Sonderveröffentlichung

Rund um das Auto
Riskanter Herbst

Sicherer unterwegs mit Auto und Motorrad

Samstag, 21.09.2019, 13:32 Uhr

Rutschiger Untergrund: Laub, Ernteabfälle und auch erster Frost machen die Fahrbahn im Herbst für Autos und Motorräder zuweilen unberechenbar.Foto: Andrea Warnecke/dpa
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Nebel oder Wildwechsel: Der Herbst bringt für Auto- und Motorradfahrer einige Risiken mit sich. Wer jedoch sich und sein Fahrzeug vorbereitet und ein paar Ratschläge beachtet, kann auch diese Jahreszeit auf der Straße genießen: „Wenn man es richtig anstellt, hat Fahrspaß immer Saison“, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Vereinigung KÜS.  

Das Risiko steigt vor allem, weil sich die Sonne mit jeder Woche etwas rarer macht: Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und die Bedingungen werden ungünstiger, fasst Marmit die Probleme zusammen. Man ist wieder häufiger in der Dunkelheit unterwegs und immer öfter ist der Asphalt wieder nass, von glitschigem Laub bedeckt oder schon bald sogar wieder von Raureif überzogen. Außerdem könnten Herbststürme und plötzliche Windböen für unangenehme Überraschungen auf Brücken oder in Waldschneisen sorgen, so der Experte.  

Ein weiteres Problem ist der Nebel, mahnt der Tüv Nord: „Viele Autofahrer sind dann viel zu schnell unterwegs.“ Wenn die Sicht weniger als 150 Meter weit reicht, solle man nicht schneller als 100 km/h fahren. Bei 100 Metern freier Sicht gelte Tempo 80 als Obergrenze. Als Orientierungshilfe können dabei die seitlichen Leitpfosten dienen. Auf Autobahnen stehen sie im Abstand von 50 Metern. Wer nur einen Pfosten weit sehen kann, dürfe auf keinen Fall schneller als 50 km/h fahren. „Achten Sie außerdem auf ausreichenden Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Als Faustregel gilt: Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand. Und: Licht einschalten nicht vergessen!“, so die Tüv-Experten weiter.  

Es ist aber nicht nur das Wetter, das im Herbst für ein höheres Unfallrisiko sorgt. Es ändern sich auch die Verkehrsverhältnisse, so Marmit. Mit dem Ende der Urlaubszeit wird es wieder voller auf den Straßen, die Ernte treibt die Landwirte aufs Feld: Langsam fahrende Mähdrescher und Traktoren erfordern mehr Rücksicht und Geduld, man muss hinter jeder Kurve oder Kuppe mit Kriechverkehr oder Stau rechnen. Und was die Agrargefährte nach getaner Arbeit mitunter an Dreck oder Ernteresten auf dem Asphalt hinterlassen, ist mit Vorsicht zu genießen.

„Zum Herbstbeginn müssen Autofahrer auf Landstraßen entlang von Wiesen, hochstehenden Maisfeldern und durch Waldgebiete mit Wild an der Straße rechnen“, warnt der ADAC Nordrhein in Köln vor Gefahren im Straßenverkehr. (dpa)
  
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