Sonderveröffentlichung

Bestes Handwerk - Schönes Zuhause: Kompliment, altes Haus
Fenstertipp für Münster und Münsterland: VFF empfiehlt Fenster mir warmer Kante, um Energie, CO2 und Kosten zu sparen

Schick und gleichzeitig gut gedämmt

Montag, 16.07.2018, 08:26 Uhr

Neue Fenster garantieren im Rahmen einer Sanierung, dass die wohlige Wärme dort bleibt, wo sie hingehört: drinnen. Foto: VFF
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In Deutschland stammen mehr als 40 Prozent der Fenster aus der Zeit vor 1995. Sie sind energetisch veraltet. Seither hat sich jedoch viel getan: Gut gedämmte Fenster halten im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Hitze draußen. Dies verdanken sie unter anderem dem heute üblichen Mehrscheiben-Wärmedämmglas. Außerdem werden die Scheibenzwischenräume zumeist nicht mehr mit Aluminiumabstandhaltern, sondern mittels hoch dämmenden Abstandhaltern aus Spezialkunststoff oder Edelstahl verbunden. „Diese so genannte ‚warme Kante‘ hilft, Energie, CO2 und Kosten zu sparen. Gleichzeitig steigt der Wohnkomfort“, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Alte, einfach verglaste Fenster sind für rund 25 Prozent des gesamten Wärmeverlustes in einem Haus verantwortlich. Sie sind die Schwachstelle in der Gebäudehülle. Wertvolle und vor allem teure Heizenergie geht durch das Glas und den Rahmen verloren. Der Wärmeverlust steigt sogar sprunghaft an, wenn das Fenster nicht richtig schließt oder nicht mehr ganz dicht ist. Hausbesitzer, die sich für neue Fenster entscheiden, sollten daher beim Kauf mindestens ein Zweifach-Wärmeschutzglas oder aber ein Dreifach-Wärmeschutzglas wählen, denn diese Gläser sind besonders dämmend und sie bieten zusätzlich einen besseren Schall- und Einbruchschutz gegenüber der alten Einfachverglasung.

Zudem sollte man sein Augenmerk auf die Qualität des Isolierglases richten. Hier ist vor allem die Wärmeschutzverglasung aber auch der Abstandhalter im Glasrandbereich entscheidend. Ist der Abstandhalter aus Kunststoff oder Edelstahl, fließt aufgrund der geringen thermischen Leitfähigkeit des Materials nur wenig Wärmeenergie ab. Der Randbereich der Isolierverglasung wird damit wärmer. Feuchtigkeit aus der Raumluft kann hier weniger kondensieren und mögliche Schäden durch Nässe und Schimmelbildung werden vermieden. Seit Anfang der 1990er Jahre sorgen Abstandhalter aus hoch dämmendem Spezialkunststoff oder Edelstahl für die „warme Kante“ im Isolierglas. Ihre Wärmeleitfähigkeit ist so gering, dass die Differenz der Oberflächentemperatur zwischen der Mitte der Scheibe und dem Glasrand erheblich verringert wird. „In Fensternähe bleibt es dadurch auch im Winter angenehm warm. So geht bei modernen Fenstern, Türen und Fassaden kaum noch Wärme verloren“, sagt Tschorn. (VFF)

Fachleute zum Check bitten

Wenn die Installation in die Jahre kommt
Es ist brandgefährlich: Eine unzureichende oder defekte Elektroinstallation im Haus kann überlasten, daraus wird ein unbemerkter Schwelbrand, und schon steht alles in Flammen.

Gerade in älteren Gebäuden ist oft noch die ursprüngliche Elektroinstallation in Betrieb. Der Knackpunkt: Diese Installationen entsprechen häufig nur den Anforderungen der Entstehungszeit – und diese ist lange her.

Wohnungsbesitzer können die Gefahren durch einen nicht ordnungsgemäßen Zustand oftmals nicht selbst erkennen. Daher sollte ein Fachmann die Anlagen von Zeit zu Zeit prüfen. Selbst Hand anzulegen ist tabu.

Jahrzehnte alte Leitungen sind etwa nicht für den gleichzeitigen Betrieb mehrerer moderner Haushaltsgeräte ausgelegt. Für den heute üblichen gleichzeitigen Gebrauch von Computer, Wasserkocher, DVD-Player, Fernseher, Kühlschrank oder Gefriertruhe fehlt es neben Steckdosen oft auch an leistungsfähigen Leitungen.

Wer alte Leitungen erneuert, muss mitdenken und die elektrische Anlage sowie Ausstattung mit Steckdosen so großzügig planen, dass sie nicht auch für den Bedarf von morgen ausreicht.(dpa/dj)

Wenn‘s im Keller muffig riecht

Feuchtes Mauerwerk auf Dauer abdichten
Um den Geruch in der Nase zu haben, muss man nur an Partynächte in 70er-Jahre-Kellern denken. Die feucht-muffige Luft setzt sich sofort in den Kleidern fest. Niemand hat wirklich Lust, in solchen Räumen zu wohnen. Der Grund für das unbehagliche Gefühl: feuchte Wände. Wenn Mauern nicht richtig – oder gar nicht – abgedichtet sind und Nässe eindringen kann, steigt die Feuchtigkeit durch die Kapillarwirkung in den Poren der Ziegel und Mörtelfugen nach oben. Die Folge: Die Feuchtigkeit im Mauerwerk verringert den wärmedämmenden Effekt, bringt den Putz zum Bröckeln und bildet einen gefährlichen Nährboden für Schimmelpilze. Solche Kellerräume bleiben über kurz oder lang ungenutzt. „Doch es ist jederzeit möglich, die feuchten Mauern nachträglich abzudichten und dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen. Sogar, wenn die Außenwände direkt ans Erdreich grenzen.“, sagt Heiko Faltenbacher von Heck Wall Systems.

Um feuchte Keller aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken, müssen die Mauern also vor Feuchtigkeit geschützt werden. So genannte Horizontalsperren verhindern, dass Wasser im Mauerwerk nach oben steigt. In Neubauten sind solche Sperren längst Standard, in Altbauten – sofern überhaupt vorhanden – oft schadhaft. Um eine Wand nachträglich horizontal abzudichten, wird der alte Putz in einer Linie abgeschlagen und in zehn Zentimetern Abstand werden Löcher in die Wand gebohrt. Dann wird eine speziell dafür entwickelte Injektionscreme per Handpresspistole in die Hohlräume gespritzt. Von dort aus verteilt sie sich horizontal im Mauerwerksquerschnitt und verhindert das weitere Aufsteigen der Feuchtigkeit. Abschließend verschließt ein Sperrputz die Bohröffnungen.

Eine weitere Möglichkeit, die Mauer dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen, ist eine Außenabdichtung – die so genannte vertikale Abdichtung. Sie schützt Mauern mit Kontakt zum Erdreich gegen seitlich eindringendes Wasser. Dazu wird auf der Außenseite zunächst großflächig ein Spritzbewurf aufgetragen, der als Haftbrücke dient. Dann folgen ein Sperrputz und eine Dichtungsschlämme als Feuchtigkeitssperre. Abschließend sorgt eine spezielle Dämmplatte für zusätzlichen Schutz.

Ist es baulich nicht möglich, von außen an die Mauer heranzukommen, kann die Wand auch von innen abgedichtet werden. Dazu wird die Mauer innen wie bei der vertikalen Abdichtung behandelt und statt der Dämmplatte ein Sanierputz aufgebracht. Er wirkt wärmedämmend und sorgt für saubere Oberflächen. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Mauer oberhalb des erdberührten Teils horizontal abzudichten, um zu verhindern, dass sich Feuchtigkeit nach oben ausbreitet.

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