Sonderveröffentlichung

Bestes Handwerk - Schönes Zuhause - Warmes Zuhause
Im Winter warm, im Sommer kühl

Lieber Wärme ernten, als Zukunft verheizen

Montag, 15.10.2018, 09:08 Uhr

Eine Wärmepumpe sorgt in jeder Jahreszeit für eine Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden. Foto: Bundesverband Wärmepumpe
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Platten Peter
Thiemann´s Rasenhof
Der zurückliegende Sommer hat Europa vereint. Denn er ließ auch die Nordeuropäer spüren, welche Folgen der Klimawandel für unseren Planeten haben kann. Ernten vertrockneten und verbrannten, Strom und Wasser wurden knapp. Jedoch nicht nur Hitze und Dürre, sondern auch Kälte und Unwetter wie Stürme, Hagel und Starkregen werden nach Einschätzung von Klimaforschern als Folge der Erderwärmung zunehmen. Wann handeln, wenn nicht jetzt?

Die Erderwärmung wird maßgeblich durch den kontinuierlich wachsenden Ausstoß von Kohlendioxid verursacht. Dabei entfallen knapp 40 Prozent der CO²-Emissionen in Deutschland auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser. Im Pariser Klimaschutzabkommen wurden verbindlich Ziele vereinbart, um die Erwärmung der Atmosphäre zu drosseln. Doch die Energiewende stockt und 13 Millionen überalterte Heizkessel leisten nach wie vor ihren schädlichen Beitrag zur verheerenden Erderwärmung.

Unter den modernen Heizsystemen wird die Wärmepumpe von vielen Experten als die wichtigste Heiztechnologie für eine klimaschonende Wärmeversorgung betrachtet. Warum? „Wärmepumpen sind hocheffizient, sie ernten quasi die Energie aus der Umwelt zum Heizen und Kühlen“, so Dr. Martin Sabel vom Bundesverband Wärmepumpe. „Die Potenziale zur Nutzung von Erd- und Umweltwärme sind nach menschlichem Ermessen unbegrenzt und Wärmepumpen können außerdem zur Stabilität des Stromsystems beitragen“, so Sabel weiter. In zahlreichen Studien wird daher geschlussfolgert, dass der Zubau von Wärmepumpen in Deutschland deutlich beschleunigt werden muss.

Zukünftig wird uns auch das Thema Kühlen aufgrund der Erderwärmung und extremer Temperaturen auch in Nordeuropa mehr und mehr beschäftigen. Wärmepumpen sind das einzige Heizsystem, das im Sommer die Raumtemperatur auch absenken kann. Besonders effizient ist die passive Kühlung. Hierbei wird die überschüssige Raumwärme über Erdsonden oder Brunnenanlagen in den Untergrund abgeführt. Die zusätzlichen Investitionskosten in einen Plattenwärmetauscher und Umwälzpumpe sind vernachlässigbar. Betriebskosten fallen lediglich für die Zirkulation an. Eine passive Kühlung des Gebäudes über Erdsonden oder Brunnen verursacht praktisch keine Emissionen. Auch Luftwärmepumpen können im sogenannten reversiblen Betrieb Gebäude kühlen.

Solarthermie: Wenn die Effizienz leidet

Regelmäßige Kontrolle ratsam
Sinkt der Ertrag der Solarthermieanlage stark ab, kann dies auch an der Solarflüssigkeit liegen. Sie stehe unter hohem thermischem Stress und altere damit, erklärt Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Bestandteile der Flüssigkeit können ausflocken und die Pumpe oder einzelne Röhren blockieren.

Für Betreiber ist das schwer zu erkennen: „Dazu muss etwas Flüssigkeit aus der Solarleitung gezapft werden“, erklärt Ebisch. „Dann würde man an der Farbe oder am Geruch Veränderungen feststellen können.“ Außerdem wird der unter den Alterserscheinungen leidende Frostschutz überprüft. „Das sind sicherlich keine Tätigkeiten für den Endkunden“, sagt Ebisch. Auch der Austausch der Solarflüssigkeit gehört dazu.

Allerdings kann die Solaranlage auch mal etwas Flüssigkeit verlieren, zum Beispiel durch ein defektes Ausdehnungsgefäß. Ob das der Fall ist, kann der Laie durchaus selbst erkennen – am Druckmessgerät, dem sogenannten Manometer.

Bei Solarthermie-Anlagen lässt sich der Ertrag so kontrollieren: Wer einen Wärmemengenzähler hat, kann die Werte direkt ablesen. An anderen Anlagen sollten Besitzer Hand anlegen: An sonnigen Tagen sollten sie prüfen, ob die Pumpe läuft und ob sich die warme Leitung der Anlage wärmer anfühlt als die kalte Leitung. (dpa)
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