Sonderveröffentlichung

Bürgerschützen „St. Johannes“ richten den Blick in die Zukunft

News gibt‘s neuerdings per „Johannesbote“

Hans und Mariel van Doorn bedanken sich vor allem bei ihrem „fantastischen Hofstaat“, der das Regentenpaar nun ein weiteres Jahr begleiten wird.

22.06.2020

Vorsitzender Theo Scharbaum und sein Vorstandsteam können sich noch gut erinnern: 150 Schützen im vollbesetzten Saal, beste Stimmung – und man durfte sich sogar noch die Hände schütteln. Die letzte Generalversammlung des Bürgerschützenvereins „St. Johannes“ ist erst gut ein halbes Jahr her – und doch hat sich die Welt seitdem dramatisch verändert. Auch, wenn seit dieser Woche einige Lockerungen gelten: An ein „normales Leben“ ist wohl noch lange nicht zu denken.

Die Corona-Pandemie trifft auch die Bürgerschützen hart. Frühjahrsversammlung, Königspokalschießen und natürlich das eigentlich an diesem Wochenende stattfindende Schützenfest: Alles musste ersatzlos gestrichen werden. Und trotzdem arbeiten Theo Scharbaum und sein Team engagiert daran, dass der Verein lebendig bleibt. Ein Beispiel: der digitale „Johannesbote“, den der Verein vor einigen Wochen ins Leben gerufen hat. Wer sich per WhatsApp an die Nummer Tel.: 01 57 / 32 60 64 48 wendet, der erhält per Newsticker aktuelle Nachrichten – auch zur weiteren Jahresplanung.
      

Was diese betrifft, so hält man sich bislang noch alle Optionen offen. „Erste Ideen wurden hierzu gesammelt – festgelegt ist aber noch nichts“, teilt der Vorstand im jüngsten „Volltreffer“-Flyer mit. Bevor man statt des Schützen- eventuell noch ein Mitgliederfest auf die Beine stellt, wolle man Rücksprache mit den Bauern- und den Junggesellenschützen halten. „Die Planungen werden aufgenommen, sobald klar ist, in welcher Form so eine Feier überhaupt möglicht ist“, teilt das Vorstandsteam mit.

Fotos: Simon Beckmann 
Fotos: Simon Beckmann 

Beschlossene Sache ist hingegen, dass man angesichts der ausfallenden Veranstaltungen in diesem Jahr auf den Mitgliedsbeitrag verzichten wird. Und da es die Kassenlage hergibt, sind die Bürger ihrem satzungsmäßig verankerten „christlichen Charakter“ nachgekommen und haben 1000 Euro gespendet. Zu Gute kommen soll diese Summe vor allem hilfsbedürftigen Familien in der Stadt, weshalb sie der „Tafel“ zur Verfügung gestellt wurde. Außerdem spendete der Vorstand noch jeweils 500 Euro für das „Café Malta“ und die Hospizgruppe.

Mit Zuversicht blicken die Vorstandsmitglieder nun auf das Jahr 2021 – in der Hoffnung, dass es dann wieder einen spannenden Wettkampf an der Vogelstange um die Nachfolge von Zwei-Jahres-König Hans von Doorn geben wird. Und auch wenn er seine „Langzeitregentschaft“ – nicht zuletzt Dank des „fantastischen Hofstaats“ – nun weiter genießen darf, so freut sich König Hans I. doch darauf, seinem Nachfolger gratulieren zu können. „Gerade in schweren Zeiten wie heute, in denen wir auf uns selbst gestellt sind, ist die Verbundenheit mit den Mitbürgern so immens wichtig“, sagt van Doorn. „Eine Krise wie diese, die es so sicherlich noch nicht gegeben hat, können wir nur gemeinsam bewältigen. Schon deswegen lohnt es sich, in den örtlichen Vereinen mitzumachen.“ (dje)
      

427 Jahre lebendige Vereinsgeschichte

Alle Regenten des Bürgerschützenvereins aufzuzählen, würde angesichts der mittlerweile 427-jährigen Vereinsgeschichte und der stattlichen Regentenliste, die bis ins Jahr 1843 dokumentiert ist, sicherlich den Rahmen sprengen. An die folgenden Könige der vergangenen 25 Jahre dürften sich manche „Stewwerter“ aber sicher noch gut erinnern: Bernhard Dieckmann (Kaiser 1995), Bernhard Erdmann (1996), Thomas Leschnikowski (1997), Heinrich „Beo“ Wältermann (1998), Hans-Joachim Reich (1999), Alfons Hunsteger (2000), Werner Isenberg (2001), Michael Schlüter (2002), Heinz Fels (2003), Thomas Kröger (2004), Heinz-Gerd Hennenberg (2005), Detlef Hänel (2006), Reinhard Lohmann (2007), Norbert Engels (2008), Ludger Wienkamp (2009), Hermann Weber jun. (2010), Hermann Weber sen. (2011), Theo Scharbaum (2012), Karsten Lohmann (2013), Herbert Reher (2014), Joachim Dittrich (2015), Reinhard Heinze (2016), Josef Reher (2017), Frank Tendahl (2018) sowie Hans van Doorn (2019 und 2020). (dje)