Sonderveröffentlichung

Darmkrebsmonat März 2021

Vorbeugen hilft beim Verhindern


23.02.2021

Zum 20. Mal steht der März in diesem Jahr in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Ausgerufen von der Felix Burda Stiftung (FBS), der Stiftung LebensBlicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs engagieren sich einmal mehr Medien, Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken und Privatpersonen für die Darmkrebsvorsorge.

Darmkrebs zählt inzwischen zu den am besten erforschten Krebsarten beim Menschen. Man weiß heute, dass sich rund 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen sich aus zunächst gutartigen Darmpolypen entwickeln. Diese Entartung vom Darmpolyp (Adenom) bis hin zum Krebs (Karzinom) kann rund zehn Jahre dauern. Wissenschaftler bezeichnen diese Entwicklung als Adenom-Karzinom-Sequenz. Ursache dafür sind aufeinander folgende Genveränderungen (Mutationen) an den Schleimhautzellen der Darmwand. Sie führen schließlich zum Verlust der natürlichen Wachstumskontrolle der Zellen, sodass sich diese als Krebszellen bösartig und zerstörerisch ausbreiten können.

Darmkrebs gilt als eine „stille“ Krankheit. Denn in den meisten Fällen gibt es keine Warnzeichen. Die Zeit, bis aus den Polypen schließlich Krebs entsteht, sollte man daher zur Früherkennung nutzen. Mithilfe dieser Vorsorgeuntersuchungen können die Vorstufen bereits entdeckt und entfernt werden – noch bevor sie zu Krebs werden. Als die sicherste Methode zur Früherkennung gilt die Darmspiegelung. Diese Untersuchungen stellen eine der wichtigsten Waffen gegen den Krebs dar. (FBS/dj)
        

1. Kleiner Polyp: In einer einzigen Zelle der Darmschleimhaut entstehen Erbgutveränderungen, und sie beginnt, sich zu teilen. Es entstehen immer mehr Zellen und daraus ein gutartiger Schleimhautpolyp (Adenom).

2. Wachstum des Polyp: Die Zellen sich weiter und wachsen in den Innenraum des Darm ein. Würde der Polyp in diesem Stadium bei einer Darmspiegelung entdeckt, könnte er entfernt werden, ohne Schaden anzurichten.

3. Darmkrebs: Polypenzellen erfahren neue Genveränderungen und werden zu Krebszellen. Diese wachsen aggressiv in umliegendes Gewebe. Über Blut und Lymphe breiten sie sich aus und bilden weitere Krebsherde.

Quelle: www.darmkrebs.de