Sonderveröffentlichung

Wertverlust schlägt am stärksten zu Buche

Kosten werden unterschätzt

Kosten werden unterschätzt

Der größte Kostenpunkt bei Autos ist deren Wertverlust. Foto: dpa

16.05.2020

Ein Auto zu fahren kostet Geld. Viele unterschätzen die laufenden Kosten aber. Diese sollte man sich im Vorfeld ganz genau anschauen und durchrechnen, rät Peter Hellwich, Fuhrparkverwalter und Experte des Auto Club Europa (ACE). Was am stärksten zu Buche schlägt, von vielen aber vergessen wird: der Wertverlust des Wagens. Der macht laut Hellwich rund 30 bis 40 Prozent der laufenden Kosten aus, während zum Beispiel die Versicherung einen Anteil von rund fünf Prozent hat.

Zu den fixen Kosten, zu denen etwa Inspektionen und Reifenwechsel gehören, kommen noch variable Kosten: vor allem der Benzinverbrauch. Als grobe Faustregel könnte man dem Experten zufolge durchaus von Gesamtkosten von 50 Cent pro Kilometer für einen neuen Kompaktwagen ausgehen – in der oberen Mittelklasse wären es nach seinen Worten schon 75 bis 80 Cent pro Kilometer.

Zur Schätzung der laufenden Kosten bietet der ADAC online einen Autokostenrechner an. Die Versicherer haben laut Hellwich Listen für die einzelnen Typ- und Regionalklassen. Anfallende Steuern lassen sich mit einem Rechner des Finanzministeriums online ermitteln.

In Bezug auf die Instandhaltungskosten rät der Experte zu einem Blick auf die Servicepauschalen, die viele Autohersteller zu den Fahrzeugen anbieten. „Das kommt den tatsächlichen Kosten relativ nah.“ (dpa)