Sonderveröffentlichung

Passend zu den individuellen Zielen

Die richtige Meisterschule finden

Montag, 10.06.2019, 08:57 Uhr

Um sich für eine Meisterschule zu entscheiden, kann ein Besuch vor Ort hilfreich sein. Foto: dpa
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FH Münster
Den Meisterbrief im eigenen Betrieb an die Wand hängen – für viele Handwerker ein großer Traum. Auf dem Weg dorthin gilt es aber zunächst die Meisterprüfung zu bestehen. Anders als die Prüfung an sich, ist die Vorbereitung darauf nicht gesetzlich geregelt, erklärt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen gibt es Meisterschulen oder Meisterkurse. Doch wie finden Gesellen die passende Fortbildung? 

Der ZDH empfiehlt, zunächst zu prüfen, ob die Schule zu den individuellen Zielen passt. Für einen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik können die betriebswirtschaftlichen Inhalte im Lehrplan zum Beispiel besonders wichtig sein – etwa weil er den elterlichen Betrieb übernehmen möchte. Dagegen legt ein Konditorgeselle womöglich großen Wert darauf, bestimmte handwerkliche Techniken zu vertiefen. 

Da es keine festen Qualitätskriterien für die Meistervorbereitungskurse gibt, ist es nicht immer einfach, gute Angebote zu erkennen. „Man sollte sich die Kurse ganz genau ansehen“, empfiehlt Julia Kuhnt, Weiterbildungsberaterin bei der Handwerkskammer Potsdam. „Die Lehrzeit und die Inhalte sollten in vernünftiger Relation zueinander stehen“.

Der ZDH empfiehlt zudem, vorab zu klären, ob eine Weiterbildung in Voll- oder Teilzeit besser zu den Familien- und Arbeitsbedingungen passt. Auch die Frage, ob sich die Vorbereitung über das Aufstiegs-Bafög finanzieren lässt, kann die Entscheidung beeinflussen.

Außerdem wichtig sind die Ausstattung der Werkstätten, die Erreichbarkeit der Bildungseinrichtung sowie die fachliche und pädagogische Qualifikation der Dozenten. Wer die Wahl hat, sollte sich die Schulen vor Ort mal ansehen. (dpa)
  
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