner moderat abgestimmten Dämpfung selbst hartnäckige Querfugen recht gekonnt glatt, ohne sich über Gebühr phlegmatisch zu geben. Hinreichend lustvoll lenkt sich der mit Verbundlenkerachse und leichtgängiger Servolenkung ausgestattete Renault über windungsreiches Geläuf.

Der Vierzylinder-Turbo schiebt den 1,4-Tonner souverän an. Der 1,3-Liter-Motor mit 103 kW (140 PS) lässt den Arkana mühelos mitschwimmen und bleibt zurückhaltend in der Akustik, außer man dreht ihn aus. Das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe bringt die 260 Newtonmeter gut auf die Antriebsachse. Die Automatik verrichtet ihre Arbeit ohne nennenswerte Disharmonie, nur beim Anfahren merkt man, dass hier kein Drehmomentwandler im Spiel ist.

Der Startergenerator wirft den Ottomotor zuweilen etwas burschikos an – doch damit kann man ziemlich gut leben.

Insgesamt ist der Arkana ein nicht nur schickes, sondern auch rundum gelungenes Gesamtkonzept mit einem Platzangebot, das die Mundwinkel von zumindest vier Passagieren selbst auf langen Strecken oben hält. Kein Wunder, er rangiert irgendwo zwischen Kompakt- und Mittelklasse, kommt recht erwachsen daher. Für anhaltend gute Laune sorgen auch vielfältige Infotainment-Funktionen, die über den Sieben- oder Neunzoll-Touchscreen intuitiv bedienbar sind. Inzwischen ist auch das Kombiinstrument noch ein Quäntchen flexibler in der Konfiguration – neben umfangreichen Bordcomputer-Funktionen lässt sich auch die virtuelle Straßenkarte ab der Ausstattungslinie „Intens“ direkt vor des Fahrers Augen zappen.

Um diesen zu entlasten, haben sich die Ingenieure ohnehin ins Zeug gelegt und eines der heute wichtigsten und sinnvollsten Assistenzsysteme eingebaut: den bis zum Stillstand agierenden aktiven Tempomaten (ebenfalls ab „Intens“). Dieser dürfte zwar ruhig einen Hauch schneller beschleunigen, wenn der Vordermann an der grünen Ampel losfährt, doch dafür steuert das Komfort wie Sicherheit spendende Feature virtuos durch den Feierabendverkehr, ohne dass man nennenswert eingreifen müsste.

Zeitnah kommt eine Vollhybrid-Variante sowie eine im zweiten Halbjahr startende 118 kW (160 PS) starke Benzinervariante. Manuell geschaltet wird übrigens nicht mehr – auch und damit liegt der Arkana absolut im Trend. (sp-x)