Sonderveröffentlichung

25. Ladbergener Bärenfest
Ladbergener Bärenfest: Jubiläum mit traurigem Abschied

Nach Teilabsage: Kuschelige Gefährten mit Knopfaugen im Fokus

Freitag, 08.06.2018, 11:28 Uhr

Rüdiger Lübben hat das Ladberger Bärenfest 1994 ins Leben gerufen. Am Samstag und Sonntag stehen die kuscheligen Teddybären noch einmal im Fokus – zum 25. und letzten Mal. Foto: Sigmar Teuber
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Im Heidedorf sind die Bären los. Zum 25. und gleichzeitig letzten Mal findet das bärige Großereignis am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Juni, im gesamten Ort statt. Und eigentlich sollte und wollte auch der gesamte Ort mitmachen. Doch der tückische Eichenprozessionsspinner, der das Dorf fest im Griff hat, macht aus dem Jubiläum einen traurigen, weil deutlich abgespeckten Abschied.

Die seit Montag vorgeschaltete Kultur- und Veranstaltungswoche „Ladbergen brummt“ fand größtenteils zwar statt. Die vielen facettenreichen Außenveranstaltungen am Samstag und Sonntag indes wurden kurzfristig von der Gemeinde abgesagt. „Die Gesundheit der Besucher und Teilnehmer geht vor“, hatte sich die Verwaltung klar positioniert.

Am Wochenende gehört die Aufmerksamkeit also vollends den Teddybären. Die kuscheligen Gefährten mit den Knopfaugen, die die rund 80 nationalen wie internationalen Aussteller im Gepäck haben, beherrschen die Szenerie an den fünf Standorten Rathaus, Turnhalle, Autohaus Christiäner, Sparkasse und Hotel zur Post. Im Rahmen der Ausstellung gibt es klassische und ausgefallene Exemplare, ein großes Angebot an Mohairstoffen, Bastelmaterialien und Accessoires, Bärenschätzstelle und Teddyklinik sowie Mitmachkurse. Zum Jubiläum haben Rüdiger Lübben und seine Mitstreiter noch mal groß aufgefahren und passend zum Abschied den auf 68 Exemplare limitierten „Abschiedsbär“ herausgegeben.

Und ein bisschen Programm wird es darüber hinaus trotzdem geben – nur eben drinnen: So wird das Oberstübchen an beiden Tagen geöffnet sein, das Mühlchen bietet seine Leckereien an, und der Erdbeerstand des Senioren-Treffs findet sich im Eingangsbereich von Buddemeier ein. Dort wird auch der Bücherflohmarkt stattfinden. Die Möglichkeit durch die Geschäfte zu bummeln soll bestehen bleiben. „Es bleibt verkaufsoffen. Die Geschäfte entscheiden selber, ob sie öffnen“, erklärt Ordnungsamts-Leiterin Heike Peters.

Die ökumenische Andacht am Sonntag findet in der evangelischen Kirche statt. Das Bärenfrühstück wird es nicht geben.“ Diese Entscheidung trägt auch die Marketinginitiative „Nu män tou.“

Deren Vorsitzender Ingo Kielmann sagt: „Ich finde es total schade, dass ausgerechnet das letzte Bärenfest abgespeckt stattfindet. Er sagt aber auch: „Die Entscheidung finde ich richtig.“ Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass trotzdem einige Bärenfreunde kommen. Dem unermüdlichen Einsatz der Familie Lübben und aller Organisatoren wäre es zu wünschen.“ Wohl wahr. (msm)
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