Sonderveröffentlichung

Zulässige Steigung beachten

Mit Anhänger am Berg

Hakelige Angelegenheit: Beim Anhängerbetrieb müssen Autofahrer viele Vorschriften und Grenzwerte beachten. Foto:

20.02.2021

Für Fahrten mit Anhänger gilt: Autofahrer müssen nicht nur wissen, wie hoch die zulässige Anhängelast generell ist, sondern auch bis zu welcher Steigung sie ziehen dürfen. Darauf macht die „Auto Straßenverkehr“ (05/21) aufmerksam. Gespannfahrer dürfen nur solche Steigungen in Angriff nehmen, die mit den Werten in den Fahrzeugpapieren und im Bordbuch im Einklang sind.  

Gängige Werte können bis maximal acht oder zwölf Prozent Steigung sein. Manche Hersteller nennen auch zwei Werte. Höhere Lasten sind dann bis zur niedrigeren Steigung erlaubt, während leichtere Anhänger sich noch bis zu einer höheren Steigung ziehen lassen.

Darüber hinaus nennen manche Bordbücher höhenabhängige Lastenunterschiede. In großen Höhen nimmt die Leistung von Verbrennungsmotoren ab. Manche Hersteller reduzieren das Zuggesamtgewicht je 1000 Meter über dem Meeresspiegel prozentual und weisen reduzierte Anhängelasten aus. Bei Kontrollen ist laut „Auto Straßenverkehr“ in der Praxis aber nur das relevant, was im Fahrzeugschein eingetragen ist. Wenn aber Schäden nachweislich „auf Überladung und Überlastung in großer Höhe“ zurückzuführen sind, könnte der Hersteller demnach Garantieleistungen verweigern. (dpa)

Spur gewechselt: Wer haftet?

Wenn es im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Spurwechsel zu einem Zusammenstoß kommt, kann davon ausgegangen werden, dass der Wechsel nicht sorgfältig genug war. Das zeigt ein Urteil (Az.: 10 U 3493/20) des Oberlandesgerichts München (OLG), auf das der ADAC hinweist.

Ein Autofahrer fuhr auf der Autobahn, als vor ihm ein Auto die Spur wechselte. Sie stießen zusammen. Der Hintermann wollte seinen Schaden vom Spurwechsler ersetzt bekommen. Dieser weigerte sich und sah die Schuld beim Hintermann. Denn der Spurwechsel wäre beendet gewesen. Er hätte die Spur gewechselt, leicht das Tempo verringert und hätte wenige Sekunden später die Kollision gespürt. Schließlich musste hier der Spurwechsler alleine für den Schaden haften. Der Hintermann hätte laut Gericht den Unfall nicht verhindern können. (dpa)