Sonderveröffentlichung

Bestes Handwerk - Schönes Zuhause: Kompliment, altes Haus
Umbau oder Abriss?

Oft lohnt es sich, ein altes Haus zu erhalten

Montag, 15.07.2019, 06:56 Uhr

Ist das Gebäude mit Asbest belastet, kann eine Sanierung oft so teuer sein, dass ein Abriss vernünftiger ist. Foto: dpa
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Stadt Münster
Soll das alte Haus einem neuen weichen oder saniert man es? Rein rechnerisch ist die Antwort schnell gefunden. Sind Abriss und nachfolgender Neubau kostengünstiger als eine aufwendige Sanierung, kann das alte Haus weg. Doch so einfach ist das nicht.

„Natürlich müssen Hausbesitzer auf die Kosten achten, aber es spielen auch noch weitere Kriterien eine Rolle“, sagt Ines Prokop vom Verband Beratender Ingenieure. Ein Bestandsbau hat nicht nur materiellen Wert, er verkörpert auch eine bestimmte Kultur und steckt voller sogenannter grauer Energie, die beim Bau hineingesteckt wurde. Auch Umwelt- und Klimagründe kann es geben. „Eine Sanierung ist fast immer nachhaltiger als Abriss und Neubau.“

„Ohne eine gründliche Bauzustandsanalyse ist überhaupt keine Aussage zu treffen, ob Abriss oder Sanierung die bessere Lösung ist“, betont Ulrich Zink vom BAKA Bundesverband Altbauerneuerung in Berlin. Diese Analyse erlaubt erst eine realistische Bewertung der Immobilie. Überprüft werden Tragwerk, Bausubstanz und technische Ausstattung des Hauses, ebenso Schadstoffbefall und die Belastung durch giftige Chemikalien.

Ein Neubau scheint nötig, wenn die Wünsche des Hausbesitzers nicht mit einem Altbau vereinbar sind. Im Prinzip können aber auch gebrauchte Häuser mit einer einfallsreichen Planung so umgestaltet werden, dass sie individuellen Ansprüchen genügen und zukunftsfähig sind, ist sich Zink sicher. Manchmal treffe ein Gebäude allerdings auf den falschen Nutzer. Dann sei statt einem Abriss ein Wechsel der Immobilie angebracht.

Ältere Häuser haben oft kleine Räume oder niedrige Geschosshöhen, sind schlecht oder gar nicht wärmegedämmt. „Das sind aber keine Ausschlusskriterien. Auch solche Häuser lassen sich gut auf einen modernen Stand bringen“, erklärt Prokop. Großzügige und helle Räume mit großen Fenstern etwa kann man mit gewissem Aufwand hinbekommen, wenn man das Gebäude entkernt und den verbleibenden Rohbau ausbaut. Entscheidend ist, wie flexibel der Rohbau ist. Nicht jede Konstruktion ist geeignet. Auch Auf- oder Anbauten können eine Lösung sein.

Kein Abrissgrund ist eine schlechte Wärmedämmung. Mit Hilfe von Solaranlagen etwa lässt sich trotzdem ein akzeptabler energetischer Zustand erreichen. Auch vor Feuchtigkeit und Schimmel muss niemand Angst haben. „Wenn die Ursachen gefunden sind, lässt sich das in den Griff bekommen“, sagt Marc Ellinger, Leiter des Regionalbüros Freiburg-Südbaden im Verband Privater Bauherren. „Allerdings kann es teuer werden.“ Ein K.O-Kriterium kann der echte Hausschwamm sein, „aber es kommt auf seine Verbreitung und die Art des Gebäudes an“, sagt Zink. Ist ein Gebäude einsturzgefährdet und die tragende Konstruktion nicht mehr zu ertüchtigen, führt dagegen kein Weg am Abriss vorbei.

„Vor allem Bauten aus den 1970er Jahren sind häufig mit Asbest belastet“, erklärt Ines Prokop. Eine Asbestsanierung sei oftmals so aufwendig und teuer, dass sie sich nicht lohnt und ein Abriss vernünftiger ist. Ellinger rät, sich gut zu überlegen, ob ein Fertighaus aus den 1960-er und 1970er Jahren noch ein Fall für eine teure Sanierung ist. (dpa)

Ein Check nach der Sanierung

Haben Eigentümer ihr Haus saniert, um Energie zu sparen, sollten sie den Verbrauch im Nachhinein noch einmal überprüfen. Das empfiehlt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online. Sollte der Verbrauch nicht wie geplant gesunken sein, könne oft mit wenig Aufwand nachgebessert werden. Für den Vergleich kann man vor den Bauarbeiten bereits Zählerstände und Rechnungen sammeln. (dpa)

Gemütlichkeit mit einer Menge Mehrwert

Aus eins mach zwei: Große Räume teilen
Innenwände und Raumteiler aus Hartgipsplatten sind ideal, um große Räume neu zu strukturieren. Foto:Knauf/txn
Innenwände und Raumteiler aus Hartgipsplatten sind ideal, um große Räume neu zu strukturieren. Foto:Knauf/txn
Damit große Räume wohnlich wirken, sollten Funktionsbereiche zum Kochen, Essen, Relaxen, Fernsehen oder Arbeiten optisch voneinander getrennt sein. Wenn der Grundriss das nicht hergibt, lässt sich ganz einfach nachhelfen – mit Raumteilern und Innenwänden in Trockenbauweise. Basis ist eine Unterkonstruktion aus Metall, die dann mit Trockenbauplatten verkleidet wird. Hierfür hat sich die Diamant GFKI bewährt, eine stabile Hartgipsplatte von Knauf. Die hellblauen, multifunktionalen Elemente werden lediglich mit der Unterkonstruktion verschraubt. Danach nur noch Fugen und Schrauben verspachteln und schon kann die Oberfläche verputzt, tapeziert oder gestrichen werden. Die faserarmierte Spezialplatte für den Innenbereich ist einfach zu verarbeiten, zeichnet sich durch ihre erhöhte Belastbarkeit aus und ist ein echtes Universaltalent für Heimwerker und Profis. Durch die Imprägnierung kann die Diamant-Platte sogar in häuslichen Feuchtbereichen wie Küche und Bad verbaut werden und ist zudem für Brandschutzkonstruktionen geeignet. Dank des biegeweichen Kerns aus Spezialgips ist die Schalldämmung besonders hoch – wichtig bei Innenwänden in Leichtbauweise oder beim Einsatz als Deckenbekleidung. Die hochwertigen Platten sind frei von gesundheitsschädlichen Stoffen und lassen sich vom Keller bis zum Dach für eine Vielzahl von Baumaßnahmen einsetzen. (txn)
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