Sonderveröffentlichung

Münster wird enkeltauglich
Impulse für die Zukunft

Nachhaltig wirtschaften in einer wachsenden Stadt

Sonntag, 09.12.2018, 10:26 Uhr

Die Preiskugel wurde am 20. November in einer Feierstunde in Münster übergeben. Als Sieger-Stadt erhält Münster von der Allianz-Umweltstiftung eine Fördersumme von 30 000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Foto: Heiner Witte
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Münster ist vielfach preisgekrönt: Klimahauptstadt, Fahrradhauptstadt, lebenswerteste Stadt der Welt, kinderfreundliche Stadt – nun lässt sich die Liste auch noch um „Stadt der Nachhaltigkeit“ ergänzen.

Denn die Domstadt gehört auch in dieser Kategorie ab sofort zu den nachhaltigsten Großstädten Deutschlands und wird mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 ausgezeichnet. Die Expertenjury unter dem Vorsitz von Professor Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, würdigt mit der Preisvergabe den verantwortungsvollen Umgang der Stadt mit natürlichen Ressourcen und ihre Anstrengungen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Impulse für die Zukunft Image 1
„Die Stadt Münster nimmt den Nachhaltig-
keitsgedanken der Generationengerechtigkeit ernst“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Jury bescheinigt der Stadt nachhaltige und in diesem Punkt vorbildliche Projekte, die helfen, soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen gemeinschaftlich zu meistern.

Matthias Peck, Nachhaltigkeitsdezernent der Stadt, verweist darauf, dass Münster als eine der ersten Städte weltweit die globalen Nachhaltigkeitsziele über das Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“ lokal heruntergebrochen habe. „Die Inhalte und Ergebnisse fließen in den laufenden Stadtentwicklungsprozess ‚MünsterZukünfte 20 | 30 | 50‘ ein.“ Münsters Fahrplan für die Zukunft beschreibt er mit dem für die Bewerbung entwickelten Slogan: „Wir machen Münster enkeltauglich.“

Die Strategie bildet eine Klammer um die mehr als 50 bestehenden Strategien und Konzepte – von Armutsprävention bis zur sozialgerechten Bodennutzung – und liefert zusätzliche Impulse beispielsweise zu Konsum und Lebensstilen oder Bildung für nachhaltige Entwicklung.

„Beim Besuch der Jury im Sommer dieses Jahres hatten wir die Möglichkeit, das vielfältige Engagement für nachhaltiges Leben und Wirtschaften in einer wachsenden Stadt, die die Gestaltungsmöglichkeiten nachfolgender Generationen im Blick behält, ausführlich vorzustellen“, sagt Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck und verweist auf das Strategiekonzept, das die Stadt als eine von 15 Modellkommunen in Nordrhein- Westfalen gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Stadtgesellschaft erarbeitet hat.


30 000 Euro Preisgeld

Die Preiskugel wurde am 20. November in einer Feierstunde in Münster übergeben. Die offizielle Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises findet am heutigen Freitag, 7. Dezember, bei einer festlichen Gala im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt. Die Stadt Münster wird dort ihre Nachhaltigkeitsstrategie einem großen Publikum vorstellen und über die Verwendung des Preisgelds berichten.

Bereits im Juni setzte sich Münster in einem starken Bewerberfeld in der Endrunde gegen Mannheim und Heidelberg durch. Die unter Federführung des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zusammen mit allen städtischen Dezernaten erarbeitete Bewerbung stellte Bildung und Beteiligung als Klammer für Münsters Nachhaltigkeitsstreben vor. Bausteine der überzeugenden Bewerbung waren die in einem breit angelegten, stadtweiten Prozess entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie 2030, das Konzept der sozialgerechten Bodennutzung, die vielfältigen Klimaschutzaktivitäten, die Angebote zur Integration und die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft. Als Sieger-Stadt erhält Münster von der Allianz-Umweltstiftung eine Fördersumme von 30 000 Euro für Projekte zur Stadtentwicklung.

Oberbürgermeister Markus Lewe: „Der Preis ist eine herausragende Auszeichnung für die ganze Stadtgesellschaft und er zeigt, Münster lebt Nachhaltigkeit bereits in vielen Bereichen. Wir verstehen den Preis als Verpflichtung, diesen Weg beharrlich und konsequent weiterzugehen.“

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