Sonderveröffentlichung

7. Ahlener Ausbildungsmesse bei Mercedes Ostendorf
Von der Experimentierstation bis zum Mappencheck

Mittwoch, 06.03.2019, 13:10 Uhr

Foto: Strassmeier/ IW Medien
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Stammwerk Hamm
7. Ahlener Ausbildungsmesse
St. Josef-Stift Sendenhorst
Wilinski Heizung Klima Sanitär
Haus der Pflege gGmbH
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Er ist wieder da: Der Infotruck der Metall- und Elektroindustrie bietet im Außenbereich des Autohauses schülergerechte Berufsinformationen mit Experimentierstationen und Multimedia-Anwendungen.

In der unteren Etage wird die Faszination Technik greifbar und erlebbar. Die Jugendlichen können eine CNCMaschine programmieren oder mit Elektronik-Bausteinen eine Lampe zum Leuchten bringen. Weiter geht´s am 3D-Monitor mit einer Liveschaltung in verschiedene M+E-Unternehmen. Das Highlight in der zweiten Fahrzeugebene ist der 1,5 Quadratmeter große Multitouchtable: Hier können bis zu sechs Besucher gleichzeitig Arbeitsplätze und Berufe der M+E-Industrie erkunden und selber an der Produktion eines Autos mitwirken. Der Infotruck ist sicher der aufsehenerregendste Bestandteil des Rahmenprogramms, aber nicht der einzige. Nützlich für alle jugendlichen Besucher sind auch der Vermittlungsservice der Agentur für Arbeit, der Bewerbungsmappencheck und die Möglichkeit, kostenfrei Bewerbungsfotos anfertigen zu lassen.

Berufskolleg St. Michael
Geringhoff

Unternehmen werden aktiv

Wandel im Ausbildungsmarkt

Unternehmen werden aktiv

Eine groß angelegte Werbeoffensive, um Aussteller für die Ahlener Ausbildungsmesse zu finden, brauchen die Veranstalter von Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Stadt Ahlen und Agentur für Arbeit nicht mehr. Im Nu war die 7. Ahlener Ausbildungsmesse ausgebucht. Über 60 Aussteller haben ihre Teilnahme zugesagt, viele von ihnen sind „Wiederholungstäter“.

Lediglich sieben „neue“ sind mit von der Partie, darunter auch die Ahlener Zahnarztpraxis Dres. Tilch. Detlef Tilch hat selbst Kontakt zu den Veranstaltern aufgenommen, um seine Praxis und die angebotenen Ausbildungsberufe vorstellen zu können. „Es gibt immer weniger Jugendliche, die sich für eine Ausbildung zum zahnmedizinischen Fachangestellten oder zum Zahntechniker interessieren“, berichtet er von der zunehmend angespannteren Situation. Zugleich beobachte er ein sinkendes Niveau in der schulischen Qualifikation der Bewerber.

Um den Nachwuchs zu sichern, geht die Praxis also neue Wege. Ärzte und Auszubildende werden auf der Messe vor Ort sein und Fragen beantworten. Kurzvideos geben Einblicke in den Beruf. Auch das St.-Josef- Stift aus Sendenhorst stellt Berufe im Gesundheitswesen vor. Die Sendenhorster Fachklinik ist nur ein Beispiel für die „überregionale Strahlkraft“, die WFG-Chef Jörg Hakenesch der Messe attestiert. So kämen Unternehmen aus dem gesamten Kreis Warendorf sowie aus den Kreisen Hamm, Unna und Gütersloh.

„In den letzten Jahren haben wir nur wenige Bewerbungen aus dem Bereich Ahlen erhalten. Das möchten wir ändern“, erklärt Karin Kötting vom Uentroper Unternehmen Hoffmeier Industrieanlagen das Engagement bei der Ausbildungsmesse. Sie empfiehlt den Jugendlichen, einmal „über den Tellerrand zu blicken“ und auch nicht so bekannte Ausbildungsbetriebe bei ihrer Auswahl in Betracht zu ziehen. (sdi)

Wie eine Bewerbung aussehen sollte

Vortrag von Jörg Hellwig
Jörg Hellwig kennt sich mit Bewerbungen aus. Foto: pes
Jörg Hellwig kennt sich mit Bewerbungen aus. Foto: pes
In Bewerbungsfragen ist Jörg Hellwig, Centerleiter im Autohaus Ostendorf, ein Experte. Schließlich bekommt das Autohaus etwa 200 Bewerbungen pro Jahr, meist als klassische Bewerbungsmappe.

Dabei ist die digitale Bewerbung klar auf dem Vormarsch. „Ich glaube, das wird die Zukunft sein“, sagt Hellwig. Er hält im Rahmen der Ahlener Ausbildungsmesse einen Vortrag zum Thema „Bewerbung 4.0“. Los geht es um 11.30 Uhr im Obergeschoss.

Thematisch wird sich Jörg Hellwig nicht nur mit digitalen Bewerbungen befassen, sondern die gesamte Bandbreite beleuchten. Die Gäste erfahren zum Beispiel, wie ihre Bewerbung aussehen sollte und wie sie im Vorstellungsgespräch punkten können. (sd)
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