Sonderveröffentlichung

Sprechstunde Rücken
Über 2000 Jahre Erfahrung

Mit Akupunktur gegen unterschiedlichste Schmerzen vorgehen

Dienstag, 12.03.2019, 12:19 Uhr

Akupunktur kann auch bei Rückenleiden für Linderung sorgen. Foto: Chariat
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, auch als TCM bekannt, deuten Rückenschmerzen und insbesondere Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule auf eine sowohl körperliche als auch seelische Dauerüberbelastung des Patienten hin.

Rückenschmerzen sind ein Zeichen für eine Disharmonie entlang der Meridiane/ Energiestraßen, die sie versorgen. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, kommen unterschiedliche Therapieverfahren der TCM oder der ganzheitlichen europäischen Medizin zum Einsatz: Akupunktur mit Moxibustion, Schröpfen oder Schröpfmassage. Sie helfen, Verspannungen und Fehlhaltungen vorzubeugen. Individuell abgestimmte Kräuterteerezepturen harmonisieren und entspannen die Muskulatur und die Psyche.

Die Akupunktur ist eine über 2000 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Zu zahlreichen Indikationen gibt es zudem fundierte wissenschaftliche Studien. Diese Untersuchungen belegen, dass die Akupunktur bei chronischen Wirbelsäulenleiden in ihrer Wirkung mit den herkömmlichen medizinischen Therapien vergleichbar ist. So führt Akupunktur bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen (zum Beispiel infolge einer Arthrose) in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und langanhaltenden Schmerzlinderung.

Die heilende Wirkung der Behandlung kommt unter anderem dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin und körpereigene Endorphine. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomografie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen.

Was dabei allerdings genau im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt. www.chariat.de

Akupunktur: Die Einsatzmöglichkeiten bei Schmerzen

Akute und chronische Schmerzen wie zum Beispiel Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz), Tumorschmerzen, Schmerzen des Kau- und Zahnsystems
Erkrankungen des Bewegungssystems wie zum Beispiel Schmerzen an Hals-, Brust-und Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Sehnen- und Gelenkerkrankungen, Tennis-Ellenbogen, chronische Hüftgelenks- oder Kniegelenkschmerzen, Karpaltunnel-Syndrom, Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen, Arthrose-Schmerzen
Neurologische Krankheiten wie zum Beispiel Migräne, Neuralgien, Trigeminusneuralgie, Schmerzen nach einem Schlaganfall und bei Polyneuropathie, Schmerzen bei Gürtelrose (Herpes zoster)
Sonstige Indikationen wie zum Beispiel Schmerzen bei funktionellen Magen-Darm-Störungen, Menstruationsschmerzen, Schmerzen bei Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)
Schründer Schlafräume

Andauernde Rückenschmerzen sind ein Fall für den Arzt

Foto: dpa
Foto: dpa
Hinter Rückenschmerzen steckt oft keine Schädigung des Rückens, sondern zu wenig Bewegung. Zum Arzt gehen sollten Betroffene, wenn die Schmerzen immer schlimmer werden statt besser, erläutert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte“. Spätestens nach zwei Wochen ist ein Arztbesuch ratsam. Warnsignale sind auch andauernde Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Schmerzen in den Beinen oder im Genitalbereich, Inkontinenz, Erschöpfung oder Fieber. Werden die Beschwerden beim Husten und Niesen schlimmer, sollte sich das ebenfalls ein Arzt anschauen.
Datenschutz