Sonderveröffentlichung

Schützenfest der St. Pantaleon Schützenbruderschaft von 1821 e.V.
Mit nur zwei Schuss zum Titel

Tobias Beckhaus ist „schnellster“ König: „Unverhofft kommt oft“

Mittwoch, 26.06.2019, 13:58 Uhr

Damit hat Tobias Beckhaus (Mitte) nicht gerechnet: 2018 holte er den Vogel mit dem insgesamt 83. Schuss runter. Fotos: St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft Roxel
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Er sei doch kurz geschockt gewesen, als im vergangenen Jahr während des Schützenfestes der Vogel nach seinem Schuss von der Stange gesegelt ist, erzählt Tobias Beckhaus, amtierender König der Roxeler St.-Pantaleon-Bruderschaft. Warum? Lediglich 83 Mal ist auf das hölzerne Federvieh gefeuert worden, ehe es den Flattermann machte. Damit hat der heute 29-Jährige einen Rekord aufgestellt: „Das ist bisher die geringste Schusszahl, mit der unser Vogel runtergeholt wurde“, informiert der Schriftführer des Vereins, Philipp Grawemeyer.

„Unverhofft kommt oft“, fasst Tobias Beckhaus die Ereignisse mit einem Sprichwort zusammen und grinst. Obwohl seine Regentschaft für ihn „total überraschend“ gestartet ist: „Das vergangene Jahr möchte ich nicht missen. Zumal ich ohnehin irgendwann König werden wollte.“ Dass er bereits 2018/19 das Zepter der Roxeler in den Händen halten durfte und noch bis zum Wochenende darf, hat er einem Freund zu verdanken. „Eigentlich wollte ein Kumpel vonmir König werden – und ich den Vogel nur für ihn locker schießen“, erklärt der selbstständige Kfz-Meister. Das hat dann allerdings so gut geklappt, dass ihm mit seinem zweiten Schuss der entscheidende Treffer gelang, der ihm – und nicht seinem Freund – den Titel sicherte. Somit musste eine Mitregentin her. Die hat Tobias Beckhaus in Nina Dirks gefunden. „Als sie mir gratulierte, habe ich sie einfach gefragt, ob sie abends schon was vorhabe“, plaudert der König aus dem Nähkästchen. Und wie der Zufall es so wollte: Seine Auserwählte hatte noch keine Pläne – und sagte zu. Seitdem regieren die Beiden die Annette-Dörfler.
                
Mit nur zwei Schuss zum Titel Image 1
Stets an ihrer Seite: Tobias Hagemeyer und Anna Dölling sowie Sven Maas und Julia Wennemer. „Das war ein Eins-a-Hofstaat“, freut sich Tobias Beckhaus. „Alle haben mich und uns immer bestens unterstützt. Ihnen gebührt ein großes Dankeschön.“

Ob es Höhepunkte während der zwölfmonatigen Regentschaft gab? „Jede Party von uns war eine geile Party“, bilanziert der 29-Jährige und lacht. Herausragend sei dennoch der Winterball gewesen. Dem nahenden Schützenfest fiebert Tobias Beckhaus mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen: „Es ist schade, dass die Zeit endet, aber gut, wenn wieder ein wenig mehr Ruhe einkehrt“, bilanziert er. Dennoch sei das Jahr auf dem Thron eine tolle und vor allem eine ganz besondere Erfahrung gewesen, weil man sie nur ein Mal im Leben mache. Obwohl Tobias Beckhaus noch keine Namen möglicher Titelanwärter gehört hat: „Ich bin zu 110 Prozent überzeugt, dass sich ein würdiger Nachfolger finden wird.“

Nun hofft der Annette-Dörfler auf „gutes Wetter“ und ein „spannendes Schießen“. Dem nächsten Würdenträger wünscht er grinsend und augenzwinkernd, dass dieser mit seinem Gefolge „ebenso geile Partys feiert wie wir“. (awi)

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