Sonderveröffentlichung

Familienzeit gesund und positiv gestalten

Familienzeit gesund und positiv gestalten


12.05.2020
Praxis für Logopädie Andra Bach

Eine Allianz zahlreicher Verbände rund um Familien- und Kindergesundheit begleitet Eltern mit einem neuen Angebot durch die Corona-Zeit. Unter www.kinderaerzte-im-netz.de finden Eltern konkrete und alltagstaugliche Tipps zu allen Themen, die sie jetzt, in Zeiten der Kontaktsperre bewegen. Darum geht`s unter anderem: Stress und Streit vorbeugen und mit allen Sinnen fürs Leben lernen. Dr. Josef Kahl von der Stiftung Kind und Jugend: „Als Kinder- und Jugendärzte bekämpfen wir gemeinsam mit unseren anderen ärztlichen Kollegen die Corona-Pandemie. Wir wissen aber auch, dass Corona und die damit verbundenen Einschränkungen viele Familien belasten, dass sie unter Sorgen, Langeweile und Überforderung leiden. Wir wollen dazu anregen, die Zeit, die Eltern und Kinder jetzt miteinander haben, positiv zu gestalten.“


Werbung für Kalorienbomben

Untersuchung im Kinder-TV

Die Zahl der Kinder mit Übergewicht hat stark zugenommen. Neben psychischen Problemen sind damit auch chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkverschleiß auf dem Vormarsch. Einige Lebensmittel- und Getränkekonzerne haben auf EU-Ebene eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, an Kinder gerichtete Werbung für stark fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel einzuschränken.

Eine Studie von Wissenschaftlerinnen der Universität Bonn zeigt: Nach dieser Vereinbarung hat in Deutschland die Zahl entsprechender an Kinder gerichteter Werbeclips abgenommen, doch die Unternehmen nutzen teils auch Lücken aus. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Food Policy“ veröffentlicht. Wie effektiv ist die Selbstbeschränkung der Lebensmittel- und Getränkekonzerne, die 2007 initiiert wurde? Hat die Zahl der an Kinder gerichteten Werbespots für stark fett , zucker- sowie salzhaltige Lebensmittel seitdem abgenommen? Diese und weitere Fragen untersuchten Wissenschaftlerinnen des Lehrstuhls für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) der Universität Bonn. „Im Rahmen der Selbstverpflichtung konnte jedes Lebensmittelunternehmen die Kriterien zunächst weitgehend selbst festlegen, ab welchem Fett-, Zucker- und Salz-Gehalt keine Werbung mehr für Kinder veröffentlicht werden sollte“, sagt Doktorandin Stefanie C. Landwehr. Später wurden diese Kriterien europaweit vereinheitlicht – aber nach wie vor werden sie von Unternehmensseite festgelegt.


Baumwolle und Seide für Masken

Nachdem im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften bundesweit Maskenpflicht herrscht und professionelle Masken Mangelware sind und für Gesundheitsfachkräfte bevorzugt zur Verfügung stehen sollten, stellen viele Menschen ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz her.

Forscher der American Chemical Society haben die Eignung verschiedener Stoffe untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass eine Kombination aus Baumwolle und Seide oder Chiffon Aerosolpartikel effektiv herausfiltern kann – vorausgesetzt, dass der Nasen-Mund-Schutz gut sitzt. Es wird angenommen, dass sich SARS-CoV-2 hauptsächlich über Speichel- oder Atemtröpfchen ausbreitet, wenn eine infizierte Person hustet, niest, spricht oder atmet.