Sonderveröffentlichung

Berufswahl 2018
Karriere trotz Handicap

Telefonhotline der Arbeitsagentur für Arbeitgeber und Bewerber

Montag, 17.09.2018, 12:36 Uhr

Norbert Rohlf, Norbert Buß 
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Für Arbeitgeber ist die Neueinstellungen von Menschen mit Behinderungen oft mit Fragen und Unsicherheiten verbunden. Gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten? Daneben fragen sich auch viele Jugendliche mit Handicap, wie der Start in die Berufswelt aussehen kann.
Sabine Brockjann 
Sabine Brockjann 
Eine Hotline der Agentur für Arbeit liefert am Mittwoch (19. September) zwischen 15.30 und 18 Uhr Antworten. Experten der Agentur für Arbeit Coesfeld, des Berufsbildungswerkes Maria Veen und der Berufsbildungsstätte Westmünsterland Ahaus, stehen den Anrufern unter ' 0 25 41/91 9 5 12 mit wertvollen Tipps, Informationen und Unterstützungsangeboten zur Seite.

Hubert Borgmann
Hubert Borgmann
Jährlich erwerben etwa 200 junge Menschen mit Behinderungen ihren Berufsabschluss in den Kreisen Borken und Coesfeld und bereichern so den Arbeitsmarkt der Region. Das geschieht auch, weil zahlreiche Arbeitgeber die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap als Chance betrachten, um den Fachkräftebedarf zu erfüllen. „Gerade für diese Personen ist der Beruf sehr wichtig; nicht nur um Geld zu verdienen, sondern auch um Selbstwirksamkeit und Kontakte zu entwickeln. Die meisten sind hochmotiviert und wollen zeigen, was sie können“, meint Hubert Borgmann, der als Teamleiter in der Agentur für Arbeit für die berufliche Rehabilitation zuständig ist.

Petra Perick Fotos: Agentur für Arbeit 
Petra Perick Fotos: Agentur für Arbeit 
„Viele Fragen tauchen bei Betroffenen und Arbeitgebern auf, die manchmal sogar dazu führen, dass gute Möglichkeiten nicht genutzt werden. Wir möchten mit unserer Hotline diese Fragen ausräumen, Vorurteile abbauen und darüber informieren welche Möglichkeiten es für Menschen mit Handicap gib“, so Borgmann. Die Hotline wendet sich sowohl an Arbeitgeber als auch Menschen mit Behinderung.

Als Experten stehen den Anrufern am Mittwoch (19. September) zwischen 15.30 und 18 Uhr unter 0 25 41/91 95 12 zur Verfügung:
► Norbert Rohlf, Ausbildungsleiter (Berufsbildungswerk Benediktushof Maria Veen)
► Norbert Buß, Ausbildungsleiter (Berufsbildungsstätte Westmünsterland Ahaus)
► Petra Perick, Beraterin für berufliche Rehabilitation (Agentur für Arbeit Coesfeld)
► Sabine Brockjann, Arbeitsvermittlerin für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen (Agentur für Arbeit Coesfeld)
► Hubert Borgmann, Teamleiter Berufliche Rehabilitation (Agentur für Arbeit Coesfeld)

Mit Erasmus können Azubis ins Ausland

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Bisher legen erst wenige Lehrlinge eine Auslandsstation in der Ausbildung ein: 5,3 Prozent der Lehrlinge in Deutschland haben dies 2017 mit dem Förderprogramm Erasmus+ getan. Das teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit. Immerhin sind es deutlich mehr als früher: 2010 lag die Quote mit 2,4 Prozent nur etwa halb so hoch.

Besonders zahlreich vertreten sind dabei Industriekaufleute: 1788 der 17 352 Azubis waren im Rahmen ihrer Lehrzeit seit 2015 im Ausland. Das macht eine Quote von rund zehn Prozent, was die angestrebte Zielmarke bis 2020 sei. Noch höher liegen die Werte in kleineren Berufen: Bei Investmentfondskaufleuten zog es 19 von insgesamt 27 Jugendlichen in die weite Welt, ein Anteil von gut 70 Prozent.

Das beliebteste Ziel in Europa ist Großbritannien, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich. Außerhalb von Europa steht die USA auf dem ersten Rang.

Das Programm Erasmus+ hilft bei der Organisation und bietet finanzielle Zuschüsse. Auszubildende können sich aussuchen, wie lang sie ins Ausland gehen möchten.

Meist handelt es sich um vier- bis sechswöchige Praktika. Prinzipiell ist eine Dauer von zwei Wochen bis zwölf Monate möglich. Auch mehrere Aufenthalte sind gestattet – bis zu ein Jahr nach Ausbildungsende. Bedingung für das Programm ist ein Mindestalter von 18 Jahren. (dpa)

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