Sonderveröffentlichung

Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen

Fotos: Hanna Neander

3.05.2021

Hell und freundlich, bodentiefe Fenster, geschwungene Linien, warmes Holz und ganz viel Licht: Bei der Einrichtung der neuen Praxisräume wurde besonders viel Wert auf eine wohnliche Atmosphäre gelegt. Die Weitläufigkeit spiegelt sich auf jeder der vier Etagen wider, die jeweils über separate, großzügig dimensionierte Wartebereiche verfügen. „Das spielt uns natürlich jetzt zu Corona-Zeiten besonders in die Karten, obwohl das auch ohne die Pandemie so geplant gewesen ist“, so Dr. Thomas Kagel, einer der an der Praxis beteiligten Partner.

Mitarbeiterzahl verdoppelt

„Kompetent, hilfsbereit und einfach nett“

Seit 14 Tagen können Patientinnen und Patienten an der Salzstraße 9 untersucht werden. Damit der Umzug in die neuen Räumlichkeiten klappte und die Untersuchungen ohne Unterbrechung – trotz Standortwechsel – fortgeführt werden konnten, hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Wochen einiges zu tun. „Es waren ja nicht nur logistische Herausforderungen, die wir meistern mussten“, erklärt Judith Gertkemper, die leitende Medizinisch-Technische Radiologieassistentin der Praxis. „Wir haben seit Anfang April elf neue Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet, die gesamte Mannschaft muss schrittweise an den neuen Geräten geschult werden, die Digitalisierung der Praxis ist nicht zu unterschätzen. Und dann ist da eben der ganz normale Wahnsinn, den jeder vom Umzug kennt.“ Bei den letzten Worten muss Judith Gertkemper schmunzeln. „Das schafft man nur mit einem so tollen Team, wie wir es haben. Denn natürlich wurde es zwischendurch auch mal hektisch und stressig. Da haben wir gesehen, dass jede und jeder bereit war, die entscheidenden Schritte mehr zu gehen. Am Wochenende zu arbeiten – egal ob Ärztin, Arzt oder MTRA. Das ist schon toll, wenn man Teil davon ist“, schwärmt PD Dr. Christoph Stehling. Mit seinen vier Partnern Dr. Wilfried Berning, Dr. Thomas Kagel, Dr. Christoph Schülke und Dr. Georg Bier leitet der Radiologe nun die größte Radiologiepraxis in Münster. „In den ersten Tagen war es ein besonderes Gefühl, in die neue Praxis zu gehen. Vier Etagen, 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was für eine Verantwortung. Aber jedes Mal überwiegt die Freude und das bleibt auch so“, lacht Stehling. Das Feedback der Patientinnen und Patienten macht die meisten Anstrengungen vergessen. So schreibt eine Patientin nach ihrem Besuch: „Sehr positiv ist die Terminvergabe innerhalb eines Tages (unschlagbar). Freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und wenn die Inneneinrichtung einmal fertig ist, ein fantastisches Ambiente. Chapeau!“ Eine andere Patientin kommentiert ihren Besuch in der Praxis: „Zügig, kompetent, hilfsbereit und einfach nett. Und das vom Empfang bis zum MRT und im anschließenden Gespräch mit dem Radiologen.“ Und auch Verbesserungsvorschläge kamen an: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihren neuen Praxisräumen. Auf Grund meiner Krankheit kenne ich viele Praxen. Von der technischen Ausrüstung und den neuen Räumen her ist der Zustand nahezu perfekt. Nur an der Beschilderung außen und dem Google-Eintrag müssen Sie noch etwas arbeiten.“ Letzteres hat das Praxisteam bereits getan. Die Außenbeschilderung folgt in Kürze.

Digitale Patientenpfade

Schneller, leichter, näher

In Sachen Digitalisierung wird die Gesundheitsbranche in Deutschland oft kritisiert und manchmal auch als „Entwicklungsland“ belächelt. Der Fachbereich Radiologie ist da – schon allein aufgrund der technischen Ausrichtung des Fachs – etwas weiter. Vom Röntgen über das CT, das MRT, die Mammografie bis hin zur Sonografie sind alle Untersuchungen komplett digitalisiert. Allein die Organisation rund um die Betreuung der Patientinnen und Patienten verlief in großen Teilen noch analog. Mit dem Umzug an die Salzstraße 9 hat die radiologische Praxis darum auch noch einmal alle Prozesse beleuchtet, die die Patienten unmittelbar betreffen. „Von der Anmeldung über das Patientenmanagement in der Praxis bis zur Übergabe der Daten an die Patientinnen und Patienten oder an die überweisenden Kolleginnen und Kollegen können wir jetzt alles digital abbilden“, erklärt Dr. Christoph Schülke.

Die Patientinnen und Patienten können zukünftig über die Website www.radiologie-salzstrasse.de selbst einen Termin buchen. Als gesetzlich Versicherte benötigen sie dazu lediglich eine Überweisung vom behandelnden Haus- oder Facharzt. Aus der Überweisung geht die verordnete Untersuchung oder Behandlung hervor, die einfach im Online-Formular ausgewählt und terminiert werden kann. Bei der Anmeldung in der Praxis wird dann eine fallbezogene digitale Patientenakte angelegt, in der sämtliche Aufnahmen und Untersuchungsergebnisse gespeichert werden. Über ein persönliches Passwort erfolgt dann der Zugriff auf die eigenen Daten. „Für unsere Kolleginnen und Kollegen haben wir ein Überweiserportal eingerichtet. Über die webbasierte Anwendung können sie jetzt direkt auf die Fallakten ihrer Patienten und somit auf die Befunde zugreifen. Das heißt, sie erhalten die Befunde just-intime“, erklärt Dr. Thomas Kagel. Wobei das Thema Datensicherheit in der Praxis großgeschrieben wird. „Wir müssen schon vieles beachten, aber es geht ja auch um sehr persönliche Daten. Darum ist der Aufwand, den wir betreiben schon sehr hoch und wir arbeiten hier auch mit externen IT-Partnern zusammen“, ergänzt die Datenschutzbeauftragte Frau Hummers.