Sonderveröffentlichung

90 Jahre LBS
Technisch immer vorne dabei

Ein Zuhause an der Himmelreichallee

Samstag, 31.08.2019, 15:06 Uhr

Im Inneren des LBS-Gebäudes am Aasee hat sich im Laufe der Zeit viel geändert. Äußerlich ist es jedoch gleich geblieben. Umgeben ist die weiße Silhouette von mehreren Großskulpturen, aber auch von viel Grün. Foto: LBS
Anzeige
Pixel-Com Medientechnik
Hof Grothues-Potthoff
Manns Frischeservice
Beck
Wäscherei Sicking
Wäscherei Sicking
Hinkerohe & Groneick GmbH
Isfort
Münsterland Integrations-Knolle
Techcon
Vor 50 Jahren erfolgte die Grundsteinlegung für die neue LBS an Münsters Himmelreichallee. Das markante weiße Gebäude wurde von Professor Harald Deilmann entworfen, der sich im Nachkriegsmünster bereits mit dem Bau des Stadttheaters einen Namen gemacht hatte. Ursprünglich sollte die Landesbank Westfalen einziehen, aber die fusionierte 1969 mit dem rheinischen Pendant zur Westdeutschen Landesbank mit Sitz in Düsseldorf. In der Folge wurde Münster Hauptsitz der LBS.
    
Damals und heute: Im Keller der LBS ist ein „Nostalgiebüro“ aufgebaut. Im Jahr 2019 wird im modernen Großraumbüro gearbeitet.Foto: LBS
Damals und heute: Im Keller der LBS ist ein „Nostalgiebüro“ aufgebaut. Im Jahr 2019 wird im modernen Großraumbüro gearbeitet.
Foto: LBS
Zuvor hatte die Stadt Münster das Gelände des Zoovereins Bankvorstand Ludwig Poullain angeboten, um ein Abwandern der Arbeitsplätze nach Dortmund zu verhindern. Im Gegenzug erhielt der Zoo ein mehr als viermal so großes Grundstück am Ende des neuen Aaseeteils. Viele Münsteraner trauerten um den alten, im Krieg weitgehend zerstörten Landois-Zoo. Aber eine dringend notwendige Expansion zum modernen Freizeitbetrieb war an der Himmelreichallee ebenso wenig möglich wie eine moderne artgerechte Tierhaltung.

Das LBS-Gebäude wurde in drei Bauabschnitten von 1972 bis 1974 bezogen, so dass parallel der Allwetterzoo gebaut werden und die Tiere sukzessive umziehen konnten. Es bot ursprünglich Platz für 1500 Mitarbeiter auf knapp 17 000 Quadratmeter, die Tiefgarage fasst 580 Pkw. Mit der Buchungszentrale der Westfälisch-Lippischen Sparkassen zog auch ein großes Rechenzentrum ein. Die Sitzungsräume wurden zudem regelmäßig auch von der Landesbank genutzt.
   
Technisch immer vorne dabei Image 2
Technisch ganz weit vorn war man mit einer AktenFörderanlage: per Metallschieber auf einer Plastiktasche wurde vom Mitarbeiter die gewünschte Adresse im Haus eingegeben und das Schriftstück dann automatisch durch Zwischendecken und Steigeschächte dorthin transportiert.

Seit 2002 ist die LBS West ein rechtlich selbstständiges Unternehmen, Eigentümer sind der Sparkassenverband Westfalen-Lippe und der Rheinische Sparkassen- und Giroverband. An der Himmelreichallee sind neben der LBS mit ihren gut 600 Mitarbeitern mehrere LBS-Tochterunternehmen sowie weitere Mieter zuhause. Im Inneren wurde mehrfach saniert und umgebaut–aber die zeitlose weiße Silhouette steht am Ufer der Aa wie vor 50 Jahren. Umgeben ist sie von mehreren Großskulpturen, allen voran den „Large vertebrae“, den Großen Wirbelknochen von Henry Moore – einem beliebten Motivhintergrund für die Fotos vieler Hochzeitspaare.

Für die Gestaltung der Innenräume hatte die damalige Landesbank zahlreiche Kunstwerke vorwiegend zur Förderung junger Künstler angeschafft. Bezugspunkt war oft die Kunstakademie Düsseldorf. Einige Werke haben inzwischen Weltruhm erlangt, so die Nagelbilder Günther Ueckers oder die Lichtskulpturen von Heinz Mack und Otto Piene. Selbst Frank Stella ist nicht nur im New Yorker MoMA, sondern auch bei der LBS in Münster vertreten. Aus Sicherheitsgründen sind die Kunstwerke nicht dauerhaft zugänglich. Aber zum „Schauraum“ vom 5. bis 7. September besteht die nächste Möglichkeit, sich daran zu erfreuen.
   
Datenschutz