Sonderveröffentlichung

In Natorp entstehen Fenster, Türen und komplette Fassadenkonstruktionen

Qualität aus Aluminium und Stahl

Die Beschäftigten von Norbert Fögeling beherrschen ihr Handwerk. Und das ist auch notwendig, denn „0815“-Produkte gehören so gut wie nicht zum Sortiment.

29.01.2021

Großformatige Fassadenkonstruktionen brauchen während der Montage ihren Platz. Das gilt auch für speziell angefertigte Fenster, wenn sie denn gleich „im Dutzend“ benötigt werden. Dazu dauert deren handwerkliche Fertigung ihre Zeit. Und die lässt sich effektiver nutzen, wenn denn die Wege zwischen Lager, Maschinen und Montageplatz möglichst kurz sind. Aspekte zur Optimierung der Produktionsabläufe, die Norbert Fögeling bereits ein ums andere Mal im Kopf hatte. Als dann noch klar war, dass Sohn Jonas einmal den gleichen beruflichen Weg einschlagen wird, machte der Inhaber der Firma Metallbau Lanfer schließlich Nägel mit Köpfen – und beschloss den Umzug des Betriebs vom Eickendorfer Weg auf den eigenen Hof in der Bauerschaft Natorp. Denn dort befand sich die Lösung direkt vor der Tür – in Form eines ausgedienten Stallgebäudes, das sich geradezu anbot, um hinter der schmucken Fachwerkfassade etwas vollkommen Neues zu schaffen, das sowohl modernen Produktionsbedingungen gerecht wird als auch gleichzeitig ausreichend Lager- und Montageflächen bietet.

Viel Arbeit und Herzblut haben Norbert und Marion Fögeling in Umbau und Kernsanierung des alten Hofgebäudes investiert. Entstanden ist eine lichtdurchflutete Produktionshalle, die den Beschäftigten optimale Arbeitsbedingungen bietet. Fotos (4): Dietmar Jeschke
Viel Arbeit und Herzblut haben Norbert und Marion Fögeling in Umbau und Kernsanierung des alten Hofgebäudes investiert. Entstanden ist eine lichtdurchflutete Produktionshalle, die den Beschäftigten optimale Arbeitsbedingungen bietet. Fotos (4): Dietmar Jeschke

Nach gründlicher Planung und erfolgreichem Genehmigungsverfahren wurde die Scheune schließlich komplett entkernt und danach mit neuen Böden, Decken, Fenstern und Türen versehen. Alles neben der normalen Kunden-Produktion am bisherigen Firmenstandort am Eickendorfer Weg, versteht sich. „Ohne die Hilfe unserer drei Kinder, die fast jeden Tag mit angepackt haben, wäre das gar nicht möglich gewesen“, schildert Norbert Fögeling. Pünktlich zum Jahreswechsel war der Umzug schließlich perfekt.

Seitdem wird in Natorp fast alles aus Metall gefertigt, was speziellen Anforderungen gerecht werden muss. Dazu gehören neben Brandschutztüren, Fenstern aus Aluminium und Stahl sowie Geländern aus Edelstahl auch die eingangs erwähnten Fassadenkonstruktionen – samt Schaufenstergängen mit gebogenen Glasscheiben. Die Auftraggeber des Traditionsbetriebs, dessen Geschichte bis in die 1930er Jahre zurückreicht, stammen vorwiegend aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Bereich. Schulen, Verwaltungen und Krankenhäuser gehören ebenso dazu wie Großkonzerne und Hotelketten, die zuverlässig bedient werden wollen – und die Qualität des Drensteinfurter Betriebs teils seit Jahr zehnten zu schätzen wissen. Zudem ist die Firma gefragt, wenn es um die denkmalgerechte Restaurierung von Kirchen und anderen historischen Bauwerken geht.

Familie und Belegschaft haben beim Umzugsprojekt tatkräftig mit angepackt. Zum Betrieb gehören neben den fünf Beschäftigten auch zwei Auszubildende. Foto: Fögeling
Familie und Belegschaft haben beim Umzugsprojekt tatkräftig mit angepackt. Zum Betrieb gehören neben den fünf Beschäftigten auch zwei Auszubildende.
Foto: Fögeling

Norbert Fögeling selbst hatte seine Laufbahn im Jahr 1985 als Lehrling im Betrieb von Hubert Lanfer begonnen. Anfang der 1990-er Jahre absolvierte er an der Abendschule seinen Meisterlehrgang. Nachdem sich Inhaber Hubert Lanfer, der den ursprünglich an der Wagenfeldstraße ansässigen Betrieb in den 1980er Jahren an den Eickendorf Weg umsiedelte, im Jahr 2006 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte, übernahm Norbert Fögeling die Firma. Und mit seinem alten „Lehrherren“, dessen etablierten Firmennamen der Betrieb auch weiterhin trägt, pflegt er bis heute „ein bestes Verhältnis“, betont Norbert Fögeling.

Die Firma mit fünf Beschäftigten und zwei Auszubildenden führt er gemeinsam mit Ehefrau Marion. In ein paar Jahren dann soll Sohn Jonas dazustoßen, der derzeit eine Ausbildung zum Metallbauer in Fachrichtung Konstruktionstechnik in einem Sendenhorster Betrieb absolviert. (dje)