Sonderveröffentlichung

Netzwerk Zuhause sicher
Ist Ihr Zuhause sicher vor Einbrüchen?

Polizei und Handwerk informieren zum Einbruchschutz

Freitag, 25.10.2019, 16:38 Uhr

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Zuhause sicher
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Die Zahl der Einbrüche in Deutschland sinkt – umso wichtiger nicht zu vergessen, dass weiterhin Einbrüche stattfinden und es jeden treffen kann. Mieter und Eigentümer sollten sensibilisiert bleiben für die Wichtigkeit und Wirksamkeit von Einbruchprävention.  

Die Fachhandwerker der Schutzgemeinschaft Münster und die Polizei Münster gehen dieses Ziel aktiv an. Beim 14. Sicherheitstag der Schutzgemeinschaft informieren Polizei und Fachbetriebe am Sonntag, 27. Oktober 2019 von 10 bis 16 Uhr am Autohaus Beresa an der Egbert-Snoek-Straße 2 in Münster über Gefahren und Folgen eines Einbruchs – und die Möglichkeiten, sich und sein Zuhause effektiv abzusichern.

Ob Wohnung, Einfamilienhaus oder Villa, ob mitten in der Stadt oder einsam auf dem Land – Einbrecher nutzen jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet. Denn sie vermuten hinter jeder Tür Beute. Scheint niemand zuhause zu sein, ergreifen sie ihre Chance. 80% der Täter hebeln ungesicherte Fenster und Türen mit einem Schraubendreher häufig in Sekundenschnelle auf. Weitere 10% schlagen die Fensterscheibe ein, um den Fenstergriff zu drehen und so das Fenster zu öffnen. In wenigen Minuten haben sie die Wohnung gezielt durchsucht. Sie kennen alle Verstecke und verschwinden ungesehen meist mit Schmuck und Bargeld. Zurück bleiben Chaos in der Wohnung, Trauer um verlorene Erinnerungsstücke und Unsicherheitsgefühl bei den heimkehrenden Bewohnern. Hinzu kommt die belastende Arbeit für die Einbruchopfer, die Tat bei der Polizei zu melden und den Schaden mit dem Versicherer soweit möglich zu regulieren.
  
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Besser also dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht so weit kommt. Unterstützung dabei bietet das gemeinnützige Netzwerk „Zuhause sicher“. Der Verein steht mit Informationen zur Einbruchprävention, Kontaktdaten von örtlichen polizeilichen Beratungsstellen und Fachhandwerkern sowie einer Präventionsplakette Ratsuchenden zur Seite.

Mit einer kostenlosen Sicherheitsberatung der Polizei Münster kann man auf dem Weg zum sicheren Zuhause starten. „Ob Bauherren, Einbruchopfer oder Nachbarn, ob Mieter, Eigentümer oder Vermieter, wir bieten allen Interessierten unterschiedliche Arten der Beratung an – vom umfassenden Vortragsabend bis zur Erläuterung von Sicherheitstechnik im Ausstellungsraum unserer Beratungsstelle oder bei den Bürgern zuhause vor Ort“, informiert Volker Kriens, Kriminalhauptkommissar und Technischer Fachberater der Polizei Münster. Gemeinsam mit zwei Kollegen beantwortet er alle Fragen der Münsteraner rund um das Thema „Einbruchschutz“. „Unsere Beratung ist neutral an DIN-Normen ausgerichtet. Das heißt, wir empfehlen, bei der Auswahl von Sicherheitstechnik darauf zu achten, dass sie nach einschlägigen Normen geprüft und zertifiziert wurde. Nur so weisen die Produkte transparent nach, dass sie ihr Sicherheitsversprechen auch halten“, erklärt Kriens.

Geeignete Sicherheitstechnik kann jedoch nur dann den versprochenen Schutz bieten, wenn sie fachgerecht montiert wurde. Aus diesem Grund arbeitet die Polizei Münster seit vielen Jahren mit der Schutzgemeinschaft Münster im Netzwerk „Zuhause sicher“ zusammen.
  
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„Die Fachbetriebe, die mechanische Sicherheitstechnik
nachrüsten oder Alarmanlagen verbauen, müssen zunächst auf den sogenannten polizeilichen Adressennachweis des Landeskriminalamts NRW aufgenommen worden sein, damit sie sich an der Schutzgemeinschaft Münster beteiligen können“, legt Christoph Uckelmann, Sprecher der Schutzgemeinschaft Münster und Inhaber der Fensterbau Uckelmann GmbH, dar. Sie sind damit nicht nur in der Lage, geprüfte Sicherheitstechnik sachkundig zu montieren, sondern auch zu warten. Denn damit die Technik dauerhaft zuverlässig funktioniert, sollten vor allem die mechanischen Bauteile, wie z. B. die Fensterbeschläge, regelmäßig gewartet werden. Die Empfehlung der Beschlaghersteller lautet, alle zwei Jahre eine Wartung durch den Fachbetrieb vornehmen zu lassen.

Wer schließlich alle polizeilichen Empfehlungen umgesetzt und damit

● mechanische Sicherheitstechnik an allen gefährdeten Fenstern, Türen und sonstigen Gebäudeöffnungen montiert,
● Rauchmelder gemäß Bauordnung installiert,
● ein Telefon (z. B. Handy) am Bett bereit liegen und
● und eine gut sichtbare Hausnummer angebracht hat,

kann von der Polizei Münster die „Zuhause sicher“-Präventionsplakette erhalten. Gut erkennbar an Haus oder Wohnung angebracht signalisiert sie: „Stopp – ein Einbruchversuch lohnt nicht!“.
    
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Die Versicherer, die sich am Netzwerk „Zuhause sicher“ beteiligen, bieten zudem Plaketteninhabern einen Nachlass in der Hausratversicherung an.

Wie können sich Hausbesitzer wirksamgegen Einbrecher schützen? Was können Mieter tun, um sich auch mit überschaubaren finanziellen Mitteln zusätzlichen Schutz zu verschaffen? Welche Verhaltensweisen können helfen, Einbrechern erst gar keine Tatanreize zu bieten? Fragen, die die Polizei Münster beim Sicherheitstag gerne beantwortet. Die Fachbetriebe der Schutzgemeinschaft Münster beraten zudem zu DIN-geprüfter Sicherheitstechnik und die Möglichkeiten der handwerklichen Umsetzung polizeilicher Empfehlungen.

Weitere Informationen zum Netzwerk „Zuhause sicher“ unter www.zuhause-sicher.de. Informationen zu Vorträgen und Beratungen der Polizei Münster unter: (0251) 275 1111.
     

Netzwerk „Zuhause sicher“: 10 Tipps zum Einbruchschutz

Richtiges Verhalten – um Einbruchs-Gelegenheiten zu reduzieren

● Fenster und Türen immer schließen und verriegeln, auch wenn man das Haus nur kurz verlässt
● Aufstiegshilfen – wie Mülltonnen, Leitern und Gartenmöbel – für Einbrecher unerreichbar wegschließen
● Anwesenheitssimulation, z. B. über Zeitschaltuhr oder SmartHome gesteuertes Licht im Haus
● auf Informationen auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Medien zu Abwesenheit – z. B. Urlaub – verzichten

Mechanik – um Einbrechern einen Riegel vorzuschieben

● Aufschraubsicherungen für Fenster und Türen nach DIN 18104 Teil 1
● Fenster mit Sicherheitsbeschlägen nach DIN 18104 Teil 2 gemeinsam mit einem abschließbaren Fenstergriff, der 100 Nm, besser sogar 200 Nm Drehmoment widersteht
● Sicherung von Türen z. B. mit Mehrfachverriegelungen nach DIN 18251 optimal mit Hakenschwenkriegeln
● Neue Fenster und Türen ab der Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627

Elektronik – um mechanische Sicherheitstechnik zu ergänzen

● Wenn Alarmanlagen, dann Einbruchmeldeanlagen ab Klasse A (Grad 2) nach DIN EN 50130 ff.

Beratung – um richtig informiert zu sein

● Sicherheitsberatung der Polizei Münster, die neutral zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Haus und sinnvoller Sicherheitstechnik informiert
   
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