Sonderveröffentlichung

Textilreiniger-Innung
Schmutz zieht Kleidermotten magisch an

Fachgerechte Reinigung schützt Naturtextilien vor Schädlingen

Samstag, 26.10.2019, 05:08 Uhr

Die Kleidermotte ist biologisch gesehen ein Schmetterling (Nachtfalter). Ihre Flügel sind je nach Farbe der Nahrung gelb bis braun.            Foto: Imago Images
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TextilreinigerInnung Münsterland
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MÜNSTER/RHEINE. Sie hält warm, reguliert Feuchtigkeit und fühlt sich gut an. All das kann Wolle, wenn sie fachgerecht gepflegt ist. Denn verfilzt, mit unansehnlichem Pilling oder gar mit Mottenlöchern verlieren Bekleidung und Heimtextilien aus Naturfasern ihren Wohlfühl-Charakter.

Neben falscher Pflege stellt insbesondere der Mottenbefall eine Gefahr für liebgewonnene Kleidungsstücke dar. „Viele Kunden sind verwundert, wenn sie hören, dass die winzigen Löcher in ihren Lieblingsstücken von Kleidermotten stammen“, sagt Jürgen Felmet, Obermeister der Textilreiniger-Innung Münsterland. Sinnvoll sei es daher, die Garderobe unmittelbar nach der Saison zu reinigen. Felmet: „Schmutz auf der Kleidung bietet den Insekten leider eine hervorragende Nahrungsquelle.“

Mit dem anhaltenden Trend zu Naturtextilien sei auch der Befall mit Kleidermotten wieder zum Thema geworden, so Felmet. Ein wesentlicher Grund sei falsche oder mangelnde Pflege aufgrund von überholten Vorstellungen. Dazu gehört nach wie vor die Annahme, dass Schafwolle oder andere hochwertige Wollwaren selbstreinigende Eigenschaften besitzen. Oder dass ein „Lüften“ der Textilien genügt, um sie wieder tragbar zu machen.

Was bewirkt Lüften? Ungewaschene Textilien, die auf dem Balkon oder im Garten gelüftet werden, sind für Motten ein gefundenes Fressen. Wie die meisten Schädlinge lieben sie Naturtextilien und suchen sich mit Vorliebe ein wolliges Plätzchen. Synthetische Stoffe, pflanzliche Fasern wie Baumwolle, Jute, Natur- und Kunstseide hingegen können die Larven nicht verdauen und werden daher von ihnen weitgehend verschont. Angelockt vom Duft getragener Kleidung und spätestens, wenn es dunkel wird, lassen sich die sogenannten Kleidermotten nieder, legen ihre Eier und sorgen für Nachwuchs. Nur selten fliegen sie direkt ins Haus, sie werden meist buchstäblich in den Kleiderschrank oder die Kommode getragen. Motten gehen indes nicht in frische, saubere Textilien, da sie hier keine Nahrung finden: keine Hautschuppen oder andere menschliche Rückstände, die sich in den Wollfasern hartnäckig festsetzen können.

Eine fasertiefe Pflege in der schonenden Nassreinigung oder in der klassischen Textilreinigung ist daher der beste Mottenschutz. Eine Handwäsche zu Hause genügt selten, um Flecksubstanzen oder Schweiß komplett zu entfernen.

"Schmutz auf der Kleidung bietet den Insekten leider eine hervorragende Nahrungsquelle."

Jürgen Felmet, Textilreiniger-Innung

Pilling: Wolle neigt zur Knötchenbildung, dem sogenannten Pilling. Das liegt in ihrer Natur – der schuppenartigen Faserstruktur. Pilling entsteht überall dort, wo es zur Reibung kommt: im Gürtelbereich, unter den Achseln oder auf den Schultern, unter anderem durch das Tragen von Umhängetaschen.

Die Reinigung der Kleidung sollte daher so schonend wie möglich sein. Während der Reinigung im Lösemittel, der traditionellen Trockenreinigung, ist jede Wollfaser vor Veränderungen geschützt. Da sie nicht mit Wasser in Berührung kommt, kann die Faser nicht quellen. Sie behält ihre Form, und die Oberfläche des Textils bleibt einwandfrei, selbst nach zahlreichen Pflegezyklen.

Eine umweltgeprüfte Alternative ist die moderne Nassreinigung mit speziellen Schonverfahren, in denen die Struktur von Wollfasern und -geweben ebenfalls stabil bleibt. In dem international anerkannten Wet-Cleaning-Verfahren sind Wasch- und Trocknungsprozesse exakt aufeinander abgestimmt.

Wie wirkt die Handwäsche? Was umgangssprachlich als „Einlaufen“ bezeichnet wird, nennen die Experten „Krumpfen“. Im Klartext: Die Wolle ist verfilzt, das Gewebe hat sich zusammengezogen. Auch heute wird die Handwäsche als einzig sicherer Weg propagiert, Wolle vor dem Einlaufen zu schützen. Mit der Entwicklung moderner Profitechnik hat sich das längst überholt. Genauso wie die Empfehlung, „gekrumpfte“ Textilien durch eine erneute Handwäsche reparieren zu können oder sie im feuchten Zustand wieder ‚zurechtzuziehen‘. Vielleicht lässt sich das Gewebe mit Gewalt etwas dehnen, eine einmal geschädigte (veränderte) Faser kann jedoch nicht wieder in ihre Ursprungsform gebracht werden. Sind die Fasern erst einmal verfilzt, ist dieser physikalische Prozess nicht rückgängig zu machen. Textilreiniger verhindern ein Einlaufen, indem sie die geeignete Maschinentechnik einsetzen.

Outdoorjacke nicht in der Maschine waschen

MÜNSTER/RHEINE. Mit dem nahenden Winter werden die Daunenjacken wieder aus dem Schrank geholt. Allerdings gehören die anspruchsvollen Outdoor-Textilien nicht in die heimische Waschmaschine, rät der Textilreinigungsverband DTV. Er empfiehlt eine professionelle Nassreinigung, auch bekannt als Wet-Cleaning-Verfahren.

„Nur weil eine Outdoorjacke als waschbar gekennzeichnet ist, gehört sie noch lange nicht in die Haushaltsmaschine“, betont Reinigungsexperte Udo Nagelschmidt. „Es mag sein, dass die Daunenjacke die Wäsche schadlos übersteht, gründlich gewaschen ist sie vermutlich nicht.“

Mit der Wäsche allein sei es zudem nicht getan, so Nagelschmidt: „Die Probleme beginnen spätestens bei der Trocknung.“ Was im Haushalt nicht funktioniert, schaffen Fachleute in der professionellen Nassreinigung. Ein voluminöses Kleidungsstück benötige ausreichend Bewegungsfreiheit, um ebenso gründlich gereinigt wie ausgespült und schließlich vollständig getrocknet zu werden.

„Nur eine exakt temperaturgesteuerte Trocknung in einem geräumigen Tumbler garantiert, dass sich die Daunen nach der Wäsche wieder voll entfalten und so ihre temperaturregulierende Wirkung behalten“, sagt Nagelschmidt.

Für jeden Tag ein frisches Hemd

MÜNSTER. Wer leidenschaftlich gern Hemden bügelt, wird bei diesem Angebot abwinken. Oder vielleicht doch nicht? Denn die Textilreiniger nehmen ihren Kunden nicht nur die lästige Bügelarbeit ab, sondern sorgen auch dafür, dass Hemden länger gut aussehen. Das Geheimnis heißt Nassreinigung. In Reinigungen und Wäschereien werden Hemden nicht einfach gewaschen, sondern nassgereinigt, im Wet-Cleaning-Verfahren, einer schonenden Alternative zur Haushaltswäsche.

Was unterscheidet den Hemdenservice von der Haushaltswäsche?

Abgesehen vom fachlichen Können macht die Technik den Unterschied. Profis arbeiten mit einem umweltgeprüften Waschverfahren, das selbst hochsensible Textilien schonend pflegt. Beim Wet-Cleaning wird jede Textilart materialgerecht gereinigt, getrocknet und fachgerecht gefinisht.

Wieso ist Nassreinigung die schonendere Wäsche?

Die geräumigen Trommeln der Hochleistungsmaschinen bieten den Hemden weitaus mehr Bewegungsfreiheit als herkömmliche Waschmaschinen. Außerdem werden Waschprozess und Trocknung minutiös aufeinander abgestimmt, um die Belastung für Textil und Umwelt zu minimieren.
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