Sonderveröffentlichung

Jubiläum an der WWU
Jahrzehnte eines starken Wachstums

Angefangen mit 326 Studierenden in 1950 zu 6000 Eingeschriebenen heute

Mittwoch, 15.05.2019, 06:36 Uhr

Der Zuwachs an Studierenden hat in den vergangenen Jahren in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern deutlich zugenommen.
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Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) soll erst 50 sein? Wie passt das zu den großen Namen des Fachbereichs wie zum Beispiel Walther G. Hoffmann, Alfred Müller-Armack oder Ulrich Leffson? Und was sagen die Generationen von Absolventen dazu, die hier bereits vor 1969 VWL oder BWL studiert haben? Dieser vermeintliche Widerspruch lässt sich klären.

Die Anfänge der Wirtschaftswissenschaften in Münster begannen 1902, dem Gründungsjahr der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. In dieser wurde 1922 ein volkswirtschaftlicher und 1955 ein betriebswirtschaftlicher Studiengang eingerichtet. Eigenständig wiederum wurden die Wirtschaftswissenschaften am 15. Oktober 1969 – was in diesem Jahr Anlass zum Feiern ist. Aus der alten Fakultät gingen die Juristische und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät hervor. Ihr gehörten bis 1985 auch noch die Soziologen an.

Dem Trennungsbeschluss ging eine intensive Diskussion voraus, gab es doch die bewährte Zusammenarbeit, gemeinsame Gremien sowie persönliche Freundschaften zwischen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern.

Doch die Trennung war unvermeidbar – wegen steigender Studierendenzahlen und der Ausdifferenzierung der Fächer. Nun folgten Jahrzehnte eines starken Wachstums. Neue Lehrstühle wurden geschaffen, zusätzliche Professoren kamen nach Münster – wie zum Beispiel Professor Heribert Meffert, der den ersten Marketing-Lehrstuhl in Deutschland gründete.

Waren 1950 in Münster 326 Studierende in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen eingeschrieben, sind dies heute mehr als 6000. Hörsäle, Seminar- und Prüfungsräume, Professoren- und Mitarbeiterstellen waren immer knapp und erforderten organisatorische Innovationen. Lösungen für die Kapazitätsprobleme, Herausforderungen von diversen Studien- und Prüfungsreformen sowie andere Entwicklungen zu finden, hat den Zusammenhalt im Fachbereich gestärkt.

1989 beziehungsweise 1990 kam mit der Wirtschaftsinformatik eine weitere Säule dazu. Seit 2011 ist die Fakultät deutschlandweit als einer von zehnwirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen durch die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) international akkreditiert. „Unser gemeinsames Verständnis lautet: ‚WIR FB4. Verbindet das Beste‘. Es verbindet die einzelnen Fächer, die einzelnen Gruppen, die Vergangenheit des Fachbereichs mit seiner Zukunft“, hebt die Dekanin der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Professorin Dr. Theresia Theurl, zum 50. Bestehen hervor.
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