Sonderveröffentlichung

Neuauflage des Dacia Sandero

Viele Übernahmen vom Renault Clio

Deutlich aufgewertet: die neue Version Dacia Sandero und Sandero Stepway (l.)

9.11.2020

Der günstigste Neuwagen Deutschlands erfährt eine Neuauflage: Mit modischem Blechkleid, modernerer Technik und Autogasoption kommt Ende des Jahres die neue Generation des Dacia Sandero auf den Markt. Neben der klassischen fünftürigen Kleinwagenlimousine gibt es wieder eine Stepway-Variante im SUV-Stil und für Osteuropa die Stufenhecklimousine Logan.

Auffälligstes Merkmal sind die Y-förmigen Tagfahrelemente im Scheinwerfer, deren Linienführung im Kühlergrill aufgenommen wird. Dazu kommen eine stärker modellierte Flanke, ein prägnanteres Heck und kleinere Details. Beim Stepway kommen eine höhergelegte Karosserie, Kunststoffplanken an den Seiten und ein angedeuteter Unterfahrschutz dazu.

Eine gewisse Ähnlichkeit zum Renault Clio ist kein Zufall. Dacia nutzt die CMFPlattform der französischen Konzernmutter. Während sich die Länge beim Modellwechsel kaum ändert und knapp oberhalb der Vier-Meter-Marke verharrt, legt die neue Generation in der Breite um rund zehn Zentimeter zu. Auch das Kofferraumvolumen wächst leicht auf 382 Liter – gemessen nach der französischen Norm.

Beim Antrieb setzt Dacia auf sparsame und günstige Technik. Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48 kW (65 PS), alternativ ist eine Turbo-Variante mit 66 kW (90 PS) zu haben, für die es neben der Sechsgang-Handschaltung auch eine stufenlose Automatik gibt. Sprit sparen will Dacia mit Autogas-Technik. Der Einliter-Ottomotor mit kommt im LPG-Betrieb auf 74 kW (100 PS).

Bordcomputer, Tempomat und Lichtautomatik zählen zum Lieferumfang. Preise für die dritte Sandero-Generation sind noch nicht bekannt; in der aktuellen Generation starten sie bei 7600 Euro. Den Titel als billigsten Neuwagen der Republik wird man wohl halten wollen.

Nicht nach Deutschland kommt der viertürige Logan, denkbar ist aber der Kombi Logan MCV. Für Dacia ist die Neuauflage wirtschaftlich doppelt wichtig: Die Marke leidet stark unter dem europaweiten Nachfrage-Schwund in der Corona-Krise. (sp-x)