Sonderveröffentlichung

Berufswahl
Mehrgleisig fahren

Trotz schlechter Abi-Noten an die Hochschule

Montag, 10.06.2019, 09:05 Uhr

Auch wer im Abi-Zeugnis nicht mit Bestnoten glänzt, muss sich keine Sorgen um einen Studienplatz machen – ein wenig Flexibilität vorausgesetzt. Foto: dpa
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Bürgermeisterin der Gemeinde Nottuln
Die Konkurrenz um Studienplätze ist groß. Und wer sich über mögliche Studiengänge informiert, bekommt schnell den Eindruck, dass vor allem Überflieger eine Chance auf einen Platz an der Hochschule haben. Schüler mit eher ausbaufähigem Abitur-Schnitt zweifeln dann schnell, ob die Noten überhaupt zum Studieren reichen. 

Was im ersten Moment für Unwohlsein sorgt, ist aber kein Grund zur Panik. „Wer Abitur hat, darf studieren. Mit dem Abi erwirbt man die so genannte Hochschulzugangsberechtigung“, erklärt Cort-Denis Hachmeister vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Über die Homepage des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz können sich angehende Studierende informieren, welche Studiengänge an welchen Orten unter welchen Bedingungen möglich sind. 

Schwierig wird es für diejenigen, die ein Fach studieren wollen, bei dem es mehr Bewerber als Plätze gibt. Hier kommt dann der Numerus Clausus (NC) ins Spiel – sprich: Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt, und die Abiturnote und andere Faktoren werden bei der Auswahl der Kandidaten als Kriterien hinzugezogen.

„Für über die Hälfte der rund 10 000 in Deutschland angebotenen grundständigen Studiengänge gibt es jedoch keinen NC. Man kann sich also unabhängig von seiner Note einschreiben“, erklärt Cort-Denis Hachmeister.

Klappt es mit dem Erst-Wunsch für das Studienfach nicht, ist das kein Beinbruch. Cort-Denis Hachmeister empfiehlt, bei der Bewerbung für die Hochschule „mehrgleisig zu fahren, um am Ende nicht ohne Studienplatz dazustehen“.

Alternativ können angehende Studierende selbst an einigen Stellschrauben drehen: Das sind das Studienfach, der Studienort und der Zeitpunkt des Studiums.
  
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