Sonderveröffentlichung

Hier gibt es Unterstützung

Berufsstart: Hilfsangebote für Jugendliche ohne Ausbildungsstelle

Montag, 30.09.2019, 15:30 Uhr

Wer eine Ausbildung machen will, aber nur Absagen auf seine Bewerbung erhält, kann sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden. Foto: dpa-tmn
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Zahlreiche Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt – obwohl gleichzeitig viele Jugendliche keine Azubi-Stelle finden. Immerhin: Für sie gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Die Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle bereitet manchen Jugendlichen Probleme. Wer schon in der Schule Schwierigkeiten hat oder nicht sicher ist, ob er den Abschluss schaffen kann, kann sich in einem ersten Schritt an seine Lehrkräfte wenden. Das rät die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Berufswahlmagazin „Planet Beruf“.

Schüler, die einen Haupt- oder Förderschulabschluss anstreben, haben nämlich die Möglichkeit, sich von einem Berufseinstiegsbegleiter beim Übergang ins das Arbeitsleben unterstützen zu lassen. Ob es diese Möglichkeit an der entsprechenden Bildungseinrichtung gibt, erfahren Schüler am schnellsten bei ihrem Lehrer.

Bei der Berufseinstiegsbegleitung bekommen Schüler Hilfe beim Erreichen des Schulabschlusses, bei persönlichen Problemen und bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle. Der Begleiter berät Schüler bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen und ist auch in den ersten sechs Monaten der Ausbildung weiterhin Ansprechpartner.

Wer immer wieder Absagen auf Bewerbungen erhält, kann sich an die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit wenden. Schüler können persönlich, online oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Die Berufsberater gehen dann mit den Jugendlichen Bewerbungsunterlagen durch und zeigen ihnen, was sie noch besser machen können. Vielleicht findet sich auch eine Alternative zum Traumberuf, die besser zu den individuellen Stärken passt.

Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann eine Art längeres Praktikum machen, das sich Einstiegsqualifizierung nennt. Es biete sich vor allem für Jugendliche an, die schon eine genaue Vorstellung davon haben, was sie machen möchten, aber nicht alle Voraussetzungen erfüllen, heißt es im Berufswahlmagazin. Das Praktikum bieten viele Betriebe an, es wird über die Bundesagentur für Arbeit vermittelt und dauert sechs bis zwölf Monate.

Daneben haben die Länder verschiedene schulische Überbrückungsmöglichkeiten im Angebot, wie es in dem Magazin heißt. So gibt es zum Beispiel in einigen Bundesländern das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), um Schüler fit für das Berufsleben zu machen. Jugendliche erhalten weiter Unterricht, können ihren Abschluss verbessern oder sogar nachholen. In Übungen und Praktika lernen die Schüler verschiedene Berufsfelder kennen. Eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten gibt es auf planet-beruf.de. (dpa)

Keine „Loseblattsammlung“

Tipps für Berufsanfänger
Selbst auf scheinbar aussichtslose Positionen sollten sich Berufseinsteiger bewerben. Erfolglose Versuche können zumindest als gutes Training gesehen werden. Foto: contrastwerkstatt/ fotolia/randstad
Selbst auf scheinbar aussichtslose Positionen sollten sich Berufseinsteiger bewerben. Erfolglose Versuche können zumindest als gutes Training gesehen werden. Foto: contrastwerkstatt/ fotolia/randstad
Abgeschlossene Ausbildung, Fremdsprachenkenntnis, Auslandserfahrung, fünf Jahre Berufspraxis und das mit 21 Jahren: In manchen Stellenausschreibungen wird nach der eierlegenden Wollmilchsau gesucht. Gerade für Berufseinsteiger sind solche Anforderungen entmutigend und kaum zu erfüllen.

Dennoch empfehlen Experten, sich sogar auf scheinbar aussichtslose Positionen zu bewerben. Mit guten Bewerbungsunterlagen können Berufseinsteiger nämlich oft von den eigenen Kompetenzen, der Motivation sowie der Persönlichkeit überzeugen. Drei Dinge sind laut Petra Timm von Randstad Deutschland zu beherzigen: Die Bewerbung sollte vollständig, ordentlich und übersichtlich sein. Flecken, Knicke und Risse sind deshalb zu vermeiden.

Auch „Loseblattsammlungen“ kommen nicht gut an. Empfehlenswert sind Klemmmappen, bei der Online-Bewerbung wird alles in einer PDF-Datei zusammengefasst. Darin enthalten sind das Anschreiben, der Lebenslauf, das Schulzeugnis und Nachweise über Praktika oder ehrenamtliches Engagement. So kann gezeigt werden, dass auch Berufseinsteiger nicht bei null anfangen.

Doch selbst wenn die ersten Bewerbungsschreiben abgelehnt werden, raten Experten, den Prozess als Training zu sehen. So legt sich die Nervosität etwas, der Bewerber wirkt beim nächsten Mal souveräner – und gar nicht mehr wie ein Einsteiger. (txn.de)

Gut aussehen in sozialen Netzwerken

Das berufliche Profil landet bei Xing, Fotos bei Instagram, Videos bei Youtube, kurze Nachrichten bei Twitter – wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Angehende Auszubildende und Arbeitnehmer sollten deshalb ihr Netzprofil konsequent pflegen und kontrollieren.

„Im Social Media-Bereich empfiehlt es sich, jedes Textund Bildposting vor der Veröffentlichung selbstkritisch zu prüfen“, sagt Petra Timm von Randstad Deutschland. Der erste Gedanke sollte dabei sein: Möchte ich, dass mein jetziger oder künftiger Chef das hier sieht? Auch wichtig: Berufsnetzwerke wie Xing und Linkedin unterscheiden sich deutlich von Facebook oder Instagram. Private Kommentare und ein flirtender Unterton sind praktisch tabu. Der Umgang miteinander ist professionell und seriös.

Und für das berufliche Netzwerken gilt: Kontakte nicht erst knüpfen, wenn bereits konkrete Unterstützung gesucht wird. Wer in Vorleistung geht, bleibt bei anderen in guter Erinnerung. (txn.de)

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