Sonderveröffentlichung

Berufswahl
Gute Zukunftsperspektiven

Kaufleute im Gesundheitswesen: Beruf mit Fingerspitzengefühl für Menschen und Zahlen

Montag, 10.06.2019, 08:32 Uhr

Jana Westermann (l.) hat ihre Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen äußerst erfolgreich abgeschlossen. Angeleitet wurde sie unter anderem von Laura Harms, Ausbildungskoordinatorin im St. Josef-Stift in Sendenhorst. Foto: St. Josef-Stift
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Der begehrte Klassiker unter den Verwaltungsberufen ist die kaufmännische Ausbildung: Im boomenden Gesundheitsmarkt heißt sie „Kaufmann/ Kauffrau im Gesundheitswesen“. Wer seine Ausbildung erfolgreich abschließt, hat super Chancen auf dem Arbeitsmarkt, beispielsweise in Krankenhäusern, bei Krankenkassen, großen Arztpraxen/MVZ oder auch in Pflegeeinrichtungen. 

Auch Jana Westermann ist diesen Weg gegangen und hat ihn vor kurzem in verkürzter Ausbildungszeit nach nur zweieinhalb Jahren mit der Traumnote „sehr gut“ abgeschlossen. Mit ihrer Berufswahl ist die Drensteinfurterin und jetzige Wahl-Münsteranerin ihren Interessen gefolgt. „Das Gesundheitswesen hat mich schon immer interessiert“, erzählt sie. Nach dem Abitur hatte sie zunächst ein Lehramtsstudium beginnen wollen, doch nach dem Eignungspraktikum revidierte sie ihre Wahl und entschied sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr, das sie im St. Josef-Stift Sendenhorst absolvierte. In dieser Zeit reifte die Entscheidung für die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen.

Der gute Ruf der Fachklinik stand schließlich auch Pate bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs. Der schulische Teil der Ausbildung am Hansa-Berufskolleg umfasste unter anderem die Kernfächer Steuerungs- und Abrechnungsprozesse, Gesundheitsmanagement und ihr Lieblingsfach Dienstleistungsprozesse. „Im Praxisteil im St. Josef-Stift konnte ich dann das neu erworbene Wissen direkt anwenden“, blickt Jana Westermann zurück. Dabei hat sie in der Fachklinik sehr viele unterschiedliche Einsatzbereiche durchlaufen, unter anderem stationäre Aufnahme und Patientenmanagement, Reha-Klinik, Buchhaltung und Einkauf, Personalabteilung und Sekretariat der Geschäftsführung.

»Die Ausbildung hat mich weiter gebracht als ein Studium, bei dem mir das konkrete Ziel und der Praxisbezug gefehlt hat.«

Jana Westermann, Azubi

„Der Vorteil bei einer Ausbildung im Krankenhaus liegt darin, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Berufsgruppen im Gesundheitswesen näher kennenzulernen“, sagt Ausbildungskoordinatorin Laura Harms. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte einen guten Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur haben. Auch gute EDV-Kenntnisse, eine Affinität zu Zahlen, Organisationstalent, Sorgfalt und soziale Kompetenz sind ideale Voraussetzungen.

Für Jana Westermann ist die Rechnung aufgegangen. Das in der Ausbildung erworbene Wissen ist nun eine gute Grundlage für den Berufseinstieg in der Personalabteilung des St. Josef-Stifts. „Die Ausbildung hat mich weiter gebracht als ein Studium, bei dem mir das konkrete Ziel und der Praxisbezug gefehlt hat“, so Jana Westermann. Auf Basis ihrer Ausbildung stehen ihr viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen – und auch der Weg, später ein Studium draufzusatteln. (pm)

azubi.ms

Soft Skills sollten erklärt werden

Soft Skills sollten Bewerber mit eigenen Worten beschreiben. Verlangt ein Job nach Stressresistenz, kann man im Anschreiben zum Beispiel erwähnen, auch unter Druck fehlerfrei zu arbeiten. Das wirkt besser, als nur die Anforderungen der Ausschreibung nachzuplappern, erklärt Personalexperte Claus Peter Müller-Thurau.

Wichtig außerdem: Soziale und andere Fähigkeiten sollten zum Job passen. Wer sich etwa als Assistent der Geschäftsführung bewirbt, muss nicht zwingend teamfähig sein – schließlich arbeitet er in der Praxis meist alleine als rechte Hand des Chefs. Zuverlässig und vertrauenswürdig zu sein, wäre in diesem Beispiel wichtiger. (dpa)

Wer die Kosten übernimmt

Fahrten zum Vorstellungsgespräch
Von München nach Hamburg und zurück – wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, ist mitunter schnell eine gute Summe für die Anreise los. Muss der Arbeitgeber die Anfahrtskosten für den Bewerbungstermin bezahlen?

„Wenn der Arbeitgeber einen Bewerber bittet, zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen, und nichts zu den Anreisekosten vereinbart ist, muss der Arbeitgeber sie in der Regel tragen“, erläutert Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Zu erstattende Kosten seien bei Anreise mit dem eigenen Pkw die aus dem Steuerrecht bekannten Pauschbeträge von 30 Cent pro Kilometer. Ein Arbeitgeber kann diese Erstattungspflicht aber ausdrücklich mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ausschließen, so Meyer, der Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) ist. Dann trägt der Bewerber die Fahrtkosten selbst. Oder der Arbeitgeber könne zum Beispiel festlegen, dass er nur die Kosten erstattet, die bei einer Fahrt mit der Deutschen Bahn in der zweiten Klasse entstehen. Übernachtet ein Bewerber für das Vorstellungsgespräch vor Ort, gelten die gleichen Grundsätze. Übernachtungen sind aber nicht verkehrsüblich und damit nicht erstattungsfähig, wenn der Bewerber ohne Probleme auch am Vorstellungstag an- und abreisen kann.

Ebenfalls eindeutig ist die Sache, wenn es um die Zeit geht: Wer sich für ein Bewerbungsgespräch Urlaub nimmt oder Arbeitszeit in seinem aktuellen Job verpasst, hat keinen Anspruch darauf, dass der potenzielle neue Arbeitgeber den Verdienstausfall ersetzt. (dpa)
  
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