Sonderveröffentlichung

Museum goes digital

Die Pflege der Popkultur in Zeiten von Corona

Die Pflege der Popkultur in Zeiten von Corona

Das rock´n´popmuseum hat mit einigen Sonderregelungen wieder seine Türen öffnen dürfen. Foto: rocknpopmuseum

12.05.2020

Zwischen dem 14. März und dem 5. Mai waren die Türen des rock´n´ popmuseum in Gronau geschlossen. Doch anstatt in Resignation zu verfallen, blieben die Mitarbeiter nicht untätig: „Auch, wenn wir in den anderthalb Monaten keine Gäste empfangen konnten, hatten wir immer noch gut zu tun und haben Dinge in Angriff genommen, für die vorher nur wenig Zeit war“, berichtet Katharina Heidmann, Museumsmitarbeiterin. Die Liste der möglichen Aufgaben war lang: Vitrinen und Ausstellungsstücke säubern, neue Exponate inventarisieren und kommende Sonderausstellungen vorbereiten: beispielsweise die Sonderausstellung „Ludwig lebt!“ Beethoven im Pop, in der die vielfältigen Einflüsse von Ludwig van Beethoven auf die heutige Populärkultur aufgezeigt werden sollen. Darüber hinaus wurden bereits neue Veranstaltungskonzepte für die Zukunft konzipiert: „Auch, wenn gerade keine Veranstaltungen stattfinden dürfen, blicken wir positiv in die Zukunft und konzentrieren uns auf die Zeit nach Corona. So planen wir bereits die Veranstaltungen für den Herbst 2020 und das Jahr 2021 und hoffen, dass wir unseren Musikclub Turbine bald wieder mit Leben füllen können“, erzählt Chantal Lambers, Eventmanagerin des rock´n´popmuseums.

Nachdem die Landesregierung beschloss, dass Kultureinrichtungen unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen, nahm das Museum seinen Betrieb in der vergangenen Woche wieder auf: „Wir freuen uns sehr, endlich wieder für unsere Besucher zu öffnen. Ein leeres Museum ist ein sehr trauriger Anblick. In der Schließungszeit haben wir mit unserem Team deshalb unter anderem ein schlüssiges Hygienekonzept erstellt, das alle notwendigen Auflagen beachtet und trotzdem einen angenehmen Museumsbesuch ermöglicht“, erklärt Geschäftsführer Thomas Albers. Desinfektionsmittel am Eingang, Mundschutzpflicht von Besuchern und Mitarbeitern und ein neues Ticketsystem gehören ab sofort zum Alltag des rock´n´popmuseums.

„Mit unserem neuen Ticketsystem können jetzt sogenannte Zeitfenstertickets erworben werden, mit dem wir sicherstellen können, dass sich nicht zu viele Besucher auf einmal im Museum aufhalten. Es können nur zehn Besucher pro halbe Stunde die Ausstellung besuchen, weshalb wir empfehlen, die Zeitfenstertickets vorab online auf unserer Website zu kaufen, um Wartezeiten und lange Schlangen zu vermeiden“, so Thomas Albers weiter. Gruppenführungen, Konzerte und andere Veranstaltungen sind weiterhin bis auf Weiteres nicht möglich. Auch das Café Backstage lädt aktuell zwar nicht zum Verweilen ein, bietet aber ein Mitnahme-Angebot von Speisen und Getränken für Gäste. „Wir schauen jetzt erstmal, was die nächsten Tage und Wochen bringen und sind auch hier weiterhin mit den Behörden und unseren Partner im engen Kontakt“, erklärt Thomas Albers.

Besondere Regelungen

Die Videos zu den einzelnen Themeninseln und Informationen rund um Ihren Museumsbesuch zu Corona-Zeiten findet Sie auf der Facebookseite (www.facebook.com/rpm.gronau) und der Homepage des rock´n´ popmuseums (www.rockpopmuseum.de).

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Jeden ersten Freitag im Monat bis 22 Uhr