Sonderveröffentlichung

Im Trend: Bauen mit Holz

Gut für Klima und Wohnqualität

Holz gehört zu den ältesten Baustoffen und wird bei Bauherren immer beliebter. Foto: Fullwood Wohnblockhaus/Bausparkasse Schwäbisch Hal

9.05.2020

Beim Bauen von Anfang an etwas für die Klimabilanz tun? Der Werkstoff Holz macht es möglich: Er bindet Kohlendioxid und hilft so, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu senken. Doch es gibt auch Nachteile. Was man beim Bauen mit Holz beachten sollte, erklärt Architekt Sven Haustein von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. 

Energiesparen beim Hausbau beginnt mit der Wahl des Baustoffes. „CO2-neutrales Bauen gelingt ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen“, sagt Schwäbisch Hall-Experte Sven Haustein. „In erster Linie also mit Holz.“ Andere Baustoffe müssen unter erheblichem Energieaufwand hergestellt werden. Das dabei entstehende Treibhausgas kann in der Summe nicht oder kaum mehr kompensiert werden. Vollholz dagegen, nicht verleimt und luftgetrocknet, nimmt CO2 aus der Atmosphäre auf. Nach Angaben des Österreichischen Instituts für Baubiologie (IBO) binden 1000 Kilogramm Vollholz 1550 Kilogramm CO2. Der Waldbestand wird durch das Bauen mit Holz übrigens noch nicht gefährdet: Zumindest zurzeit wächst in Deutschland mehr nutzbares Holz nach, als geschlagen wird.

Wohnhäuser aus Holz senken nicht nur den Energieverbrauch, sondern bringen auch finanzielles Sparpotenzial mit – schon im ersten Jahr. „Ein Holzhaus wird trocken errichtet und braucht damit beispielsweise kein Wasser für den Verputz. Das verkürzt zum einen die Bauphase und spart zum anderen Kosten, da das Gebäude nicht trockengeheizt werden muss“, erläutert Haustein.

Darüber hinaus lockt finanzielle Unterstützung: Die KfW bietet bei Erfüllung einiger Kriterien Förderungen an. Diese sind abhängig vom Energiebedarf des Gebäudes und beinhalten beispielsweise Anforderungen an die Luftdichtheit und Thermik der Gebäudehülle. Höhere Anforderungen an den Wärmeschutz können mit einem Holzhaus sogar kostengünstiger erfüllt werden.


»Beim modernen Holzbau werden computergesteuert Wand- und Deckenelemente erstellt, die Außenseite wird witterungsbeständig verputzt.«

Sven Haustein, Architekt


Das Material Holz bringt Vorteile mit: Es ermöglicht eine ökologische Bauweise und ist recyclebar. „Auch bei der Reparaturfähigkeit schneidet Holz gut ab“, so Haustein. „Holzfenster sehen nach einer Lasur wieder wie neu aus.“ Der Nachteil von Holz: Schlechterer Schallschutz, der aber über eine intelligente Konstruktion verbessert werden kann. Beim Brandschutz wiederum braucht sich das natürliche Material nicht zu verstecken: Im Falle eines Brandes hat Holz eine vergleichbar hohe Standsicherheit und Stabilität, da die Balken von außen nach innen heraus brennen. Holzbrände erzeugen zudem keine so giftigen Gase und Rauch wie Kunststoff. Zum Schutz der Holzkonstruktion können zusätzlich nicht brennbare Bauplatten verbaut werden.

Heute sind übliche Raumgrößen ohne Stützbalken möglich. „Beim modernen Holzbau werden computergesteuert Wand- und Deckenelemente erstellt, die Außenseite wird witterungsbeständig verputzt“, erklärt der Schwäbisch Hall-Architekt. Bei der Bestellung des Baumaterials geben Siegel Orientierung. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wird etwa mit dem FSC-Siegel des Forest Stewardship Councils gekennzeichnet. Das Naturland-Siegel steht für ökologische Waldnutzung und die Einhaltung der strengen Naturland-Richtlinien.


Ganz natürlich gedämm

Modernisieren verbessert gleichermaßen Bausubstanz und Wohlfühlgefühl Zuhause. Mit dem Klimapaket 2020 erhalten private Bauherren zusätzliche finanzielle Unterstützung. Doppelt gut beraten ist, wer Energieeffizienz mit Ökologie kombiniert. Holzfaser-Dämmstoffe etwa sind von Natur aus dämmstark und ermöglichen eine gesunde, behagliche Wohnatmosphäre. Den Klimaschutz gibt‘s on top: Denn Holzfasern speichern CO2 und reduzieren als Dämmung dauerhaft den Verbrauch von Heizenergie. Die Menge, die als Dämmstoff in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus verbaut wird, spart im Laufe eines Gebäudelebens rund 500 Tonnen CO2-Emission ein. Das entspricht dem Ausstoß eines modernen Mittelklassewagens auf etwa 3 Millionen gefahrenen Kilometern. (akz-o)


Farbe neu erleben

Menschen verbringen im Schnitt 80 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Daher kommt gesundem Wohnklima und gutem Design eine wichtige Rolle zu. Eine unbelastete Luft in den Innenräumen und ein farbenfrohes Ambiente fördern das Wohlbefinden. Gesundes Wohnen wird unter anderem mit der neuen Rezeptur der Innenfarbenkollektion Caparol Icons ermöglicht. Die wasserbasierten Farben sind nicht nur lösemittel- und weichmacherfrei, sondern auch geruchsneutral. Für die Herstellung wird Wasser aus einer Quelle im Odenwald verwendet, die Produktion ist CO2-neutral. Hinzu kommen sehr niedrige Emissions- und Lösemittelwerte. Sie sind für das Wohlbefinden besonders wichtig: Mit diesen Farben frisch gestrichene Räume können unmittelbar nach der Neugestaltung wieder bezogen werden. (akz-o)