Sonderveröffentlichung

Ausbildung als Finanzbeamter

Krisensicherer Job für Zahlenfreunde

Ausbilderin Romy Strohmenger bearbeitet mit Azubi Christopher Ruttmann eine Steuererklärung. Foto: dpa

1.03.2021
Creditreform

Finanzbeamte sind keine typischen Abenteurer. Doch anders als die Klischees es vermuten lassen, ist der Berufsalltag durchaus abwechslungsreich. „Es ist nicht so, dass man den ganzen Tag in seinem grauen Büro vor dem Computer sitzt“, sagt Christopher Ruttmann, angehender Finanzwirt im ersten Lehrjahr. Er wechselt zwischen den verschiedenen Steuerstellen und lernt dabei unterschiedlichste Aufgaben kennen.

Gerade nimmt er beim Finanzamt Lüneburg Steuererklärungen an. In seiner Ausbildung lernt er aber auch die Verwaltungs- und Bearbeitungsstellen kennen. „So bekommt man einen Überblick über alle Tätigkeiten, die im Finanzamt verrichtet werden“, erklärt der 18-Jährige. „Steuer ist ein Thema, mit dem sich nicht viele Menschen gern auseinandersetzen. Ich sehe es als Herausforderung.“

Ansporn braucht es, denn mit nur zwei Jahren ist die Ausbildung vergleichsweise kurz. Für die Beamtenanwärter bedeutet das: Sie müssen viele Sachverhalte in kurzer Zeit lernen und verstehen. Finanzwirte im mittleren Dienst arbeiten in erster Linie den Kollegen des gehobenen Dienstes zu. Sie prüfen und bearbeiten Steuerunterlagen, führen Akten, erlassen Steuerbescheide oder kontrollieren die Buchführung in anderen Unternehmen. Auch das Erteilen von Auskünften rund um das Thema Steuern und – mit genug Berufserfahrung – die Steuerveranlagung, Bilanzierung und Buchführung können zum Tätigkeitsbereich eines Finanzfachwirts zählen.

Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Mathematik, Buchführung, Wirtschaft und natürlich das Steuerwesen. Die Einstellungsvoraussetzungen zwischen den einzelnen Bundesländern variieren. (dpa)