Sonderveröffentlichung

Neubau Kinderland Burg Steinfurt
Geborgenheit im Paradies

Eine ausgediente Mehrzweckhalle wurde in eine moderne Kita umgebaut

Montag, 17.02.2020, 07:19 Uhr

Das große Garten- und Spielgelände an der „Burg Steinfurt“ lässt keine Wünsche offen. Foto: lernen Fördern
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Schon das Provisorium am Grünen Weg war bei Kindern und Eltern sehr beliebt. 2018 wurde für 25 Kinder eine Übergangslösung eingerichtet, weil es nicht genug Betreuungsplätze in Steinfurt gab. Angegliedert wurde die Gruppe als zukünftige Kindertageseinrichtung der Kinderland GmbH im gemeinnützigen Unternehmensverbund „Lernen fördern“. Seit August 2019 gibt es in den neuen Räumen drei „richtige“ Gruppen, am morgigen Sonntag, 16. Februar, wird offiziell die Eröffnung gefeiert.

Dort, wo früher eine alte Turnhalle vor sich hin muffelte, gibt es nun drei wunderbare, helle und freundliche Gruppen- und schöne Gemeinschaftsräume. Die „Burg Steinfurt“ entstand in der alten Mehrzweckhalle des ehemaligen Jugenddorfes, die zudem um einen Anbau erweitert wurde. Die interessante Raumhöhe und der Ausbau in zwei Ebenen bis unter das Hallendach machen den besonderen Charme der Raumaufteilung aus.

»Wenn das mal unsere Kita ist, dann geben wir sie nie wieder ab. Das wird ein Paradies.«

Kinder der Burg

Wie in einer echten Burg gibt es verwinkelte Zugänge und Verbindungen auch dort, wo man eigentlich keine erwartet. So haben sich die Teammitglieder um Einrichtungsleiter und Burgherr Kayne Köhler auch für jeden Winkel einen besonderen Namen ausgedacht, der an das „echte“ Burgleben erinnert: Die Toiletten heißen „Plumpsklos“, die Stauräume „Arsenale“ und die Turnhalle ist der „Ballsaal“. Bei allen Planungen und bei der Gestaltung haben das Team und vor allem Kayne Köhler eng mit dem KSH Architektenteam Krause aus Ibbenbüren zusammengearbeitet. 32 Räume werden nun insgesamt mit Leben gefüllt. Geheizt werden die Gebäude übrigens aus dem Blockheizkraftwerk mit Biogas.
 
Geborgenheit im Paradies Image 1
Draußen im großen Garten eröffnet sich dann ein weiteres Paradies: Auch hier hat sich Burgherr Kayne in die Planung eingebracht und entstanden ist ein Spielgelände mit Burg, mit Fußballplatz, mit Bergen und Höhlen und mit einer super Rallye-Strecke für Bobbycar und Co.

„Unsere ersten Kinder konnten von ihrem Ausweichquartier aus die Entstehung ‚ihrer Burg‘ live miterleben und haben so eine ganz besondere Beziehung aufgebaut“, erzählt Kayne Köhler. Im heißen Sommer wurden die Bauarbeiter fast täglich besucht und bekamen Eis und Erfrischungen von den Kids. „Auch die Kooperation und Zusammenarbeit mit den Auszubildenden des Lernen fördern-Verbundes direkt nebenan war super. Da ist sehr viel Gemeinschaft entstanden“, schwärmt der Burgherr immer noch. Und das geht natürlich im Kita-Alltag weiter: Das Mittagessen wird direkt in der Ausbildungsküche nebenan gekocht: frisch, regional, möglichst sogar mit Gemüse aus eigenem Anbau. Wann immer es Ideen zum Werkeln und Basteln gibt, für die man Fachleute und eine Werkstatt braucht – nebenan ist auch diese.
 
Kayne Köhler, der Burgherr: Viele Ideen für die Burg Steinfurt stammen von ihm und wurden erfolgreich umgesetzt. Fotos(2):Simone Friedrichs
Kayne Köhler, der Burgherr: Viele Ideen für die Burg Steinfurt stammen von ihm und wurden erfolgreich umgesetzt. Fotos(2):Simone Friedrichs
Im Team der Burg Steinfurt engagieren sich 13 Mitarbeiter für das Wohl von derzeit 51 Kindern: Dazu gehören acht pädagogische Fachkräfte, ein Praktikant, ein Bufdi, eine Hauswirtschaftskraft, zwei Reinigungskräfte und ein Therapiehund.

Die pädagogische Ausrichtung der Burg Steinfurt ist an die Reggio-Pädagogik angelehnt. „Das heißt, dass die Kinder keinen festen Plan vorgelegt bekommen, sondern dass gemeinsam mit den Kindern entsprechend ihrer Ideen und Wünsche die Programme erarbeitet werden“, erklärt Köhler komprimiert. Dazu gehört auch, dass die Kinder nicht mit Unmengen von Farben und buntem Spielzeug bombardiert werden. „Reizüberflutung tut der Fantasie der Kinder nicht gut. Bei uns können sie aus viel weniger viel mehr selber machen.“

Eine weitere Besonderheit des Kinderlandes sind die flexiblen Betreuungszeiten: von 7 bis 17 Uhr mit nur zwei Schließungstagen im Jahr für die pädagogische Planung.

Am Tag der offenen Tür am Sonntag von 14 bis 17 Uhr gibt es ein Kuchenbuffet, Kinderschminken, Mosaikbilder auf Holz, verschiedene Aktionen in den Funktionsräumen und natürlich jede Menge Informationen für Eltern und Interessierte.

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