Sonderveröffentlichung

Winterreifen-Regeln im Ausland kennen

Sicher im Schnee

Die Regelungen für Winterreifen sind im Ausland unterschiedlich. Foto: dpa

21.11.2020

Wer sich im Ausland nicht an die Winterreifen-Vorschriften hält, riskiert ein Bußgeld, warnt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. So gilt in Österreich für Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen von 1. November bis 15. April Winterreifenpflicht. Aber nur, wenn die Straßen mit Eis und Schnee bedeckt sind. Sommerreifen mit Schneeketten sind erlaubt, sofern die Straße permanent oder fast immer mit Eis und Schnee bedeckt ist. In Frankreich gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Allerdings können Schneeketten durch Schilder vorgeschrieben werden. Dort sind Autoreifen mit Schneeketten auf blauem Grund zu sehen. Darf man statt Schneeketten auch mit Winterreifen fahren, steht unter dem Schild: „Pneus neige admis“ oder „Pneus hiver admis“. Die Schilder werden allerdings kurzfristig, je nach Wetterlage, aufgestellt. Auch in der Schweiz gibt es keine Winterreifenpflicht. Doch wer den Verkehr behindert, weil er bei winterlichen Straßenverhältnissen mit ungeeigneten Reifen fährt, hat mit einem Bußgeld zu rechnen. Außerdem können bei Bedarf Schneeketten per Schild vorgeschrieben werden.

In Italien schreiben Verkehrszeichen Winterreifen oder Schneeketten je nach Witterung für einen bestimmten Zeitraum vor. Im Aosta-Tal gilt vom 15. Oktober bis 15. April Winterreifenpflicht. Auf der Brennerautobahn in Südtirol gilt von 15. November bis 15. April Winterausrüstungspflicht. Die ist mit Winterreifen erfüllt.

In Deutschland gibt es keine Zeitvorgabe. Die Bereifung muss den Witterungsbedingungen entsprechen. Winterreifen sind bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte vorgeschrieben. (dpa)