Sonderveröffentlichung

Am Schützenfest-Tag gemeinsam zum Gottesdienst

Vereinsfahnen werden gehisst

Der Umzug der Johannisbruderschaft durch die Stadt findet in diesem Jahr natürlich auch nicht statt. Aber einen Gottesdienst wird es geben, und die rot-weißen Fahnen werden gehisst. Foto: Johannisbruderschaft  

22.06.2020

Tradition ist die Basis der Johannisbruderschaft und spielt im Vereinsleben der nun 414 Jahre alten Bruderschaft eine sehr bedeutende Rolle. Fester Bestandteil des Vereinslebens ist das alljährlich um den Namenstag des Heiligen Johannes des Täufers (24. Juni) stattfindende Schützenfest.

Das Revolutionsjahr 1848, die Kriegsjahre 1870/71, 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 sahen ebenso keine Feste wie etliche notvolle Jahre. In diese Reihe wird sich nun das Jahr 2020 einreihen, weil das Coronavirus eine Durchführung unmöglich macht.

„Schon Anfang März in unserer Vorstandssitzung haben wir uns einstimmig dafür entschieden, sowohl die Frühjahrsversammlung als auch das Schützenfest, das am 22. Juni stattfinden sollte, abzusagen“, erläutern Geschäftsführer Dietmar Specht und Oberst Helmut Puke. Sie sehen sich angesichts der Entwicklungen in den letzten Wochen und Monaten bestätigt.

„Für uns hatte das zur Folge, dass nicht nur das Königspaar Veronika Grothues-Neuhaus und Günter Neuhaus noch ein weiteres Jahr regiert, sondern auch der zurzeit amtierende Vorstand mit Oberst Helmut Puke an der Spitze ein weiteres Jahr für das Geschehen in der Johannisbruderschaft verantwortlich ist“, führt Dietmar Specht weiter aus.



»Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.«


Karl-Heinz Schwermann



Ein ungewöhnlicher Umstand, denn traditionell wird in der Frühjahrsversammlung der Vorstand der Bruderschaft zu großen Teilen neu gewählt und, ein neuer Oberst übernimmt den Vorsitz. Dies wäre im Jahre 2020 Karl-Heinz Schwermann gewesen, der vom Stellvertreter des Obersts zum ersten Mann in der Bruderschaft aufgerückt wäre. „Ich habe mich mit meiner Frau Irmgard auf dieses besondere Jahr sehr gefreut. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sieht Schwermann diese Entwicklung mit einem lachenden und weinenden Auge und blickt dem Schützenjahr 2021/22 mit großen Erwartungen entgegen.

Dem Heiligen Johannes soll aber in diesem Jahr trotz Corona in angemessener Form gedacht werden – selbstverständlich unter Einhaltung aller hygienischen Vorgaben. Am Tag des Schützenfestes trifft man sich wie gewohnt mit schwarzem Anzug und Zylinder und roter Rose zu einem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Und als sichtbares äußeres Zeichen wird zudem noch an allen Häusern der Johannisbrüder die rotweiße Vereinsfahne gehisst.

Könige und Jubilare der Johannisbruderschaft


Könige in den letzten 100 Jahren


vor 5 Jahren (2015), Dietmar und Petra Specht vor 10 Jahren (2010), Wolfgang und Renate Schauerte vor 20 Jahren (2000), Dieter und Marieta Schmitz vor 25 Jahren (1995), Robert und Karin Greiwe vor 30 Jahren (1990), Theo und Magdalene Sudhoff vor 40 Jahren (1980), Heinz und Elisabeth Wallmeyer vor 50 Jahren (1970), Heinz und Christa Nachtigäller

Mitgliedschaften

10 Jahre (2010), Stephan Brockamp 15 Jahre (2005), Christian Hayduk, Klaus Räckers, Peter Holthaus, Paul Watermann, Peter Koch 20 Jahre (2000), Hans-Günter Ermer, Franz Nordhoff, Holger Kuhlmann 25 Jahre (1995), Otto Weng 30 Jahre (1990), Konrad Pumpe, Anton Bohlen 35 Jahre (1985), Anton Schmitz 40 Jahre (1980), Ulrich Kunstleben, Josef Volkery, Ulrich Ermer 45 Jahre (1975), Hans-Günter Facies, Hubert Hartmann 50 Jahre (1970), Anton Mössing, Karl Greive