Sonderveröffentlichung

Das ist Handwerk!
Karriere mit Lehre

Jan Honerkamp und Franziska Dammann werben für ihre Ausbildung

Montag, 17.06.2019, 10:05 Uhr

Franziska Dammann und Jan Honerkamp würden sich immer wieder für ihren Beruf entscheiden. Foto: gh
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Konditorei-Cafe Mönnig
Bäckerei Töllkötter
Stadtbäckerei Münster Limberg GmbH
Von Gabriele Hillmoth 

MÜNSTER. Franziska Dammann und Jan Honerkamp würden sich immer wieder für ihren Beruf entscheiden. Die beiden Auszubildenden befinden sich im Endspurt ihrer Lehre: Franziska Dammann als Konditorin, Jan Honerkamp als Bäcker. 

Die beiden Azubis sind 20 Jahre alt und haben das Gros ihrer Lehrzeit geschafft. Jan Honerkamp blickt zurück. Als er damals nach dem Fachabitur seine Entscheidung im Freundeskreis verkündet habe, seien einige zunächst geschockt gewesen. „Aber ich wollte immer etwas Handwerkliches machen“, sagt der künftige Bäckergeselle.

Der Ascheberger ist stolz darauf, dass er damit auch eine Familientradition fortsetzen kann. Sein Opa hatte damals eine Bäckerei in Gievenbeck. Auch der Vater war als Bäcker tätig, und die Tante ist als Konditormeisterin selbstständig. Aber auch Jan Honerkamp hat schon immer zu Hause gebacken. Brot, Brötchen und Baguette sind seine Favoriten. Dafür gibt es neuerdings im Hause Honerkamp extra einen Steinofen.

Nach seiner schulischen Ausbildung und einem Freiwilligen Sozialen Jahr sah sich der junge Bäcker zunächst als Praktikant in der Backstube von Georg und Christopher Krimphove um. An die Arbeitszeit gewöhnt man sich, so Honerkamp. Er berichtet von Kollegen, die gerade diese Zeit begrüßten, weil sie sich dann um die Kinder kümmern könnten.

Einzig die Leidenschaft für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr habe er etwas zurückschrauben müssen, sagt der Bäcker. „Aber auch das kriegt man geregelt.“ Insgesamt aber sei er stolz auf seinen Beruf: „Die Erfahrungen kann mir keiner nehmen.“ Und auch die Karrierechancen seien unglaublich groß, so Honerkamp. Bevor er sich weitere Geanken dazu macht, kümmert er sich in seiner Prüfung um die Herstellung eines Berliner Landbrotes, um Weizen- und Partybrötchen sowie Windbeutel und Franzbrötchen.

Auch Franziska Dammann ist kurz davor, ihre Lehre als Konditorin zu beenden. Dabei hatte die 20-Jährige zunächst ganz andere Pläne, sie wollte nach ihrer Schulzeit auf dem Annette-Gymnasium Köchin werden. Ihr Gastspiel im Schwarzwald dauerte vier Wochen, dann sei sie nach Münster zurückgekehrt.

Franziska Dammann startete mit einem Praktikum im Café Classique von Obermeister Ralf Ilgemann und bekam das Angebot, ihre Ausbildung zur Konditorin zu starten. Ihre Eltern hätten sie bei dieser Entscheidung unterstützt.

Franziska Damann sieht den Vorteil ihres handwerklichen Abschlusses: „Mit dem Gesellenbrief habe ich nach drei Jahren etwas in der Hand.“ Anders als beim Bachelor-Abschluss an der Uni, fügt die angehende Konditorin hinzu, die über eine anschließende Meisterausbildung nachdenkt. In jedem Fall stehe ihr mit ihrer Ausbildung die Welt offen. „Ich kann in alle Richtungen gehen.“

Franziska Dammann kannte von zu Hause das Backen nach Hausfrauenart, wie sie sagt. Im Café Classique lernte sie zunächst Teige herzustellen und Torten zu kreieren. „Geld ist eine Sache, aber der Beruf muss auch Spaß machen“, sagt die Münsteranerin.

Für sie gehört die Wochenendarbeit dazu. Ohnehin müssten auch viele ihrer Freunde an den Wochenenden arbeiten, sagt die Auszubildende. Dafür bliebe dann Zeit am freien Tag in der Woche, wirbt die 20-Jährige fürs Handwerk.

Dammanns Vorliebe gilt der Pralinen- und der Eisherstellung. Sie freue sich, wenn Sie Neues kreieren könne, schwärmt die künftige Konditorin. Die 20-Jährige wurde jetzt beim Wettbewerb „NRW-Newcomer Praline“ der Konditoren-Innung mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Pralinen stehen auch im Aufgabenkatalog der Gesellenprüfung. Außerdem muss Franziska Dammann als Gesellenstück eine Formtorte zum Thema „Hörst Du das Gras wachsen“ arbeiten. Die 20-Jährige wählte dafür als Thema das Motto „Münster im Wandel der Zeit“. 
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