Sonderveröffentlichung

Medizinische und soziale Berufe
Pflege bleibt Mangelberuf

Zahl der Beschäftigten steigt nur langsam

Samstag, 16.03.2019, 10:34 Uhr

Die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW steigt rasant. Die Beschäftigtenzahl in der Pflegebranche wächst dagegen nur langsam. Foto: dpa
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Trotz der eklatanten Personalnot hat sich der Anstieg der Beschäftigtenzahl in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen verlangsamt. Ende 2017 hätten fast 260 000 Pflegekräfte in den landesweit insgesamt rund 5650 Pflegeheimen und ambulanten Diensten gearbeitet, teilte jetzt das Statistische Landesamt mit. Das seien 5,4 Prozent mehr gewesen als 2015. Von 2013 bis 2015 war noch ein Anstieg um 9,4 Prozent verzeichnet worden. Die Zahlen werden alle zwei Jahre erhoben. 

Während sich die Beschäftigtenzahl in den gut 2800 ambulanten Pflegediensten um etwa 11 Prozent erhöhte, lag der Anstieg in den gut 2800 Pflegeheimen bei nur noch 2,8 Prozent. Etwa die Hälfte des Pflegepersonals in NRW arbeitete in Teilzeit. Insgesamt erhöhten sich die Zahl der Pflegeeinrichtungen um gut 8 Prozent. Etwa jede zweite befindet sich in privater Hand. 

Verbände und Politik wollen das Image des Pflegeberufs korrigieren. „Wir brauchen eine Imageverbesserung der Altenpflege“, sagte der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW, Christian Woltering. Der Job gelte als schlecht bezahlt mit schlechten Arbeitsbedingungen. „Krankenpfleger werden immer noch deutlich besser bezahlt als Altenpfleger“, sagt Woltering. Der Verdienst sei nicht der einzige Bereich, in dem Verbesserungen notwendig seien, heißt es im Landesgesundheitsministerium. „Auch die Arbeitszufriedenheit muss gestärkt werden.“ 

Die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW steigt rasant. Ende 2017 waren fast 770 000 Menschen betroffen. (dpa)

Sprachstörungen heilen

Die Anzahl der Menschen mit Sprachstörungen hat in Deutschland zugenommen. Besonders die demografische Entwicklung vergrößert den Therapiebedarf. Altersbedingte Erkrankungen führen zu Sprach- und Sprechbeeinträchtigen. Auch Kommunikationsstörungen bei Kindern im Vorschul- und Schulalter treten vermehrt auf.

Hier werden Logopäden mit ihrem medizinischen, psychologischen und pädagogischen Wissen, das sie sich in einer dreijährigen Ausbildung aneignen, gebraucht. Die Berufsfachschulen sind in der Regel an eine Klinik angebunden, es gibt auch kostenpflichtige Ausbildungsangebote privater Träger. „Nach dem Examen finden Logopäden in der Regel sofort eine Anstellung“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad, „unter anderem in Gesundheitsämtern, kommunalen Beratungsstellen, in Kliniken und Rehabilitationszentren“. (txn.de)

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