Sonderveröffentlichung

Berufe mit Zukunft

Von Digitalisierung bis Pflege

Ob in der Pflege (großes Bild), als Anlagenmechaniker (oben rechts) oder Kaufmann-/frau im E-Commerce – Jobs in unterschiedlichen Bereichen bieten gute Zukunftschancen. Fotos: Bundesagentur für Arbeit

3.12.2020

Als Kind haben wir wohl alle die verrücktesten Berufswünsche wie Astronaut, Clown, oder Superstar. Natürlich werden wir von den Eltern schnell in die Realität zurückgeholt: „Such Dir einen Beruf mit Zukunft,“ heißt es dann. Aber welche Berufe haben eigentlich gute Zukunftsperspektiven? Matthias Matysiak von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster gibt ein paar Tipps.

Nicht nur in der Corona-Pandemie boomt der Onlinehandel. „Wir bestellen immer mehr und öfters von zuhause aus. Das bedeutet, dass auch der Handel mehr Personal in diesem Bereich Genau da setzt der recht neue Ausbildungsberuf Kaufmann-/frau im E-Commerce an. Menschen in diesem Beruf sind die Schnittstelle von Einkauf, Werbung, Logistik, Buchhaltung und IT. Sie kümmern sich um die Waren und darum, dass diese verkaufsfördernd in Onlineshops, Social-Media oder Onlinemarktplätzen präsentiert werden. Per E-Mail oder Chat beraten sie Kunden, bearbeiten Reklamationen und überwachen die Zahlungseingänge. Dabei arbeiten sie nicht nur in großen Versandhäusern, sondern immer öfters auch beim Händler vor Ort.
    

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Digital wird es nicht nur im Handel. „Auch im Handwerk wandeln sich viele Berufe durch den Einzug modernster Technik“, weiß Matysiak. So hat sich zum Beispiel der Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik zu einem Beruf mit sehr guten Zukunftsperspektiven entwickelt. Denn neben der Einrichtung von klassischen Sanitäranlagen werden immer häufiger umweltschonende Systeme wie Solaranlagen oder Holzpellets-Heizungen eingebaut. „Viele dieser Systeme lassen sich ans Smart-Home anschließen oder über Apps überwachen und steuern. Damit wird der Beruf des Anlagenmechanikers digitaler, anspruchsvoller, aber vor allem zukunftssicher,“ wie Matysiak erklärt. Denn auch in den kommenden Jahren müssen alte Anlagen durch modernere ersetzt und diese Systeme gewartet und repariert werden.


»Wir bestellen immer mehr und öfters von zuhause aus. Das bedeutet, dass auch der Handel mehr Personal in diesem Bereich benötigt.«

Matthias Matysiak, Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster   
   


Berufe mit guten Zukunftsperspektiven gibt es aber nicht nur da, wo die Digitalisierung Einzug hält. So verdeutlicht der Ausbildungsmarktexperte: „Auch bei der Arbeit mit Menschen gibt es viele Berufe, in denen in den kommenden Jahren Personal benötigt wird. Insbesondere Fachkräfte in der Pflege sind schon heute gefragt.“ Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung werden in den kommenden Jahren sogar noch deutlich mehr Pflegefachkräfte gesucht. Als Pflegefachmann/ -frau arbeitet man in der Pflege von Kranken, Kindern oder alten Menschen. Die Aufgaben reichen dabei von der Grundpflege, also die Körperpflege sowie das An- und Auskleiden, über Wundversorgung oder die Gabe von Medikamenten bis hin zum assistieren bei Untersuchungen von Ärzten. Darüber hinaus sind auch Verwaltungsaufgaben ein wichtiger Teil der Arbeit.


»Auch im Handwerk wandeln sich viele Berufe durch den Einzug modernster Technik.«

Matthias Matysiak
      


Bei der Berufswahl sollte der Blick auf die Zukunftsperspektiven eines Berufes aber nur ein Aspekt sein. So rät Matthias Matysiak vor allem, auf seine eigenen Talente und Interessen zu schauen: „Hier liegt der Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere.“ Um herauszufinden, welche Berufe zu einem passen könnten, empfiehlt er den Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen: „Wir helfen den Jugendlichen dabei, die eigenen Stärken, aber auch Schwächen zu erkennen, um dazu die passenden Ausbildungsberufe zu finden. Gerade jetzt, wo die Corona-Pandemie dafür sorgt, dass viele Berufswahlmessen ausfallen, ist der Weg zur Berufsberatung umso wichtiger.“ -pm/jpj-

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.arbeitsagentur.de/bildung.