Sonderveröffentlichung

Mit weniger Alkohol das Risiko senken

Brustkrebs: Prävention ist machbar

Donnerstag, 03.10.2019, 14:44 Uhr

In Sachen Brustkrebsvorbeugung gilt: Weniger Alkohol ist mehr. Foto: dpa
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Brustzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster
Vom Sektfrühstück bis zum abendlichen Wein, vom Bier auf der Grillparty bis zum Cocktail beim Feiern: Es gibt zahlreiche Gelegenheiten, die zum Trinken von Alkohol einladen. Während die Gefahren des Rauchens als hoher Risikofaktor für Krebserkrankungen hinlänglich bekannt sind, werden dem Alkohol häufig sogar gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Dabei ist Alkohol vor allem eins: ein Zellgift, das fast alle Körperzellen und Organe schädigen kann. Regelmäßiger Konsum steigert das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen, darunter auch Brustkrebs. „Der sorglose Umgang kann nur bedeuten, dass der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs zu wenig bekannt ist oder verdrängt wird“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Wir nehmen den Brustkrebsmonat daher zum Anlass, zu einem bewussteren Umgang mit Alkohol zu ermutigen.“

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) empfiehlt Frauen, nicht mehr als einen Achtelliter Wein oder 0,3 Liter Bier pro Tag zu trinken. Dies entspricht einer Menge von zwölf Gramm Reinalkohol. Männer sollten nicht mehr als die doppelte Menge zu sich nehmen – jeweils bei mindestens zwei bis drei alkoholfreien Tagen pro Woche. Aber: Einen sicheren Grenzwert gibt es nicht, denn jeder Konsum erhöht das Krebsrisiko. Der Europäische Kodex zur Krebsvermeidung rät deshalb: „Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Der völlige Verzicht auf Alkohol ist noch besser für die Verringerung Ihres Krebsrisikos.“

Frauen trinken zwar insgesamt weniger Alkohol als Männer, aber sie vertragen aufgrund ihrer Körperzusammensetzung und des langsameren Alkoholabbaus auch nicht so viel. So überschreitet etwa jede fünfte Frau – und damit ein ähnlicher Anteil wie bei den Männern – den Grenzwert der DHS. Insbesondere die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen entwickelt häufig riskante Trinkgewohnheiten.

Auch wenn es im Einzelfall keine Garantie gibt: Experten schätzen, dass rund 40 Prozent aller Tumore durch eine gesunde Lebensweise vermeidbar wären. (Deutsche Krebshilfe)
   

Nach der Brust sind die Achselhöhlen dran

Selbstkontrolle wichtig
Neben der jährlichen Kontrolluntersuchung beim Gynäkologen sollten Frauen auch selber in Sachen Brustkrebs vorbeugend aktiv werden und ihre Brüste regelmäßig mindestens einmal pro Monat abtasten. Und so geht es:

Man streicht mit der flachen Hand über die Brust. Beginnen sollte man oben außen und sich dann nach unten innen vorarbeiten. Am besten gelingt dies, wenn man dabei die linke Hand für die rechte Brust und die rechte Hand für die linke Brust benutzt.

Nach dem Abtasten der Brüste geht es weiter zu den Achselhöhlen. Und das hat seinen Grund, denn hier sind die Lymphknoten zu finden. Um diese zu untersuchen, hebt man einen Arm an und greift dann mit der jeweils anderen Hand unter die Achsel. Anschließend lässt man den Arm hängen und tastet mit den Fingern den Bereich unter der Achsel ab. Das macht man sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Körperseite.

Besondere Vorsicht ist schließlich bei Knoten geboten, die ertastet werden und nicht schmerzen. Denn Lymphknoten, die man drückt, bemerkt man. Anschließend wiederholt man die beiden Schritte noch einmal im Liegen, um den unteren Brustbereich besser ertasten zu können. Zum Schluss sollten man noch die Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob sie Flüssigkeit absondert.
   
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