Sonderveröffentlichung

Bauen und Wohnen

Nicht wie in der Turnhalle

Kunststoffboden feiert Comeback

Die Luxury Vinyl Tiles sind robust und pflegeleicht, Feuchtigkeit schadet ihnen nicht. Foto: dpa/Forbo Flooring

21.03.2020

Wer erinnert sich noch an die Kunststoffbeläge in alten Turnhallen, auf welchen die Schuhe beim Rennen quietschen? Und schwarze Striche von der Vollbremsung des Stürmers vor dem Handballtor zeugen? Ist das im Wohnzimmer vorstellbar?

Genau das passiert nun – elastische Beläge aus Kunststoffen werden wieder beliebter. Aber man kann dabei kaum vom guten alten PVC-Belag aus den Turnhallen sprechen. Eine neuartige Variante kommt zum Einsatz: Luxury Vinyl Tiles, kurz LVT.

■ Was sind LVT? „Man könnte Luxury Vinyl Tiles mit luxuriösen Vinylfliesen übersetzen“, sagt Uwe Viebrock vom Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge in Münster. Im Handel werden sie oft auch als „Designbeläge“ angeboten. „Anders als die meisten anderen elastischen Bodenbeläge kommen sie nicht von der Rolle, sondern werden ausschließlich in Form von Einzelelementen wie Paneelen, Fliesen oder geometrischen Freiformaten angeboten.“ So lassen sie sich flexibel legen und gestalten.

■ Woraus bestehen LVT? LVT sind aus mehreren Schichten aufgebaut. „Die Träger- und Stabilisierungsschicht aus PVC machen die Fliesen oder Planken besonders stabil“, erklärt Stephan Wolff vom Hersteller Objectflor Art und Design Belags GmbH in Köln. Dann folgt ein Dekor- oder Fotofilm, der den Fliesen und Planken ihr Design gibt. „Darüber befindet sich eine transparente PVC-Nutzschicht, die besonders abriebfest ist. Auf die Nutzschicht wird eine PURVergütung als zusätzlicher Schutz aufgetragen.“

■ Wie erkenne ich Qualität? LVT sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich, die sich in der Stärke der Nutzschicht zeigen. Sie sollte man entsprechend der Beanspruchung des Bodens wählen. „Für den Einsatz in Privatwohnungen genügt in der Regel eine 0,2 bis 0,3 Millimeter dicke Schicht, im gewerblichen Bereich, wo der Boden stärker strapaziert wird, müssen es schon 0,55 bis 0,7 Millimeter sein“, erklärt Raumausstatter Josef Zagolla von der Firma Teppich Schmitz, Mitglied im Netzwerk Boden. (dpa)


Zuverlässiger Halt

Rundhandläufe an Treppen

Beim Treppensteigen besteht immer ein Unfallrisiko. Um dieses so gering wie möglich zu halten, sollten bei der Planung einer Treppe bestimmte Sicherheitsfaktoren beachtet werden. Wichtig: der griffsichere Handlauf. Rechteckige oder quadratische Handläufe mögen zwar optisch in mancher Hinsicht überzeugen, gewähren aber nicht den nötigen Halt – schon gar nicht Kindern, Senioren oder Menschen mit Handicap. Treppenspezialist Kenngott empfiehlt daher – wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und analog zur „DIN 18040 Barrierefreies Bauen“ – einen Handlauf mit rundem Querschnitt. Dieser sollte möglichst eine Stärke zwischen 2,5 und fünf Zentimetern aufweisen, damit er gut umfasst werden kann. (epr)