Sonderveröffentlichung

Besser sehen & hören
Neue ambulante Versorgung für Glaukom-Patienten

Projekt SALUS gestartet

Dienstag, 27.08.2019, 05:01 Uhr

Auch das Team der Augenklinik am Universitätsklinikum Münster verspricht sich viel von der SALUS-Studie, die jetzt gestartet ist. Foto: UKM/Fotozentrale/Tronquet
Das Glaukom – auch grüner Star genannt - ist eine der häufigsten chronischen Augenerkrankungen mit über einer Millionen Betroffenen in Deutschland (Quelle: Weißbuch der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2013). Beim Glaukom führt ein individuell erhöhter Augeninnendruck zum Absterben von Nervenfasern des Sehnervens. Schlecht oder unbehandelt kommt es im Laufe der Zeit zu Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung. Die Behandlung des Glaukoms basiert daher maßgeblich auf einer Senkung des Augeninnendrucks.

Das Projekt SALUS entwickelt eine neue ambulante Versorgungsform, bei der Patienten ihren Augeninnendruck selbst in ihrer häuslichen Umgebung mit einem mobilen Gerät messen. Die selbst erhobenen Werte fließen dabei in Tagesdruckprofile ein, die über eine App sowohl von den behandelnden Augenärzten in den Praxen und Kliniken als auch von den Patienten selbst eingesehen werden können. Dies bietet eine Alternative zur bisherigen Regelversorgung, bei der die Glaukom-Patienten für die Tages- und Nachtdruckmessung stationär in einer Klinik aufgenommen werden.

Insgesamt werden 2200 Patienten aus Westfalen-Lippe in die SALUS-Studie aufgenommen und in zwei Gruppen eingeteilt (neue Versorgungsform versus Regelversorgung), die miteinander wissenschaftlich verglichen werden. Wichtige Kriterien sind dabei die Verbesserung der Krankenversorgung und die Senkung der Kosten im Ver gleich zur Standardversorgung. Die telemedizinische Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Patienten ermöglicht eine schnelle, umfassende und kostengünstige Versorgung von Glaukom-Patienten.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt rund 5,34 Millionen Euro vom Innovationsfond für Neue Versorgungsformen gefördert. (UKM)

Unterdruck holt Wasser aus dem Ohr

Und plötzlich hört man alles gedämpft
Wasser im Ohr ist unangenehm – und unter Umständen auch gefährlich. Denn Feuchtigkeit weicht die Haut im Ohr auf. Gelangen dann mit dem Wasser auch Bakterien in den Gehörgang, können sie ins Gewebe eindringen und dort schmerzhafte Entzündungen verursachen. Betroffene sollten deshalb versuchen, das Wasser aus dem Ohr zu holen.

Am besten geht das, indem man die flache Hand auf das betroffene Ohr presst und dann wieder loslässt. Das erzeugt einen Unterdruck, der das Wasser aus dem Ohr saugt. Funktioniert das nicht, sind aber auch andere Methoden erlaubt – Hüpfen, Fönen oder Neigen des Kopfes etwa. Gegenstände sollte man aber keine ins Ohr stecken, das gilt auch für Wattestäbchen.

Gelangt besonders viel Wasser ins Ohr, quillt eventuell das Ohrenschmalz auf. Betroffene merken das daran, dass sie nur noch gedämpft hören – und das oft tagelang. In solchen Fällen geht man schließlich besser zum Arzt. (dpa)
   
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