Sonderveröffentlichung

Nachgefragt: Das denkt Kinderhaus
Stets den Stadtteil im Blick

Überwältigendes ehrenamtliches Engagement

Donnerstag, 03.10.2019, 13:04 Uhr

Wolfram Goldbeck vom Amt für Grünflächen freut sich über das Engagement der Bürger. Foto: acf
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Die Grünschleife in Kinderhaus ist für viele Bewohner des Stadtteils Gartenersatz, naturnaher Erholungsraum und Treffpunkt für alle Generationen und Nationen. „Das war nicht immer so“, erinnert sich Wolfram Goldbeck vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, der sich verantwortlich für die Aktion „Münster bekennt Farbe“ zeichnet. „Noch vor zehn Jahren war die Grünschleife ein echter Brennpunkt, der eher als Hundeklo benutzt wurde als der Naherholung zu dienen“, weiß Goldbeck. Er weiß aber auch, dass in keinem anderen münsterischen Stadtteil die Motivation, sich in die Grünflächen einzusetzen, derart groß ist wie in Kinderhaus: „Das bürgerschaftliche Engagement hat mich anfangs völlig überwältigt.“

"Das bürgerschaftliche Engagement hat mich anfangs auch völlig überwältigt"

Wolfram Goldbeck vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Pflege der 11 500 Quadratmeter großen Erholungsoase gibt vielen einen Sinn, denn so haben sich die Bürger einen Ort fürs Grillen und zum Entspannen geschaffen. „Alle Beete mit Blumen zum Selberpflücken, mit Kräutern und Gemüse wurden von sogenannten Paten für die Allgemeinheit angelegt“, erklärt Goldbeck.

Dort entstehen seither Gespräche zwischen Jung und Alt, neuzugezogenen und alteingesessenen Bürgern – und sogar ein Austausch zwischen den Kulturen finde statt, hat der städtische Mitarbeiter beobachtet.

Zu den zahlreiche Grünflächen in Kinderhaus kommen noch 24 Spielplätze hinzu, die ebenfalls von den Bürgern betreut werden. Diese Aufgabe übernehmen die „Spielplatzpaten“, die die Stadt Münster derzeit wieder für den Ortsteil sucht.

Arnhild Schönfelder gehört dazu. Den Spielplatz Wilkinghege hat sie seit mittlerweile fünf Jahren immer im Blick, wenn sie dort mit ihren beiden Enkelkindern tobt. So hat sich die Patenschaft auch ergeben, denn die Kinderhauserin wollte sich für ihren Stadtteil engagieren. „Das ist überhaupt kein großer Aufwand, denn ich bin ja ohnehin mehrmals die Woche vor Ort“, sagt die 65-Jährige und ergänzt: „Es geht auch nur darum, darauf zu achten, dass die Spielgeräte alle funktionsfähig sind und die Hunde nicht auf der Spielfläche rumlaufen.“

„Einen Orts-Sheriff suchen wir auf gar keinen Fall für die noch fünf Spielplätze im Stadtteil, die derzeit ohne Paten sind. Aber aufmerksame Menschen, die gerne in der Natur sind“, erklärt Wolfram Goldbeck.

Bei Interesse an einer Patenschaft dürfen sich die Kinderhauser gerne an ihn oder das Amt für Grünflächen wenden. (acf)

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