Sonderveröffentlichung

Garten im Herbst
Pflanzspaß mit Kindern

Blumenzwiebeln kommen jetzt in die Erde

Samstag, 14.09.2019, 13:46 Uhr

Dass aus den braunen Bollen im Frühling blühende Pflanzen wachsen, die Bienen wichtige Nahrung bieten, ist für Kinder ein kleines, spannendes Naturwunder. Foto: fluwel.de
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Sie sind klein, rund, meist braun oder beige, seltener lila oder gelb – Blumenzwiebeln und Knollen wirken eher unscheinbar. Umso beeindruckender ist es, wenn sich nach den kalten Tagen des Winters aus jeder dieser unauffälligen Kugeln langsam eine Pflanze entwickelt, die im Frühling fröhliche, bunte Blüten zeigt.

Besonders Kinder sind von solchen Naturschauspielen fasziniert und bekommen große Augen, wenn man ihnen die natürlichen Zusammenhänge näherbringt. Jetzt im Herbst ist der perfekte Zeitpunkt dafür. Denn ab Ende September beginnt die Pflanzzeit der frühblühenden Zwiebelblumen wie Tulpen und Krokusse. Aber auch die winzigen, bei Kindern beliebten weißen Schneeglöckchen kommen nun in die Erde.

Wieso also nicht jetzt einmal mit den Jüngsten rausgehen und mit ihnen verschiedene Blumenzwiebeln im Boden verstecken? „Das Pflanzen ist wirklich kinderleicht und macht großen und kleinen Gärtnern jede Menge Spaß“, weiß Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Man braucht lediglich ein kleines Schäufelchen, mit dem man ein Loch ausheben kann, das ungefähr doppelt so tief ist, wie die Blumenzwiebel oder Knolle dick. Die Zwiebeln kommen mit der Spitze nach oben hinein und werden mit Erde bedeckt.“ Eine besondere Behandlung brauchen die runden Kraftpakete übrigens nicht – weder Dünger, noch eine spezielle Erde ist nötig. Der normale Gartenboden reicht völlig. Das war es, schon ist der Grundstein für einen blühenden Frühling gelegt.

Zwiebeln im Boden

„Doch was genau passiert jetzt?“ Das werden die Kinder nach der großen Pflanzaktion wahrscheinlich fragen. Nun, in erster Linie heißt es warten – sowohl für die kleinen Gärtner, als auch für die Bollen. „Zu diesem Zeitpunkt haben die Blumenzwiebeln in ihrem Innern bereits eine kleine Tulpe oder Narzisse im Miniaturformat angelegt“, erklärt van der Veek. „Würde man sie jetzt vorsichtig öffnen, sähe man bereits, dass alles für die zukünftige Blüte bereits angelegt ist: die Blütenblätter, die Staubgefäße und der sogenannten Stempel. Manchmal zeigt sich oben an der Zwiebel auch schon der grüne Trieb, der nur darauf wartet, im Frühling ganz schnell durch die Erde zu schießen.

Im Oktober bildet die Zwiebel auch schon erste kleine Wurzeln. Schaut man genauer hin, entdeckt man den sogenannten Wurzelkranz und fühlt ihn auch ein bisschen durch die äußere Haut.“ Im Boden beginnen die Zwiebeln dann, ihre Wurzeln komplett auszubilden – dafür ist es ideal, wenn die Erde etwas kälter und feuchter ist. Sobald die Temperaturen im neuen Jahr wieder steigen, fangen die Pflanzen an zu wachsen.

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Pollen für Insekten

Und dann? Nun, im Frühling ist die Zeit der fleißigen Insekten gekommen. Besonders die einfachen, ungefüllten Blüten – also die, die nicht komplett aus Blütenblättern bestehen – bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen reichlich Pollen und Nektar.

Beides brauchen die emsigen Bestäuber für ihre Ernährung und freuen sich, wenn sie auch schon während ihrer ersten Flüge im neuen Jahr leckere Blüten im Garten vorfinden. Somit haben die Kinder nicht nur den Garten verschönert, sondern auch vielen wichtigen Insekten geholfen. (fluwel.de)
 

Genügsames Gewächs

Die Besenheide mag trockene Böden. Foto: dpa/Philipp Schulze
Die Besenheide mag trockene Böden. Foto: dpa/Philipp Schulze
Zum Leben braucht die Besenheide (Calluna vulgaris) nicht viel. Sie wächst dort, wo es andere Pflanzen schwer haben. „Die Besenheide ist eine prägende Pflanze in den Dünen der Nordseeküste. Aber auch in den Hochalpen kommt sie vor“, erläutert Kolja Dudas von der Loki Schmidt Stiftung. Die Stiftung hat den immergrünen Zwergstrauch zur Blume des Jahres 2019 ernannt.

Im Garten mag die Heide trockene, nährstoffarme Standorte mit durchlässigem und eher saurem Boden. „Nach der Pflanzung sollte die Heide sauer gedüngt werden“, rät Jörg Schneider vom Bund deutscher Baumschulen. Heide gedeiht gut unter Kiefern und Fichten, fühlt sich aber auch im Steingarten wohl. Sie blüht in klassischem Violett, Rosa oder Weiß. (dpa)
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