Sonderveröffentlichung

Ehrenamtspreis von Stadtsparkasse und Westfälischen Nachrichten für Erwin Knemöller

„Macht bloß keinen Wirbel um mich“

Völlig überrascht ist Erwin Knemöller, als er mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet wird. Foto: Michael Baar

17.02.2021

Erwin Knemöller ist ein Tausendsassa, nicht nur in Sachen Sport, sondern auch in vielen anderen Dingen. Er ist ein hilfsbereiter Mensch. Wird er gefragt: „Könntest Du mal“, kommst stets ein „Ja, mach ich“. Sport, Politik, Gewerkschaft, dass sind seine drei hauptsächlichen Bereiche, in denen er ehrenamtlich tätig war, und im Sport immer noch ist.

Erwin Knemöller ist sportlich im Fußball groß geworden. Seine Heimat ist seit vielen Jahren Preußen Lengerich. Dort war und ist er auch immer noch mehr als nur „Mädchen für alles“. Er ist selbst dem runden Leder hinterher gerannt, auch heute noch. Er mischt bei den Gruftis fleißig mit. Nicht nur auf dem Feld. Er leitet die Gruppe, die sich bis heute (wenn es Corona wieder erlaubt) zum sportlichen Treiben auf dem Platz oder in der Halle trifft.

Erwin Knemöller hat lange Jahre im Vorstand der Preußen mitgewirkt, hat alle Höhen und Tiefen des Vereins mitgemacht. Er hat sich nie abgewandt, sondern war und ist immer noch bei der Hand, wenn es was zu tun gibt. Selbst vor dem Platz abkreiden scheut er nicht zurück. Mit Hand angelegt hat er natürlich auch, als die Preußen das Clubhaus und die Erweiterungen an der Sportanlage an der Münsterstraße in Eigenregie errichteten. Steine waren ihm nie schwer genug und wenn es sein musste, hat er auch dicke Brocken beiseite gerückt.

Sportlich fit hält sich Erwin Knemöller durch Laufsport. Er war Initiator des Lengericher Lauftreffs. Stolz ist er fraglos, mehrere Marathonläufe erfolgreich bewältigt zu haben, unter anderem den in New York. Und als er in Ruhestand ging, legte er richtig los. Aus früher einfachen Radtouren mit Freunden entwickelte er eine Faszination. So hat er auf zwei Rädern die Tour Gibraltar und zurück ebenso durchgestanden, wie eine Fahrt zum Nordkap, einmal rund um die Ostsee oder bis hinunter zum italienischen Stiefel.

Und schließlich war er fleißiger Helfer und Antreiber bei der Sportschau. Fast 30 Jahre lang. Er könnte fraglos ein Buch über sein Leben schreiben, zumal er als Fachmann aus dem Druckergewerbe die besten Voraussetzungen hätte. Aber dazu ist er viel zu bescheiden. „Macht bloß keinen Wirbel um mich“, das sagt er immer wieder. (do)