Sonderveröffentlichung

Erfolgreiches Gründerbeispiel: Happy Tea Bar ist neu in Münster

Ohne Moos nichts los

Die Auswahl in der Happy Tea Bar ist immens. Foto: Happy Tea Bar

31.10.2020
Münster gründet

Ein wesentlicher Baustein einer Gründung ist die Finanzierung. Während der Gründungswoche erhalten Interessierte am 11. November, Mittwoch, nähere Informationen zu dem Thema. „Ohne Moos nichts los! – Möglichkeiten der Gründungsfinanzierung“! heißt der Titel des Workshops, der um 10 Uhr startet.  

Die Möglichkeiten der Finanzierung sind vielfältig. Beispielsweise bietet die NRW.BANK als Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen zahlreiche Produkte an und berät Gründer umfassend und anbieterunabhängig zu allen Facetten von Förderung – egal ob Mikrodarlehen, Gründungs- oder Universalkredit. Darüber hinaus berät die Bank Gründer zu allen Aspekten und Facetten von Förderung und über alle Fördermittelgeber hinweg – von der NRW.BANK selbst über Land, Bund und EU bis hin zur KfW sowie zur Landwirtschaftlichen Rentenbank. Gründer, die keine ausreichenden Sicherheiten für Bankkredite stellen können, haben die Möglichkeit, von dem Angebot der Bürgschaftsbank NRW oder einer Landesbürgschaft zu profitieren. Dabei können Bürgschaften für bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags übernommen werden.

Darüber hinaus ist es für Gründer wichtig zu wissen, dass das Gründerstipendium um drei Jahre verlängert wird. Ziel ist es, finanzielle Unsicherheiten abzufedern, damit keine erfolgversprechenden Ideen verloren gehen.

Mit dem im Jahr 2018 gestarteten Programm wurden bislang über 1800 Gründerinnen und Gründer gefördert. Diese haben im Schnitt bereits eine dreiviertel Vollzeit- und eine halbe Teilzeitstelle geschaffen. Künftig wird die Antragstellung auf ein rein digitales Verfahren umgestellt und die Ansprache ausländischer Start-ups über englischsprachige Seiten verstärkt. Mit dem Gründerstipendium NRW erhalten Gründer ein Jahr lang jeweils 1000 Euro monatlich. Anlaufstellen in Münster sind münster gründet! und das Digital Hub MünsterLAND.

www.muenster-gruendet.de


Zehn Schritte vor der Gründung

Worüber man sich am Anfang Gedanken macht

Wer gründet, sollte sich im Vorhinein bestens vorbereiten. Viele Fragen sind zu klären.

► Selbstständigkeit: Ja oder nein?
Versuchen Sie, sich ein Bild über den Alltag eines Unternehmers zu machen: sprechen Sie mit beruflich Selbstständigen, lesen Sie Interviews oder auch Biographien von Unternehmern.

► Prüfen: Funktioniert die Geschäftsidee? Stellen Sie fest, wer Ihre zukünftige Kundschaft sein könnte. Beschreiben Sie Ihren Kundenkreis möglichst genau. Und: Was unterscheidet Ihr Angebot von dem Ihrer Wettbewerber?

► Vor dem Start: Information und Beratung. Erkundigen Sie sich beim Gründungsnetzwerks und lassen sich dort kostenlos beraten. Klären Sie: Zu welchen Fragen brauchen Sie Beratung? Wer kann Ihnen je nach Fragestellung weiterhelfen?

► Unternehmensgründung planen.
Schreiben Sie Ihren Businessplan selbst. Nur auf diese Weise gewinnen Sie an Wissen und Sicherheit, um Ihr Unternehmen erfolgreich zu starten.

► Startkapital berechnen. Wie viel Geld benötigen Sie, um Ihr Gründungsvorhaben zu starten? Je nach Vorhaben müssen Material, Büroausstattung, ein Warenlager, Mietkaution, Umbauten usw. finanziert werden.

► Startkapital beschaffen.
Wie viel eigenes Geld können Sie in Ihr Gründungsvorhaben investieren? Wer könnte Ihnen privat Geld leihen?

► Selbständigkeit anmelden, Erlaubnisse einholen.
Ihre selbständige gewerbliche Tätigkeit müssen Sie beim Gewerbeamt anzeigen (gilt nicht für Freiberufler). Gewerbetreibende und Freiberufler müssen außerdem eine Steuernummer beim Finanzamt beantragen.

► Steuern einplanen, Pflichten gegenüber dem Finanzamt kennen.
Schon kurz nach Ihrer Gründung wird sich das Finanzamt bei Ihnen mit einem „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ melden.

► Betrieb versichern, private Vorsorge betreiben. Für betriebliche Risiken wie beispielsweise Einbruch, Feuer, Maschinenschaden oder Fahrlässigkeiten, die zu Haftungsansprüchen führen, gibt es spezielle Versicherungen.

► Nach dem Start: beraten und begleiten lassen.
Nach dem Unternehmensstart kommen neue Aufgaben auf Sie zu. Nutzen Sie auch weiterhin geeignete Informations- und Beratungsangebote.