Sonderveröffentlichung

Geschichte in Film und Festschrift

Ehemalige, Studierende, Mitarbeiter, Professoren und Freunde des Fachbereichs feiern gemeinsam

Mittwoch, 15.05.2019, 06:50 Uhr

Fotos: WWU
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Die Liste der Promovenden und Habilitanden bis 1902 wurden zurückverfolgt, Gespräche mit emeritierten Professoren geführt und auf Video aufgezeichnet, viele Informationen über die Zeit vor und nach der Trennung der Fakultäten dokumentiert. Bereits vor mehreren Jahren stand für den Fachbereich 4, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der WWU, eines fest: 2019 ihre ersten 50 Jahre als eigenständige Fakultät zu feiern. Das Ergebnis ist ein Fakultätsfilm, in dem Studierende, Ehemalige, Mitarbeiter und Professoren ihren Blick auf einzelne Facetten des Fakultätsgeschehens in den vergangenen 50 Jahren und heute werfen. Auch eine Jubiläumsschrift ist entstanden, ein Band mit über 300 Seiten, an dem zahlreiche Autoren mitgewirkt haben. „Die Schwerpunkte bilden eine Momentaufnahme des Fachbereichs in seiner großen Vielfalt, seine Entwicklungslinien bis und vor allem nach 1969 sowie seine Perspektiven“, freut sich die Dekanin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Professorin Dr. Theresia Theurl. Ehemalige, Studierende, Mitarbeiter, Professoren und Freunde des Fachbereichs feiern am Freitag, 17. Mai, gemeinsam das 50-jährige Bestehen. Im Innenhof des Juridicum/Oeconomicum findet der gesellige Teil statt, um die 1000 Absolventen, ehemalige und aktuelle Mitarbeiter und Professoren sowie Studierende nehmen daran teil. Ein Posterprojekt ging voraus, zu dem die besten Nachwuchswissenschaftler in den Kategorien Digitalisierung, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung von 10.30 bis 11.30 Uhr prämiert werden. Zusätzlich findet ein Jubiläumsempfang mit einem FB4-Quiz für die Mitarbeiter aus Wissenschaft und Verwaltung statt.

Als Hauptredner zum Fest ist der ehemalige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), Hans Werner Sinn, zu Gast. Er selbst ist Absolvent des Fachbereichs und hat von 1967 bis 1972 in Münster Volkswirtschaftslehre studiert – und kennt damit die alte und die neue Fakultät. Für den späteren Abend hat die Fachschaft eine Jubiläumsparty im Jovel organisiert.

Mit Filmklassikern lockte die WWU bereits in der Woche ins Schlosstheater, darunter: „Wallstreet“, „Moneyball“, „The Social Network“ und „Eins, Zwei, Drei“ – eine Komödie rund um den Chef der Coca-Cola-Filiale in West-Berlin. Finance, Marketing, Data Analytics und Social Media wurden hier thematisch aufgegriffen und auch anschließend mit Experten aus den entsprechenden Feldern diskutiert.

Insgesamt werde das Jubiläum zum 50. Geburtstag eine Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in ihrer Vielfalt, in ihrer Dynamik und in ihrem Zusammenhalt zeigen. „Sie ist für die Herausforderungen der Zukunft bestens vorbereitet“, ist sich Professorin Dr. Theurl sicher.

3 Fragen an...

Professorin Dr. Theresia Theurl
Professorin Dr. Theresia Theurl
Was ist das Besondere der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät?

Professorin Dr. Theresia Theurl: Sie hat ihre Größe und Vielfalt zu ihrer Stärke entwickelt und in neun Centern gebündelt. Für alle Herausforderungen hat sie konstruktive Lösungen gefunden, eine Voraussetzung für den Erfolg im Wettbewerb um die besten Köpfe bei den Studierenden, Professoren und Mitarbeitern.

Wie international ist die Fakultät?

Professorin Dr. Theresia Theurl: Internationale Gastprofessoren bieten Lehrveranstaltungen am FB4 an und arbeiten an kooperativen Forschungsprojekten. Zahlreiche Partnerschaftsabkommen mit Universitäten in allen Teilen der Welt ermöglichen es unseren Studierenden, Teile ihres Studiums im Ausland zu absolvieren, und internationale Studierende nach Münster zu holen.

Welche Bedeutung hat die Praxis für den FB4?

Professorin Dr. Theresia Theurl: Die Kombination eines konsequenten theoretischen Fundaments mit unternehmerischer, gesellschafts- oder wirtschaftspolitischer Anwendung zeichnet den Fachbereich aus. Diese Orientierung hat dazu geführt, dass die „third mission“ – die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft und Universität – für den FB4 in seiner Geschichte seit jeher konkrete Bedeutung hatte.



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