Sonderveröffentlichung

Urban und modern: Hostel am Puls der Stadt
Umbau nach einem Jahr fertig

Urban und modern ist das Design der Anlaufstelle für Münsters Touristen

Freitag, 30.11.2018, 14:44 Uhr

Mitten in Münsters Innenstadt ist das neue Hostel am Verspoel 1 Anlaufstelle für Reisende – egal ob Backpacker, Familien, Paare oder Geschäftsreisende: Von Doppel- über Mehrbettzimmer bis zu barrierefreien Räumen sind die Kategorien vertreten. Foto: kri
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Klein & Lohmann GmbH
Gruppe MDK Münster
stapelbroek
Heinze & Rincke
gantert wiemeler ingenieurplanung
Thomas Drees & Stefan Hoersch
Plan CAD Planungsteam für Haustechnik GmbH
Die Schränke sind in Hochglanz gebracht, der Boden ist poliert, die Fenster geputzt – das neue, zentrale Hostel am Ludgeriplatz, Verspoel 1, ist nach über einem Jahr Umbauphase jetzt fertiggestellt und bezugsfähig. „Der komplette Dachstuhl wurde abgerissen und zwei neue Dachgeschosse wurden ergänzt. Um die Last zu tragen, wurde das Gebäude mit zusätzlichen Fundamenten ausgestattet, auch neue Entwässerungsleitungen sind verlegt“, zählt Bauleiter Alexander Keller des Architekturbüros Gruppe MDK Architekten und Ingenieure nur einige der vielen nötigen Schritte für den Umbau auf. Zuvor wurden unten im Gebäude noch Möbel verkauft – oben war eine Kosmetikerin tätig und zwei Wohnungen waren hier untergebracht. Für die aufwendigen Umbauarbeiten koordinierte Keller die unterschiedlichsten Betriebe: „Wir haben das Gebäude entkernt, das alte Dach abgerissen, nicht tragende Wände demontiert, die dritte und vierte Etage neu aufgebaut und Aufzüge eingebaut“, erklärt Stephan Strodmeyer, Bauleiter vom Unternehmen Hubert Nabbe GmbH.

»Hier sehen wir viel Potenzial für unser erstes H.ostel, zumal es in Münster bislang kein vergleichbares, klar positioniertes Konzept gibt.«

Alexander Fitz, CEO der H-Hotels AG

Mitten im Stadtgetümmel und McDonalds-Betrieb setzte das Unternehmen Stahlträger ein, um die Last der neuen Stockwerke aufzufangen. „Das war eine kleine Herausforderung durch den beengten Raum, und die Ladenlokale möchten ihre Kundschaft ja auch nicht durch eine Baustelle drum herum verlieren“, erklärt er. „Am Ende waren aber alle glücklich“, sind sich Strodmeyer und Keller einig. Als Vermessungsbüro erstellte Drees und Hoersch den Lageplan zum Bauantrag und zeigte im Rahmen der Abriss- und Aufbauarbeiten zum einen Bohrpunkte sowie die Grenzverläufe des Grundstücks auf. Bei Letzterem war die Besonderheit, dass das Gebäude über mehrere Straßen verläuft.

Die Tragwerksplanung, also die Statik des Gebäudes, führte Gantert + Wiemeler Ingenieurplanung durch. „Wir weisen die Standsicherheit des Gebäudes nach“, erklärt Inhaber Ulrich Wiemeler.
Umbau nach einem Jahr fertig Image 1
Die Ingenieurgesellschaft PlanCAD übernahm die technische Gebäudeeinrichtung. „Es handelt sich um keinen normalen Wohnungsbau, das Heizen und Lüften findet zum Beispiel gesondert statt. Bei einem Vierleitersystem hat jede Flüssigkeit einen eigenen Vor- und Rücklauf“, zählt etwa Engelbert Gallin, Mitglied der Geschäftsführung, eine der Maßnahmen auf. Bäder installiert, die Klimaanlagen eingebaut, einen Kaltwassererzeuger auf dem Dach montiert und die Fernwärme eingebaut hat das Unternehmen Heinze und Rincke GmbH, während die Klein & Lohmann GmbH zuständig war für die komplette Elektroinstallation inklusive dem WLAN-Netzwerk, der Sicherheitstechnik und die elektrischen Arbeiten für die Brandmeldung. „Wir haben auch einen Behindertennotruf installiert. Betätigt man diesen, leuchten im Flur Lämpchen auf und die Rezeption wird direkt informiert“, erzählt der geschäftsführende Gesellschafter der Klein & Lohmann GmbH, André Klein.

»Münster ist eine junge Stadt. Wir haben viel Rucksacktourismus, aber auch junge Familien oder Menschen, die beruflich unterwegs sind – mit wenig Gepäck und ohne Auto.«

Dirk Kaminski von der Gruppe MDK
Architekten und Ingenieure

Von Juni 2017 bis September 2018 dauerten die Bauarbeiten an. In den letzten sechs Wochen ging es dann ans Einrichten. Das besondere Mobiliar für das Hostel lieferte die Firma Stapelbroek, unter anderem die Rezeptionsanlage oder die robusten Doppelstockbetten aus Seekiefer mit individuellem Druck, damit die Gäste das ihnen zugeordnete Bett finden. Individuell bedruckt ist auch die Garderobenpaneele von Stapelbroek.
Architekt Dirk Kaminski (l.) und Bauleiter der Gruppe MDK Münster Alexander Keller zeichneten für den Umbau des Gebäudes am Verspoel 1 verantwortlich. Foto: kri
Architekt Dirk Kaminski (l.) und Bauleiter der Gruppe MDK Münster Alexander Keller zeichneten für den Umbau des Gebäudes am Verspoel 1 verantwortlich. Foto: kri
Denn urban sollte das Design sein – sowohl im Hinblick auf die Möbel als auch auf das Raumdesign selbst. Der Putz musste somit weichen, um die alten Decken zum Vorschein zu bringen. Der Klinker aus den 80er Jahren ist im Foyer erhalten worden. Lüftungskanäle und Leitungen wurden offengelegt. Der Boden ist aus Beton – ebenso wie einige Wandelemente. Holzmaterialien setzen Akzente. Entwickelt wurde die Immobilie in Kooperation mit der J&S Hostel Consulting aus Berlin als spezialisiertes Beratungsunternehmen für Hostels und die Budgethotellerie – denn der Eigentümer sowie die Hotelgesellschaft H-Hotels AG startet mit dem Bau die neue Marke: H.ostel. „Münster ist eine junge Stadt. Wir haben viel Rucksacktourismus, aber auch junge Familien oder Menschen, die beruflich unterwegs sind – mit wenig Gepäck und ohne Auto“, sagt Dirk Kaminski von der Gruppe MDK Architekten und Ingenieure. „Hier sehen wir viel Potenzial für unser erstes H.ostel, zumal es in Münster bislang kein vergleichbares, klar positioniertes Konzept gibt“, erläutert Alexander Fitz, CEO der H-Hotels AG. Betten würden auf jeden Fall benötigt – in allen Kategorien, egal ob Hostel oder Hotel – dafür würden die Tourismuszahlen sprechen. Zentral gelegen könnten vom Hostel aus alle Stationen fußläufig oder mit dem Rad erreicht werden. 45 Zimmer mit insgesamt 160 Betten stehen den Gästen als Bleibe bereit – vom Doppelzimmer bis zum Zehnbettzimmer. Auch barrierefreie Räume ergänzen das Angebot. „In jedem Raum gibt es WLAN und alle Zimmer sind klimatisiert“, ergänzt Kaminski. Keines gleiche dem anderen: „Jedes Zimmer ist ein Unikat“, sagt Kaminski. (kri)

Hubert Nabbe GmbH
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