Sonderveröffentlichung
Beleidigung und Nötigung

Drängler riskieren saftige Strafe

Drängler riskieren saftige Strafe

Wer zu dicht auffährt und drängelt, bringt sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Foto: dpa

Wer unverschämt dicht auffährt und anderen Verkehrsteilnehmern den Mittelfinger zeigt, muss mit einer Strafe rechnen. Das zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts München (AZ.: 943 Cs 412 Js 158569/21). Über den Fall berichtet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der 31-jährige Angeklagte war in einem Tunnel in München so dicht aufgefahren, dass man sein Nummernschild nicht mehr erkennen konnte. Er wollte eine Autofahrerin dazu drängen, schneller zu fahren oder die Fahrspur zu wechseln. Nach dem Überholvorgang hatte der Mann die Klägerin bis zum Stillstand ausgebremst. Die Geschädigte konnte nur durch starkes Abbremsen ihrerseits einen Unfall verhindern.

Der Angeklagte behauptete, es handele sich um eine Verwechslung. Doch die Klägerin schilderte als Zeugin ruhig und glaubhaft den Hergang. Zudem konnte die Tochter der Klägerin ein Foto vorlegen, das das Auto des Dränglers samt Kennzeichen kurz nach dem Vorfall zeigte. Das Gericht sah daher die Behauptungen des Angeklagten als widerlegt an und verhängte gegen ihn eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 30 Euro. Hinzu kam schließlich noch ein Fahrverbot für die Dauer von drei Monaten. (dpa)


Nicht immer nachrüstbar

Scheinwerfer mit LED-Technik leuchten im Auto mehr als doppelt so hell wie solche mit normalen Halogenleuchten. Auch hält die LED-Technik deutlich länger und verbraucht weniger als die Hälfte der Energie, so die Prüforganisation Dekra. Manche Modelle mit alten Halogenleuchten der Kategorien H4 und H7 lassen sich auf die neue Technik umrüsten. Dafür gibt es aktuell LED-Umrüstsätze von zwei Herstellern am Markt. Diese haben in Kombination mit bestimmten Scheinwerfertypen eine allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erhalten. Und nur diese sind zugelassen.

Schon bei der Bestellung des Upgrade-Kits lässt sich anhand von Kompatibilitätslisten der Leuchtenhersteller prüfen, ob es für das eigene Auto einen genehmigten Umrüstsatz gibt, der auch zur EG-Typgenehmigung des Autos passt.

Ohne ABG und Prüfzeichen dürfen Leuchtmittel in Deutschland nicht auf der Straße zum Einsatz kommen. Mit ihrem Einbau erlischt die Betriebserlaubnis des Autos. (dpa)

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