Sonderveröffentlichung

Begleitung im Trauerfall
Pflegeleichte Pflanzen

Tipps für die kalte Saison

Dienstag, 29.10.2019, 04:00 Uhr

Die Christrose ist ein schöner Akzent auf Gräbern in der Winterzeit. Durch geschickte Kombination verschiedener Pflanzen erhalten Gräber einen besonderen Charakter. Foto: dpa/Andrea Warnecke
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Trauer hat oft einen festen Ort – den Friedhof. Auf dem Grab Blumen niederzulegen oder dieses zu bepflanzen, ist hierzulande die wohl häufigste Geste der Trauer und des Mitgefühls. Gerade im Herbst legen viele darauf Wert, zu den Totengedenktagen. Daraus kann der Grundstock für eine saisonal abwechslungsreiche Bepflanzung werden – mit Akzenten auch im Winter, Frühling und Sommer.

Zunächst aber: Ein pflegeleichtes Grab braucht eine Basis an Pflanzen, die sich über das ganze Jahr halten. Das sind zum Beispiel Strauchveronika, Efeu, Schleifenblume sowie Thymian oder winterharte Fuchsien. Sie können selbst je nach Jahreszeit Akzente setzen, vor allem tut das aber eine dazu passende saisonale Wechselbepflanzung.

Im Herbst sind vor allem Blattstauden ein Tipp. Zu den Klassikern gehören Strauchveronika und Purpurglöckchen, deren Laub je nach Sorte von Zitronengelb bis Dunkelrot gefärbt ist, sowie die Erica und die Besenheide. Sie eignen sich für schattige und für sonnige Standorte.

Der Tipp von Ralf Schupp vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner ist die aufrechte Baumheide mit grünem Laub und weißen Blüten sowie die Calluna Sea Star, eine rot blühende Sorte mit gelblichen Blättern. „In milden Lagen ohne strengen Bodenfrost übersteht das Heidekraut problemlos den Winter und blüht noch im folgenden Jahr.“ Er rät dazu, aus mehreren Heidepflanzen eine dichte, farblich abgestimmte und strukturgebende Fläche zu bilden. Die Farben der Pflanzen sollten mit der des Grabsteins abgestimmt sein, so Schupp. Als Wechselbepflanzung bieten sich darüber hinaus Mini-Alpenveilchen, Herbst-Astern, das Flammenden Käthchen und blauer Bleiwurz an.

Wer die Gräber im Winter nicht mit Tannengrün abdeckt, kann Christrosen setzen. Ab Februar bieten sich Schnee- oder Lenzrosen an, die es nicht nur in schlichtem Weiß oder Creme gibt, sondern auch in Pink, Gelb und Schwarz-Blau. Eine weitere Wechselbepflanzung ist im Winter nicht nötig.

„Wer Stauden so pflanzt, dass immer etwas blüht beziehungsweise Blattschmuck vorhanden ist, braucht keine Wechselbepflanzung“, erklärt die Fachbuchautorin Brigitte Kleinod. Alternativ nutzt man Gestecke sowie kleine Sträuße mit Immergrün. (dpa)

Vorsorge treffen

Wer seine Bestattung zu Lebzeiten selbst regelt, kann sicher sein, dass später auch nach seinen Vorstellungen vorgegangen wird. Zudem wird den Angehörigen eine Last abgenommen. „Vorsorger sollten aber unbedingt beachten, dass die Zahlung gesichert ist“, sagt Dietmar Kurze von der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Das gehe zum Beispiel über eine Treuhand.

„Ein Vertrag mit einer Treuhandgesellschaft ist sinnvoll, wenn der Kunde seine Bestattung auf einen Schlag im Voraus bezahlen und es vor dem Zugriff des Sozialamts schützen will“, sagt Marion Weitemeier von der Stiftung Warentest. Der Vorsorgevertrag kann jedoch auch Nachteile mit sich bringen: „Vorzeitig zu kündigen, kann teuer werden“, sagt Weitemeier.

Wer seine Beerdigung angesichts dieser Risiken doch nicht gleich komplett bezahlen will, hat Alternativen. „Verbraucher können beispielsweise einen persönlichen Testamentsvollstrecker benennen, entsprechend bevollmächtigen und diesen später die Angelegenheiten erledigen lassen“, empfiehlt Kurze.

Außerdem können Verbraucher eine sogenannte Bestattungsverfügung hinterlassen. Darin halten sie formlos fest, wer zuständig ist und wie die Bestattung später aussehen soll. (dpa)
   
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