Sonderveröffentlichung

Diagnose Krebs: Vor- und Nachsorge
Fachkompetenz in Sachen Prostatakrebs

Zentrum schon bei Verdacht erste Wahl

Dienstag, 29.01.2019, 08:32 Uhr

Chefarzt Privatdozent Dr. Drasko Brkovic ist Leiter des Prostata Krebs Centrums Münster Süd. Foto: HJK/MünsterView/Tronquet
Wird eine medizinische Einrichtung als „Zentrum“ bezeichnet, weckt das meist etwas Ehrfurcht. Jeder weiß, dass Patienten in einem Zentrum die gebündelte interdisziplinäre Fachkompetenz für ihre individuelle Erkrankungssituation zur Verfügung steht.

Ist das Zentrum gar noch zertifiziert, wie das Prostata-Krebs-Centrum, Münster Süd (PKC) am Herz-Jesu-Krankenhaus (HJK), stellt sich das Team regelmäßigen qualitativen Prüfverfahren – in diesem Fall jährlich den hohen Ansprüchen der Deutschen Krebsgesellschaft.

Um im PKC behandelt zu werden, muss „Mann“ nicht bereits eine fortgeschrittene Erkrankung aufweisen. „Ganz im Gegenteil“, betont der Leiter, Privatdozent Dr. Drasko Brkovic, Chefarzt der Klinik für Urologie, Onkologische Urologie und Neuro-Urologie im HJK. „Wir unterstützen die niedergelassenen Ärzte und ihre Patienten bereits, wenn lediglich Verdacht auf ein Prostatakarzinom besteht. Wir sind sozusagen Dienstleister in Sachen Früherkennung.“


»Wir unterstützen niedergelassene Ärzte und ihre Patienten bereits, wenn lediglich Verdacht auf ein Prostatakarzinom besteht.«

Privatdozent Dr. Drasko Brkovic


In einem medizinischen Fachzentrum gesellt sich zur Kompetenz die Erfahrung. Auf dieser Basis entwickeln Urologen, Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Radiologen gemeinsam in einer Tumorkonferenz für jeden Patienten die individuell beste Therapieform. Dass im Anschluss die verschiedenen Experten gegenüber dem Betroffenen dann quasi mit einer Stimme sprechen, und nicht jeder etwas anderes meint, stärkt beim Patienten das Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit. Mit Blick auf den Menschen und nicht auf den „Fall“ gibt es am PKC auch ein psychoonkologisches, soziales und seelsorgerisches Beratungsangebot zur Unterstützung während der Therapie.

MAgKs Münsteraner Allianz gegen Krebs

„Diese kann unter bestimmten Umständen aus bloßem Abwarten bestehen“, erklärt Brkovic, „aber natürlich auch aus anderen Maßnahmen wie etwa Hormon- oder Strahlentherapie bis hin zur vollständigen Entfernung der Prostata.“ Dafür wird das nervschonende OP-Verfahren eingesetzt, welches eine hohe Kompetenz in Sachen „Millimeterarbeit“ abverlangt. „Wir setzen alles daran, Kontinenz und Erektionsfähigkeit des Patienten zu erhalten“, so Brkovic.

Der Appell zur Früherkennungsuntersuchung kann nicht oft genug wiederholt werden. Aber selbst bei der Diagnose „unheilbar“ trägt den Patienten das Expertennetz im PKC. „Gerade was den Prostatakrebs anbelangt ist medikamentös viel in Bewegung und in Entwicklung“, erklärt der Chefurologe des HJK. „Durch die hohen Fallzahlen bleibt ein Zentrum auch unter diesem Aspekt immer auf aktuellstem Stand.“

Weitere Infos gibt es im Internet: www.pkc-muenster-sued.de

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