Sonderveröffentlichung

Geschenkideen aus der Region
Schnuppern, fühlen, horchen

Sicheres Spielzeug am besten im Einzelhandel kaufen

Montag, 17.12.2018, 05:29 Uhr

Wer Spielzeug vor dem Kauf in die Hände nehmen und ausprobieren kann, erkennt dabei riskante Produkte sofort und kann sie wieder ins Regal stellen. Foto: Colourbox.de
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Weihnachten naht. Beim Kinderspielzeug ist die Auswahl an Geschenken riesig, doch Sicherheit ist dabei keine Selbstverständlichkeit. Trotz EU-Spielzeugrichtlinie, CE- und GS-Zeichen schaffen es immer wieder Spielzeuge mit Gefahrenquellen auf den deutschen Markt, warnt die Initiative „Das sichere Haus“ (DSH). Ein Beispiel sei die klassische Spielzeugbahn aus Holz. Bei mangelhaften Exemplaren kann es passieren, dass sich Teile lösen. Nimmt ein Kleinkind sie in den Mund, kann es daran ersticken. „Schnuppern, fühlen und horchen“, rät daher DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk.

Ein starker Geruch nach „Chemie“ weist oft auf eine hohe Schadstoffbelastung hin und ist damit ungeeignet fürs Kinderzimmer. Biegsame Puppen, aufblasbare Bälle und anderes Spielzeug aus weichem Kunststoff können mit Weichmachern oder Schwermetallen wie Blei oder Cadmium belastet und damit ein Gesundheitsrisiko sein. Beim Fühl-Test offen baren sich spitze Ecken, scharfe Kanten und Holzsplitter.

Besonders riskant sind verschluckte Magneten. Sie können sich im Körper gegenseitig anziehen und dabei schwere bis tödliche Verletzungen verursachen. Nicht umsonst muss Magnetspielzeug einen deutlich sichtbaren Warnhinweis tragen. Spielzeuge mit langen Ketten oder Schnüren sollten wegen der Strangulationsgefahr als Geschenke zumindest für Babys und Kleinkinder tabu sein. Nicht zu unterschätzen ist auch der Faktor Lärm. Viele Kinderhandys, Kuscheltiere und Spielzeugpistolen überschreiten mit ihren Tönen und Melodien die Grenzwerte. Da Kinder das Spielzeug oft direkt ans Ohr halten, kann ihr empfindliches Gehör dauerhaft geschädigt werden.

Wer Spielzeug vorab in die Hände nehmen und ausprobieren kann, erkennt dabei riskante Produkte sofort und kann sie wieder ins Regal stellen. Möglich ist dies eher im stationären Handel mit konkretem Ansprechpartner als bei Online-Käufen. Achten sollten Spielzeug-Käufer außerdem auf Altersbeschränkungen und Hinweise wie „Nicht für Kinder unter 36 Monaten“ oder „Kleinteile können verschluckt werden“. (ots)

Weitere Sicherheitstipps gibt die Initiative „Das sichere Haus“ auf ihrer Homepage https://das-sichere-haus.de/sicher-leben/weihnachtszeit/.
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